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29.7.10
Bonn: Fast alle Kinder bleiben in Pflegefamilien
Wenn Kinder aus problematischen Familien in die
Obhut einer Pflegefamilie gegeben werden, dann
bleiben sie meistens dort: Nach Auskunft des
städtischen Presseamtes in Bonn kehrt nur circa
ein Prozent der Kinder in ihre sogenannte
Ursprungsfamilie zurück.
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28.7.10
Mama mit Vertrag
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine SOS -
Kinderdorfmutter.
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26.7.10
Gefesselt und misshandelt von den eigenen Pflegeeltern
Die neunjährige Anna ist nach Aussage ihres
Pflegevaters über Monate immer wieder mit
Klebeband gefesselt worden: Nach
offensichtlichen Misshandlungen mit Todesfolge
des Mädchens aus Bad Honnef haben die Ermittler
am Samstag Haftbefehl gegen die Pflegeeltern
(beide 51) beantragt.
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23.7.10
Urteile
Der
Erpresser eines Marmeladen-Herstellers ist
zu fast sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der
Mann hatte gedroht, Konfitüre zu vergiften und
drei Gläser mit einer
K.O.-Tropfen-ähnlichen Substanz
versetzt. Niemand kam bei der Erpressung zu
Schaden. Erheblich milder fiel das
Urteil für die
Eltern der kleinen Lara Mia aus Hamburg aus.
Die 19-jährige Mutter und ihr drei Jahre älterer
Ex-Partner sahen tatenlos zu, wie ihre Tochter
auf die Hälfte ihres Normalgewichts abmagerte
und starb. Für diese fürchterliche Tat hielt das
Gericht eine Bewährungsstrafe
von zwei Jahren sowie neun Monaten für
tat- und schuldangemessen.
Die beiden Urteile zeigen, was in Deutschland
immer wieder traurige Realität ist.
Vermögensdelikte werden hart und konsequent
bestraft, während Eltern, die ihre Kinder
misshandeln, quälen und töten, mit großer Milde
begegnet wird.
21.7.10
Eltern wird seltener Sorgerecht entzogen
Vergangenes Jahr haben
bundesweit weniger Eltern das Sorgerecht für
ihre Kinder verloren als noch im Jahr zuvor. Die
Zahl der Sorgerechtsentzüge nahm 2009 leicht um
0,7 Prozent auf rund 12.200 Fälle ab, wie das
Statistische Bundesamt mitteilte.
FormularendeIn rund 9.500 Fällen übertrugen die Gerichte das
Sorgerecht ganz oder teilweise auf die
Jugendämter, in den übrigen Fällen einer
Einzelperson oder einem Verein. In den einzelnen
Bundesländern gab es 2009 teilweise gravierende
Veränderungen bei der Entwicklung der
Sorgerechtsentzüge. Den stärksten Anstieg beim
Entzug des elterlichen Sorgerechts gab es im
Saarland mit 31 Prozent. In Bayern,
Schleswig-Holstein und Brandenburg nahmen die
Zahlen zwischen 14 Prozent und 18 Prozent zu. In
Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und
Berlin hingegen verzeichnete das Statistikamt
Rückgänge zwischen 25 Prozent und 36 Prozent.
20.7.10
Familie kämpft um Pflegekind
Seit acht Monaten lebt der 20 Monate alte Tilo
bei Familie Lambert in Greimerath. Doch
möglicherweise soll der Junge auf Wunsch des
Jugendamts in einer anderen Pflegefamilie
untergebracht werden - es wäre die dritte in
seinem jungen Leben.
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19.7.10
Noch einmal die Jugendämter
Allein im vergangenen Jahr wurden 33.700 Kinder und
Jugendliche in einem Heim oder einer
Pflegefamilie untergebracht, um sie vor Gewalt
oder Verwahrlosung zu schützen. Das sind im
Vergleich zu 2008 rund 1500 beziehungsweise 4,5
Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt in
Wiesbaden berichtete.
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16.7.10
Jugendämter nehmen öfter Kinder aus Familien
Die Jugendämter in Deutschland
mischen sich häufiger ein: Nach den bundesweiten
Skandalen um vernachlässigte und misshandelte
Kinder ist die Zahl der Minderjährigen, die
vorsorglich in staatliche Obhut genommen wurden,
deutlich gestiegen.
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15.7.10
Privates Leben
„Wer sich der Aufgabe Pflegekind stellt, hört
auf, privat zu sein“, gesteht die
Sozialarbeiterin Nicole Thiele. Denn potenzielle
Pflegeeltern müssen sich faktisch komplett
durchleuchten lassen.
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14.7.10
Wenn Kinder zwei Eltern haben
Ich denke immer an meine Eltern“, erzählt ein
14-jähriges Pflegekind. „Manchmal hasse ich sie
dafür, dass sie mich weggeben haben. Aber ich
liebe sie trotzdem und vermisse sie und will
eigentlich wieder bei ihnen sein.“ Trauer
und Wut drohen ihn manchmal innerlich zu
zerreißen.
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13.7.10
Kinderhandel-Prozess
Im Berufungsprozess wegen des Vorwurfs des
Kinderhandels, in dem sich eine frühere
Hammelburgerin und ihre Tochter vor dem
Landgericht Würzburg verantworten müssen, ist
vorerst kein Ende in Sicht. Die Richterin setzte
die Verhandlung am zweiten Tag aus. Der Grund:
Die Eltern eines rumänischen Mädchens, das im
Landkreis Bad Kissingen in einer Pflegefamilie
lebt, waren nicht als Zeugen erschienen.
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9.7.10 Offene
Arme gesucht
Die Caritas schlägt Alarm: Es gibt
nicht mehr genug Pflegeeltern für Kinder aus
zerrütteten Familien.
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8.7.10 Aktuelles
Gerichtsurteil
Dem minderjährigen Kind eines erwerbsfähigen
Hilfebedürftigen, für das Hilfe zur Erziehung in
Vollzeitpflege durch Unterbringung in einer
Pflegefamilie nach dem SGB 8 gewährt wird, steht
für Tage, an denen es sich mehr als zwölf
Stunden bei dem bedürftigen Elternteil aufhält,
mit dem es insoweit eine temporäre
Bedarfsgemeinschaft bildet, ein Anspruch auf
anteiliges Sozialgeld gem § 28 Abs 1 S 1 SGB 2
zu, soweit der Träger der Jugendhilfe das
Pflegegeld an die Pflegefamilie ausbezahlt und
für die Beurlaubung ins Elternhaus keine
Kostenerstattung gewährt. (Landessozialgericht
Baden-Württemberg vom 20.05.2010)
5.7.10 Für Kinder
der letzte Ausweg
Vater trinkt. Mutter
verkriecht sich hinterm Fernseher. Die Kinder
versuchen, den Alltag so gut es geht aufrecht zu
halten. Alle Unterstützung von außen hat nicht
geholfen. Die Behörden beschließen, die Kinder
aus der Familie zu nehmen. Oft ist die beste
Unterbringung für die minderjährigen Kinder bis
zehn Jahre langfristig die Betreuung in einer
Pflegefamilie. Doch die zu finden, wird immer
schwieriger.
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2.7.10 Mit Fahne
aus dem Mutterleib
Kinderarzt Hans-Ludwig Spohr: „Die meisten
FASD-Kinder wachsen bei Pflegeeltern auf, die
häufig nichts vom Alkoholkonsum der leiblichen
Mutter wissen. Es gibt ja auch betroffene
Kinder, die ganz normal aussehen. Wenn deren
Pflegeeltern feststellen, dass etwas in der
Entwicklung oder beim Verhalten nicht stimmt,
beginnt für sie eine Odyssee von Arzt zu Arzt:
Der Kinderarzt bescheinigt, dass das Kind zu
klein ist, aber mit den Wachstumshormonen alles
in Ordnung ist; der Genetiker kann an den
Chromosomen nichts feststellen; der Psychiater
verschreibt Ritalin gegen die Hyperaktivität.
Die Pflegeeltern sind verzweifelt, weil sie
nicht wissen, was mit dem Kind los ist, und kein
Doktor ihnen wirklich weiterhelfen kann.“
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1.7.10 Urteil zu
Krankenversicherung von Pflegekindern
In einem interessanten Urteil hat sich das
Landessozialgericht Rheinland-Pfalz mit der
Frage beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen
ein Pflegekind bei seinen Pflegeeltern in der
gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert
ist.
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30.6.10
Was wird aus der kleinen Marie?
Was wird aus Marie? Diese Frage treibt eine
Pflegefamilie aus dem Landkreis Bad Kissingen
seit nunmehr vier Jahren um. Im Dezember 2006
wurde das Mädchen Marie von ihnen aus Rumänien
nach Deutschland gebracht. Vermittelt hatte dies
eine Frau aus Hammelburg, die das Amtsgericht
Bad Kissingen vor eineinhalb Jahren wegen
versuchten Kinderhandels zu einer
Bewährungsstrafe verurteilt hat. Nun steht am 1.
Juli die Berufungsverhandlung am Landgericht
Schweinfurt an.
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29.6.10
Pflegekinder im Fokus der Wissenschaft
Mehrere tausend Kinder in
Deutschland leben nicht bei ihren leiblichen
Eltern. Sie wachsen in Pflegefamilien auf. Eine
Psychologin an der Fachhochschule Dortmund
untersucht, warum manche sich besser in den
neuen Familien zurechtfinden als andere.
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28.6.10
"Im Alltag macht es keinen Unterschied"
Oft werden Ruth und
Jürgen Kamm ganz kurzfristig informiert, dass
ein neues Pflegekind zu ihnen kommt. Manchmal
vergehen zwischen dem Anruf des Jugendamtes und
der Ankunft des Kindes gerade einmal 30 Minunten.
Dann holt Ruth Kamm ein Kinderbett und Kleidung
vom Dachboden und richtet in dem großen
Bauernhaus ein Zimmer her.
Seit 1999 nimmt das Ehepaar, das selbst keinen
eigenen Nachwuchs hat, Pflegekinder bei sich
auf. Und die Kamms, die damals die erste
Pflegefamilie ohne eigene Kinder im Landkreis
war, haben ihren damaligen Mut nicht bereut.
Ihre drei ständigen Pflegekinder im Alter von
sieben, acht und 13 Jahren sagen alle »Mama» und
»Papa» zu ihnen. Kein Wunder, der Älteste ist
seit seinem zweiten Lebensjahr in Emetzheim. Und
auch Ruth Kamm findet: »Im Alltag macht das
keinen Unterschied, ob das Pflegekinder oder
eigene Kinder sind.»
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25.6.10
Wuppertal
Nach dem Tod des
Pflegekindes Talea im März 2008 stellt das
Wuppertaler Jugendamt Auswahl und Betreuung von
Pflegefamilien auch organisatorisch auf neue
Beine. Künftig werden auch Träger der freien
Wohlfahrtspflege bei der Betreuung von
Pflegestellen mitarbeiten. Bisher hatte allein
der städtische Pflegekinder- und Adoptionsdienst
geeignete Pflegefamilien gesucht und betreut.
Von der Kooperation mit den Vereinen und
Initiativen verspricht sich die Stadt
zusätzliche Erfolge bei der Ansprache von
potenziellen Pflegefamilien. Denn Wuppertal
braucht deutlich mehr Pflegefamilien.
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23.6.10
Im neuen Nest
In Berlin leben rund 2700 Kinder in
Pflegefamilien. Jedes Jahr müssen etwa 500
Kinder aufs Neue bei Pflegeeltern untergebracht
werden. Die Glogers sind eines dieser
Pflegeelternpaare. Manchevder Kinder bleiben
Wochen, andere Jahre.
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22.6.10
Entführte Zweijährige
Jetzt muss das Oberlandesgericht in Nürnberg
entscheiden: Fatma wurde von der leiblichen
Mutter entführt, Pflegeeltern klagen jetzt vor
Gericht. Die Zweijährige lebt inzwischen bei der
Familie ihres Vaters in der Türkei.
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21.6.10
Baby stirbt an Schütteltrauma
In Lüneburg ist ein neun Wochen altes Baby
vermutlich an den Folgen eines Schütteltraumas
zu Tode gekommen. Die Staatsanwaltschaft
ermittelt jetzt gegen den 34 Jahre alten Vater
und die 30-jährige Mutter. Die Familie war dem
Jugendamt nicht nur bekannt, sondern hatte
bereits diverse Hilfen erhalten. Der Säugling
war sogar schon in einer Pflegefamilie
untergebracht, bei Menschen, die sich um ihn
kümmerten und ihn umsorgten. Und bei dieser
Familie hätte das Kind auch bleiben müssen, wenn
es nach dem Jugendamt gegangenen wäre. Doch das
Gericht war anderer Meinung.
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16.6.10
Wie man Pflege- und Adoptivfamilie wird
Informationsveranstaltung am 1. Juli 2010 in Ahaus:
Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum
Thema „Der Weg zur Adoptions- und Pflegefamilie"
findet am 1. Juli 2010 um 19.00 Uhr in der Villa
van Delden, Bahnhofstr. 91, in Ahaus statt. Ziel
der Veranstalter ist es, Hemmschwellen für
potenzielle Bewerber und eventuell bestehende
Vorurteile über Pflege- und
Adoptionsverhältnisse abzubauen. Anmeldungen
unter Telefon 02562/12459
15.6.10
Fatma
Der Verein „Pfad für
Kinder“ hat per Pressemitteilung Vorwürfe gegen
die Katholische Jugendfürsorge und den
zuständigen Aufenthaltsbestimmungspfleger
erhoben. Tenor: Die KJF müsste den
Internationalen Sozialdienst (IS) auf Trab
bringen, damit sich der um die in Izmir lebende
Fatma kümmert. Am 15. April hatte eine
Familienrichterin entschieden, den Antrag der
Pflegeeltern auf „Rückführung“ abzulehnen, da es
Fatma in der Türkei gut gehe.
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14.6.10
Studie zur Kindheit in Deutschland
Nach der aktuellen World - Vision
- Studie
lebt ein Fünftel der Sechs- bis Elfjährigen in
eher prekären Verhältnissen und sieht die eigene
Zukunft wenig optimistisch. "Kinder in
Deutschland leben in einer
Vier-Fünftel-Gesellschaft", sagt der
Jugendforscher Hurrelmann. Die Kluft zwischen
den vier Fünfteln der Kinder, die in stabilen
und geordneten Verhältnissen aufwüchsen, und dem
restlichen Fünftel habe sich seit der letzten
Studie aus dem Jahr 2007 noch vergrößert.
Letzteren fehle der Glaube daran, sie könnten
durch eigenes Handeln etwas verändern. Sie seien
noch im Grundschulalter, hätten sich aber
bereits aufgegeben.
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10.6.10
Fachtag in Berlin
Der Bundesverband Pfad veranstaltet in Kooperation mit
dem BMFSFJ am 18. Oktober 2010 in Berlin einen
Fachtag zum Thema „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“.
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8.6.10
Prozess gegen Amtsvormund von Kevin
Kevin wurde von seinem Ziehvater totgeprügelt.
Doch auch andere sollen Mitschuld an dem
grausamen Schicksal des Kindes tragen. Nächste
Woche beginnt ein zweiter Prozess. Kevins
ehemaligem staatlichem Amtsvormund wird
fahrlässige Tötung vorgeworfen. "Es kann in
manchen Fällen auch Gewalt sein, das Kind aus
seiner Familie herauszunehmen,“ sagt der
zuständige Richter.
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7.6.10
Für alle eine Bereicherung
Es ist schön ein jüngeres Geschwisterkind zu
haben“, sagt die 15-jährige Annika. Wenn sie von
der Schule nach Hause kommt, freut sie sich
darauf, in dem großen Garten mit dem
dreijährigen Jason auf dem Trampolin zu
springen. Seit Mai 2009 ist Jason als Pflegekind
in der Familie Flöttmann. „Eine Bereicherung für
die ganze Familie“, sagt Beate Flöttmann.
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3.6.10
12-Jähriger will in Pflegefamilie und
ruft die Polizei um Hilfe
"Ich darf im Haus nicht Ball spielen" hat ein
Zwölfjähriger aus Tuttlingen 22 Mal geschrieben,
dann reichte es ihm. Er hatte keine Lust mehr
die Strafarbeit zu schreiben, die ihm seine
Eltern aufbrummten und rief die Polizei. Am
Telefon bat er die Beamten, ihm die Aufnahme in
eine Pflegefamilie zu ermöglichen und legte dann
auf. Die Polizei verfolgte den Anruf zur Wohnung
der Familie zurück und traf wenig später dort
ein. Die Eltern des Jungen waren wegen des
Erscheinens der Polizei völlig überrumpelt. Erst
nach einem Gespräch mit dem Sohn, der selbst
nicht mit den Beamten gerechnet hatte, klärte
sich die Situation.
1.6.10
Eltern ihr Kind wegnehmen
In der "Zeit" berichtet die 27-jährige Stefanie Bause
über ihre Arbeit im Jugendamt Gelsenkirchen.
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31.5.10
Pflegefamilie auf Abruf
Sie sind Eltern und Geschwister auf Zeit - und
gefragter denn je: Bereitschaftspflegefamilien
springen kurzfristig ein, wenn Kinder nicht bei
ihren leiblichen Eltern bleiben können. Doch die
Interims-Familien stecken in einem Dilemma:
Sie sollen Geborgenheit geben - aber auch nicht
zu viel Nähe zulassen.
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25.5.10
Radio-Tipp: Annäherung
an ein Kinderleben
Sonntag, 6. Juni von 11.05 bis 12.00, Feature
NDR Info
Samstag, 4. September 2010, 18.05 bis 19 Uhr,
Deutschland Radio Kultur
Als das
Jugendamt Angelika mit neun aus ihrer Familie
nahm, konnte sie nur unverständlich sprechen,
wusste nicht, wie man mit Messer und Gabel isst,
hatte weder ein eigenes Bett noch eine eigene
Zahnbürste. Bei ihren Pflegeeltern beginnt
Angelika zu erzählen, wie sie zu Hause
eingesperrt und geschlagen wurde, wie Vater,
Onkel und Bruder sie jahrelang sexuell
missbrauchten. Doch warum haben Nachbarschaft,
Schule, Jugendamt so lange nichts von ihrem Leid
bemerkt? Angelika ist inzwischen 19 Jahre alt
und lebt in einer Einrichtung für Menschen mit
Behinderungen.
21.5.10
Trauma-Ambulanz für Kinder und
Jugendliche
Jeder weiß, was Erste Hilfe ist. Wenn ein Unfallopfer
blutend am Straßenrand liegt, sollte man ganz
schnell die Wunde verbinden - und den
Krankenwagen rufen. Bei seelischen Verletzungen,
in der Fachsprache Traumata genannt, sieht die
Sache ganz ähnlich aus, besonders bei Kindern
und Jugendlichen. Die Uni-Kliniken Münster
richten deshalb eine Trauma-Ambulanz für Kinder
und Jugendliche ein.
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20.5.10
Keine einfache Aufgabe, aber eine
machbare
„Ein Pflegekind bei sich aufzunehmen ist keine
leichte Aufgabe, aber eine machbare.“ Gabi
Schmidt, Mitglied einer Pflegeelterninitiativ
weiß, wovon sie spricht. Bereits seit 14 Jahren
betreut sie einen Pflegesohn, der heute 20 Jahre
alt ist.
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18.5.10
Vortragsreihe in Siegen
Die Universität Siegen veranstaltet eine Vortragsreihe
zum Aufwachsen in Pflegefamilien.
Die Vorträge sind kostenfrei und können ohne vorherige
Anmeldung besucht werden.
Donnerstag, 20. Mai 2010, 16.00 Uhr (Am Eichenhang,
Artur Woll Haus)
„Aufwachsen unter schwierigen Bedingungen: Welche
Ressourcen benötigen Pflegekinder?“
Donnerstag, 10. Juni 2010, 16.00 Uhr (Adolf
Reichwein-Str., Audimax)
„Entwicklungsverläufe und Kontinuität in der
Pflegekinderhilfe“
Dienstag, 22. Juni 2010, 20.00 Uhr (Adolf
Reichwein-Str., Audimax)
„Die Familie in der Spätmoderne: hat die Kernfamilie
ausgedient?“
Donnerstag, 1. Juli 2010, 16.00 Uhr (Adolf
Reichwein-Str., Audimax)
„Aufwachsen unter schwierigen Bedingungen: Wie können
professionelle Dienste Belastungen für
Pflegekinder abmildern?“
Donnerstag, 8. Juli 2010, 16.00 Uhr (Adolf
Reichwein-Str., Audimax)
"Aufgaben, Chancen und Risiken von Pflegefamilien aus
bindungstheoretischer Sicht
17.5.10
Schwerer Start
Maik Zender ist eines von 58 Kindern auf Rügen, das bei
einer Pflegefamilie lebt. Die Geschichte des
heute Zwölfjährigen hat Sozialarbeiterin Monika
Hirche besonders bewegt: „Weil er einen so
schweren Start ins Leben hatte.“
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10.5.10
Familienglück auf Zeit
Gerade mal eineinhalb Wochen war Brigitte Körner
"schwanger", dann hielt sie ihren Sohn Felix im
Arm. Überglücklich sei sie gewesen, erzählt die
40-Jährige. "Alle Zweifel und Bedenken waren mit
einem Mal wie weggeblasen." Felix ist ein
Pflegekind.
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10.5.10
Die Fließband-Mama
Seit 20 Jahren bietet die sechsfach-Mutter
Anna-Maria Meister Pflegekindern ein Heim auf
Zeit.
„Ich habe Kinder so unendlich lieb, es erfüllt
mich einfach. Wenn ein Familienurlaub geplant
ist, bucht sie immer noch ein zusätzliches Bett,
weil man als Pflegemutter nie weiß, ob und wann
ein neues Familienmitglied dazu stößt.“
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7.5.10
Nichts geht über Mutterliebe
Überbelastung in der Schwangerschaft hat
negative Folgen für die spätere Lern- und
Denkfähigkeit des Säuglings, doch eine intensive
Betreuung bis zur Krabbelphase kann die
Beeinträchtigung wieder wett machen. Das haben
US-Forscher in einer Studie mit 125 schwangeren
Müttern festgestellt.
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6.5.10
Klage auf Löschung eines Eintrags beim
Jugendamt
Eine Behörde in der Zwickmühle: Da erfährt ein
Jugendamt in Lahr 2007 von der Mutter eines
zweieinhalbjährigen Mädchens, dass das Kind
keinesfalls zu seinen Großeltern in Pflege
gegeben werden dürfe. Sie erklärt, dass sie als
13-Jährige von ihrem Vater sexuell genötigt und
misshandelt worden sei. Er habe auch die Mutter
geschlagen und sei Alkoholiker. Dieser Vorwurf
wiegt schwer, und deshalb entscheidet sich das
Jugendamt dazu, das Mädchen nicht zu den
Großeltern, sondern in eine Pflegefamilie zu
geben. Die Großeltern, insbesondere der
Großvater, der sich keiner Schuld bewusst ist,
beginnen daraufhin einen Kampf um ihre Enkelin,
den sie nach über einem Jahr gewinnen. 2008
entscheidet ein Familiengericht, dass sie die
Pflegschaft für ihre Enkelin übernehmen dürfen. Nun klagt der Großvater weil er
möchte, dass ein alter und widerlegter Eintrag
beim Jugendamt keine Verwendung mehr findet.
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4.5.10
Steine in den Weg gelegt
"Man beißt sich da irgendwie alleine durch", fasst
Pflegemutter Alexandra Becker ihre Erfahrungen
mit dem Jugendamt zusammen. Eine andere
Pflegemutter sagt: "Jeden Stein, den sie finden
konnten, haben sie uns in den Weg geworfen".
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29.4.10
Monatlich 7100 Euro für Akquise von Pflegeeltern
In Wermelskirchen mussten im letzten Jahr Kinder ins
Heim, weil für sie sie keine Pflegefamilien
gefunden werden konnten.
Dies verursachte erhebliche Mehrkosten für den
städtischen Haushalt. Hätten die drei Kinder in
Pflegefamilien untergebracht werden können, so
wären der Stadt dadurch insgesamt "nur" 13 832
Euro an Kosten entstanden. Durch die
Heimunterbringung waren es aber in der Summe 80
676,99 Euro. Damit solche Fälle künftig nicht
mehr eintreten, will die Stadtverwaltung jetzt
den Intensivpädagogischen Dienst Bergisch Land
mit der Akquise und Qualifizierung von
Pflegefamilien beauftragen. Monatlich 7100 Euro
soll die Stadtverwaltung für die Arbeit von zwei
Kräften des Intensivpädagogischen Dienstes
entrichten.
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28.4.10
Bindung
„Aus psychologischer Sicht
ist ein Pflegekind in dem bindungssicheren
Milieu einer Pflegefamilie zunächst gut versorgt
und kann
die Bindung an die leiblichen Eltern gar nicht
verlieren,“ sagt der
Kinder- und Jugendpsychiater Andreas Wiefel.
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24.4.10
Nordrhein Westfalen will weniger Jugendämter
Die Zahl der knapp 200 Jugendämter in
Nordrhein-Westfalen ist nach Ansicht des
Landkreistages Nordrhein- Westfalen viel zu
hoch. Es könne nicht in jedem Jugendamt die
nötige Fachkompetenz für die teils sehr
speziellen Aufgaben vorgehalten werden, sagte
der Präsident des Landkreistages NRW, Thomas
Kubendorff, im Gespräch mit der
Nachrichtenagentur dpa. Deswegen sei eine
Konzentration sinnvoller. Zudem sei es
unwirtschaftlich, so viele Ämter vorzuhalten.
«53 Jugendämter reichen», sagte Kubendorff.
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23.4.10
Westallgäu
Der Bedarf an Pflegeeltern steigt
im Landkreis Westallgäu von Jahr zu Jahr. Waren
es 1996 noch 68 Kinder und Jugendliche, die über
das Jugendamt in andere Familien vermittelt
wurden, mussten verganges Jahr schon 137
unterstützt werden, berichtet das Landratsamt.
Damit hat sich die Zahl innerhalb von zehn
Jahren verdoppelt. Derzeit sind im Landkreis 73
Kinder in 47 Pflegefamilien untergebracht. Es
werden dringend zusätzliche Pflegeeltern
gesucht.
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22.4.10
Biografiearbeit
Am 24. April geht es in Velbert um das Thema „Biografiearbeit
mit Pflegekindern“. Referenten des sind Martina
Lueg und Ludwig Bürger vom Adoptions- und
Pflegekinderdienst der Stadt Velbert. Die
dreistündige Veranstaltung findet im
Familienzentrum in Velbert-Neviges (Schillerstr.
1a) statt und beginnt um 10 Uhr. Die
Veranstaltung ist kostenfrei, um telefonische
Anmeldung wird: 02051-262462.
21.4.10 Aktuelle
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Die
Rückführung eines Kindes zu seinen leiblichen
Eltern nach einer Aufenthaltszeit in einer
Pflegefamilie hängt von einer Risikoprognose ab.
Die Risikogrenze ist bei der Entscheidung über
eine Rückführung des Kindes zu seinen leiblichen
Eltern dann überschritten, wenn unter
Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
auszuschließen ist, dass die Trennung des Kindes
von seinen Pflegeeltern psychische oder
physische Schädigungen nach sich ziehen kann.
Ein solches Risiko ist für das Kind nicht
hinnehmbar. Dieser Grundsatz bedingt, dass eine
gerichtliche Entscheidung rechtswidrig ist, die
eine Verbleibensanordnung von einer mit
Sicherheit zu erwartenden Kindeswohlschädigung
bei Rückkehr des Kindes zu seinen Eltern
abhängig macht. (BVerfG, Beschluss vom
31.03.2010, Az. 1 BvR 2910/09)
20.4.10 Schlechte
Aussichten für Pflegekinder in den USA
Nach einer aktuellen Studie haben
US-amerikanische Pflegekinder schlechte
Aussichten auf eine erfolgreiche Zukunft.
Weniger als die Hälfte hatten mit Mitte zwanzig
einen Arbeitsplatz, drei Viertel der Frauen
bekamen staatliche Unterstützungen und sechzig
Prozent der Männer waren bereits wegen eines
Verbrechens verurteilt worden.
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19.4.10 Geduld
ist ganz wichtig
Eineinhalb Jahre hatten Inka und Dirk Kist sich
informiert, Seminare besucht und hin und her
überlegt. Dann trafen sie die Entscheidung, noch
einmal eine ganz neue Aufgabe zu übernehmen. Die
Kists wurden Pflegeeltern. Sie erklärten sich
bereit, einem Kind ein zweites, ein sicheres
Zuhause zu geben. Eineinhalb Jahre. Viel Zeit
zum Nachdenken. Wenig, wenn es darum geht, die
Verantwortung für ein Kinderleben zu übernehmen.
Zeit muss man sich nehmen, sagt Inka Kist. Zeit
für die Entscheidung und Zeit für die Kinder.
"Geduld ist ganz, ganz wichtig."
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16.4.10 Moers
Das Familiengericht Regensburg hat entschieden,
dass die am 30. Dezember 2009 von ihrer
leiblichen Mutter entführte Fatma (2) in der
Großfamilie des leiblichen Vaters in Izmir
bleiben darf. Das Kindswohl Fatmas sei nicht
gefährdet. Die Richterin wies den Antrag der
deutschen Pflegeeltern aus Regensburg auf
„Rückholung“ der Zweijährigen zurück.
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15.4.10
Bundesverfassungsgericht zum Entzug des
Sorgerechts
Enthalten die Entscheidungsgründe eines Urteils,
durch das den Eltern die elterliche Sorge
entzogen wird, weder Aussagen dazu, welche
konkreten Schäden aufgrund des elterlichen
Verhaltens bei dem Kind gegeben oder zu
befürchten sind, noch ob diese ein Ausmaß
erreichen, das eine teilweise Entziehung der
elterlichen Sorge rechtfertigen würde, verletzt
dies die Eltern in ihrem Erziehungsrecht. Allein
die Feststellung, dass „es dem Kindeswohl am
ehesten entspricht“, wenn das Kind nicht bei
seinen Eltern, sondern in einer
Jugendhilfereinrichtung lebt, ist für das
Vorliegen eine nachhaltigen und schwerwiegenden
Kindeswohlgefährdung nicht ausreichend. (BVerfG,
Beschluss vom 29.01.2010, Az. 1 BvR 374/09)
13.4.10
Elternteil kann nicht zu Untersuchung
gezwungen werden.
Das Familiengericht hat bei Gefährdung des
Kindeswohls Maßnahmen zu treffen, die zur
Abwendung der Gefahr erforderlich sind.
Voraussetzung für ein Eingreifen des
Familiengerichts ist eine gegenwärtige, in einem
solchen Maß vorhandene Gefahr, dass sich bei der
weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche
Schädigung des geistigen oder leiblichen Wohls
des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen
lässt. Ein Elternteil kann in diesem Rahmen
mangels einer gesetzlichen Grundlage nicht
gezwungen werden, sich körperlich oder
psychologisch untersuchen zu lassen und zu
diesem Zweck bei einem Sachverständigen zu
erscheinen. Verweigert der Elternteil die
Mitwirkung an der Begutachtung, kann er in
Anwesenheit eines Sachverständigen gerichtlich
angehört und zu diesem Zweck sein persönliches
Erscheinen angeordnet werden.
(BGH,
Beschluss vom 17.02.2010, Az. XII ZB 68/09)
12.4.10 Moers
Die Stadt Moers sucht Pflegeeltern für einen
neun Jahre alten Jungen, der derzeit in Herne
von einer Familie betreut wird. „Wir suchen
außerhalb unserer normalen Pflegestellen, weil
sich aus der Pflegezeit möglichst eine Art
Patenschaft auf Dauer ergeben soll“, erläutert
Mitarbeiterin Sabine Schlicht. „Die Mutter ist
derzeit nicht in der Lage ihren Alltag zu
organisieren und sich um ihren Sohn zu kümmern.
Der regelmäßige Kontakt zur leiblichen Mutter
ist aber sehr wichtig für die Entwicklung des
Kindes. Aus diesem Grund suchen wir eine
Pflegefamilie in der Region“.
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8.4.10 Klare
Ansagen
„Es gibt Dinge, die können die Jungs nicht
entscheiden, gerade, wenn es um ihre berufliche
Zukunft geht,“ sagt die Pflegemutter
Heike Reck-Lohmann. Als ihr
Pflegesohn Kevin dagegen sperrte, nicht zur
Schule gehen wollte und einfach wegblieb, spürte
er schnell, dass mit seinen Pflegeeltern in
dieser Hinsicht nicht gut Kirschen essen ist.
Eine Nacht im Heim in Abstimmung mit dem
zuständigen Kreisjugendamt hat ihm schnell
klargemacht, was er selbst nicht will. In der
Familie hat er seine Freiheiten und eine
Struktur. Dinge, die die meisten nicht kennen.
Darum geht es meistens, auch im Hause
Reck-Lohmann: Ein geregelter Tagesablauf, Schule
,„klare Ansagen“ nennt das seine Pflegemutter.
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7.4.10
Vollrausch im Mutterleib
Babys, deren Mütter in der Schwangerschaft
Alkohol trinken, kommen oft mit Schäden im
Gehirn zur Welt. Bis zu 4000 Kinder sind es
jährlich in Deutschland. "95 Prozent der Kinder,
die zu uns kommen, leben bei Pflegeeltern", sagt
der Kinderarzt Hans-Ludwig Spohr vom
Zentrum für Menschen mit angeborenen
Alkoholschäden der Berliner Charité.
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24.3.10
Liebe auf Zeit mit Hindernissen
Der Umgang mit den Kindern sei nicht immer
leicht, weiß Wolfgang Sucher, der Pflegevater
und Vorsitzender eines Vereins für betroffene
Eltern im Kreis Parchim ist. Er schildert ein
Beispiel: Zwei seiner vier Pflegesöhne wollten
kurzfristig wieder zur leiblichen Mutter - zwei
Tage vor einem bereits bezahlten
Tunesien-Urlaub. Familie Sucher fügte sich und
informierte das Jugendamt. Kein ungewöhnlicher
Fall: Die Kinder seien oft zwischen beiden
Familien hin- und hergerissen, so Thieß: "Die
Pflegeeltern haben eine Menge auszuhalten."
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22.3.10
Nürnberg
Pflegefamilien für Kinder
aus schwierigen Verhältnissen zu finden, ist
schwer. Bei der Fülle an Familien, die bei der
Erziehung ihrer Kinder die Hilfe des Jugendamtes
benötigen (die Zahl stieg 2009 um satte 11,7
Prozent), schlagen in Nürnberg die teuren
Heimunterbringungen mit über 27 Millionen Euro
am stärksten zu Buche. Für Vollzeitpflege fielen
2009 zum Vergleich 4,2 Millionen Euro an.
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19.3.10
Fetales Alkoholsyndrom
Am 17.04. veranstaltet die Ortsgruppe Lindau des
PFAD in Zusammenarbeit mit der
Pflegeelternschule Baden-Württemberg in
Wangen-Neuravensburg eine Fortbildung zum Thema
“Fetales Alkoholsyndrom”. Nähere Informationen
unter 08385 - 92 18 66.
18.3.10
Fachtagung in Mannheim
Die Stadt Mannheim veranstaltet am 23.3.2010 eine Fachtagung zum Thema
“Darf ich Mama zu Dir sagen?”
Kindliche Sicherheit als
Leitlinie fachlichen Handelns – Fremdplatzierung
und Bindung von Kindern in Pflegefamilien.
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17.3.10
Aachen sucht dringend neue
Erziehungsstellen
In Aachen werden dringend
Familien und
Paare gesucht, die pädagogisch oder
psychologisch ausgebildet sind. Geboten
wird eine große Herausforderung über viele
Jahre. Geboten wird aber auch die Chance auf
eine Bereicherung für das eigene Leben. «Maria
im Tann», Zentrum für Kinder-, Jugend- und
Familienhilfe in Aachen, braucht dringend neue
Erziehungsstellen.
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16.3.10
Ein seelischer Supergau
Am 30. Dezember 2009 war die zweijährige Fatma
aus ihrer deutschen Pflegefamilie gerissen und
von der psychisch kranken Mutter zunächst nach
Rumänien gebracht worden. Danach landete die
Kleine in der türkischen Großfamilie ihres
leiblichen Vaters in Izmir. Die Mutter ist
mittlerweile abgetaucht. Der Vater lebt heute
wieder angeblich in Regensburg. Franz Dorner vom
Jugendamt sagt: „Das, was da passiert ist, ist
ein seelischer Supergau, eine Katastrophe, ein
Fiasko.“
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15.3.10
Rentenversicherung in der
Tagespflege
Das Schleswig -
Holsteinische Veraltungsgericht hat am 11.2.2010
der Klage einer Tagespflegeperson stattgegeben,
die gegen den örtlichen Träger der Jugendhilfe
auf Erstattung ihrer Aufwendungen für ihre
Alterssicherung geklagt hatte.
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11.3.10
Fachtag in Bielefeld
Am Samstag, 20. März,
findet im Großen Saal des Neuen Rathauses von
9.30 bis 14.00 Uhr der 1. Bielefelder
Pflegeelterntag statt. Veranstalter sind das
städtische Jugendamt und weitere Träger des
Kommunalen Arbeitskreises Pflegekinder
Bielefeld. Ziele des Pflegeelterntages sind zum
einen die Förderung der Zusammenarbeit von
Pflegeeltern und Fachkräften durch eine
gemeinsame Fortbildung. Zum anderen sollen neue
Pflegeeltern gewonnen werden. Interessierte
zukünftige Pflegeeltern haben somit an dem
Fachtag auch die Möglichkeit, sich umfassend
über das Thema „Pflegekind / Pflegeeltern“ zu
informieren. Potentielle Pflegeeltern können
hierbei mit aktiven Pflegeeltern oder älteren
Pflegekindern ins Gespräch kommen.
10.3.10
München sucht Pflegeeltern mit
Migrationshintergrund
Das Jugendamt München sucht nach Pflegefamilien
mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2008 hatten
58 der 323 in Pflegefamilien untergebrachten
Kinder einen Migrationshintergrund. Das
Jugendamt würde türkischstämmige Kinder gerne in
türkischen Familien unterbringen, bisher haben
sich jedoch noch keine türkischen Familien als
Pflegefamilie zur Verfügung gestellt.
9.3.10
Leverkusen
Sozialhilfedynastien gibt es seit langem. Sie waren
überschaubar. Doch nun kommen immer mehr
einkommens- und sozialschwache Familien in der
Stadt hinzu, die ihre Kinder verwahrlosen lassen
oder misshandeln. Das Jugendamt will mit einem
Konzept Kinder schützen, bevor sie gefährdet
sind.
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8.3.10
Das böse Jugendamt in Oldenburg
„Bild“ berichtet über das Jugendamt Oldenburg,
das offensichtlich ständig unschuldigen Eltern
die Kinder wegnimmt.
(den Wahrheitsgehalt solcher Berichte kann
keiner überprüfen, da es dem Jugendamt aus
Datenschutzgründen untersagt ist, zu den
Vorwürfen Stellung zu beziehen.)
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5.3.10
Katholische Kirche schließt aus
Protest Sozialdienst für Pflegekinder
Der
Oberste Gerichtshof der USA hat keine Einwände
gegen die Öffnung der Ehe für schwul-lesbische
Paare in Washington D.C. Die Öffnung der Ehe für
schwule und lesbische Paare war nicht
unumstritten, als Protest gegen das Gesetz hat
die katholische Kirche eine Drohung wahr gemacht
und einen Sozialdienst für Pflegekinder
geschlossen.
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1.3.10
VG Dresden: Keine Reittherapie für
Pflegekind
Im Hilfeplan hatte ein Jugendamt empfohlen, dass
aufgrund der besonderen
Verhaltensauffälligkeiten eines Pflegekindes,
ihrer erlebten biografischen Erfahrung und der
daraus resultierenden Traumata im Rahmen der
Eingliederungshilfe ein zusätzliches Angebot
unumgänglich sei. Das Kind solle in Form von
Reittherapie lernen, seine Ängstlichkeiten zu
überwinden, den eigenen Körper besser zu
erfühlen und zu beherrschen. Das therapeutische
Reiten sei von großer Bedeutung, da diese Form
des Trainings gerade für solche gehemmten und
verunsicherten Kinder einen geeigneten Rahmen
bilde. Später wollte das Jugendamt jedoch die
Kosten nicht mehr übernehmen.
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23.2.10
Bundesverfassungsgericht
Ein
Antrag auf Aussetzung der Vollziehung einer das
Sorgerecht entziehenden Entscheidung ist
jedenfalls dann zu bejahen, wenn die Herausnahme
der Kinder aus dem elterlichen Haushalt
unmittelbar bevorsteht und damit ein
nachhaltiger Eingriff in das Elternrecht in
Frage steht und das Rechtsmittel Aussicht auf
Erfolg hat. Darüber hinaus sind bei der
Entscheidung, ob die Vollziehung einer
kindschaftsrechtlichen Maßnahme bis zur
Beschwerdeentscheidung auszusetzen ist oder
nicht, stets auch die Folgen für die betroffenen
Kinder zu bedenken. Denn das Kindeswohl ist
grundsätzlich die oberste Richtschnur der im
Bereich des Kindschaftsrechts zu treffenden
Entscheidungen der Instanzgerichte. (BVerfG, Beschluss
vom 19.01.2010, Az. 1 BvR 1941/09)
22.2.10 Mit dem
Herzen einer Mutter
Fünf Töchter und Söhne haben Sabine Fandrey und
ihr Mann großgezogen. Nun geben sie fremden
Kindern aus Problemfamilien ein Zuhause.
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19.2.10
Veranstaltungen in Velbert
20.03.2010 : "Da
kommt was in Bewegung“ – Veränderungen im
Familiensystem durch ein Pflegekind"
24.04.2010 : "Mein Lebensbuch – Biografiearbeit
mit Pflegekindern"
13.11.2010 : "Vom Umgang mit Herkunftsfamilien-
Pflegekinder dürfen 2x Eltern haben"
Nähere Informationen unter 02051-
26246.
18.2.10
Aktuelle Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts
Ein
dreijähriges Kind kann vorläufig bis zur
abschließenden verfassungsmäßigen Überprüfung
seiner Herausgabe an seine leiblichen Eltern, zu
denen er keine Bindungen hat, in seiner
Pflegefamilie bleiben. Dies gilt insbesondere
dann, wenn durch Versagung des Erlasses einer
einstweiligen Anordnung eine erhebliche
Kindeswohlbeeinträchtigung durch mehrfache
Ortswechsel droht. (BVerfG,
Beschluss vom 13.01.2010)
17.2.10
Der Nachwuchs fehlt
161 Kinder aus Wilhelmshaven
leben zurzeit in 135 Pflegefamilien. Um Kinder
nicht auf Wartelisten setzen zu müssen, braucht
das Jugendamt mindestens 15 neue Pflegefamilien.
Das Problem ist: Der Nachwuchs an jungen
Pflegefamilien fehlt.
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15.2.10
Eine ganz normale Familie
Wenn man Kevin bittet, von seiner Familie zu
erzählen, muss er erst einen Moment über
Berichtenswertes nachdenken - eigentlich ist
doch bei ihnen alles ganz gewöhnlich. Bis vor
Kurzem hat der 20-Jährige zusammen mit seinen
Eltern und drei Geschwistern in einem Haus mit
Garten gelebt. Aber es gibt doch etwas
Besonderes daran: Kevin ist mit keinem von ihnen
verwandt, „Mama“ und „Papa“ sind seine
Pflegeeltern.
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12.2.10
Eltern müssen auch auch mit
Geschwisterkindergeld an Kosten beteiligen
Kindergeld zählt nach dem Sozialrecht zum
Elterneinkommen und muss zur Unterbringung eines
Kindes in eine Pflegefamilie oder ein Heim
eingesetzt werden. Dabei ist es unerheblich, ob
das Kindergeld für das betroffene Kind gezahlt
wird oder für ein anderes. (VGH
Baden-Württemberg, Urteile v. 16.12.2009, 12 S
1550/07, 12 S 1603/07 und 12 S 567/08)
10.2.10
Erfrierungen der Seele
Mit dem Thema „Lange Schatten früher und später
Traumatisierungen“ beschäftigte sich eine
internationale Forschungskonferenz in Frankfurt.
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8.2.10
Gießen
Kinder erleben in ihren
Familien Gewalt oder Vernachlässigung in einem
solchen Ausmaß, dass das Jugendamt sie sofort in
Obhut nehmen muss. Dann stellt sich die Frage:
Wo kann man die Kleinen unterbringen? Ein Baby
in Gießen, für das sich im Dezember keine
Unterbringungsmöglichkeit finden ließ, musste
vier Wochen im Krankenhaus bleiben, bis endlich
eine Pflegefamilie es aufnehmen konnte.
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5.2.10
Mecklenburg-Vorpommern
Kinder aus sozial schwachen Familien sind am
häufigsten von Verwahrlosung betroffen. Gut 80
Prozent der 2850 Kinder und Jugendlichen im
Land, die Ende 2008 in einem Kinderheim, einer
betreuten Wohngruppe oder einer Pflegefamilie
lebten, stammten aus Familien, die Hartz IV oder
Sozialhilfe bezogen. Als häufigste Ursachen für
die Erziehung außerhalb der eigenen Familie
nannte das Statistische Amt am Donnerstag in
Schwerin mangelnde Erziehungskompetenz der
Eltern, unzureichende Versorgung des Kindes und
Gefährdung des Kindeswohls. 1996 lebten den
Angaben zufolge 1264 Kinder bei Pflegeeltern,
Ende 2008 waren es 1282. Die Zahlen für 2009
liegen noch nicht vor.
4.2.10
Urteil: Kindergeld zählt zum Einkommen
der Eltern
Eltern müssen sich auch mit dem Kindergeld an
den Kosten für die Unterbringung eines Kindes in
einer Pflegefamilie oder einem Heim beteiligen.
Die Behörden dürfen das Kindergeld als Einkommen
der Eltern anrechnen. Das hat der
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in
Mannheim entschieden. Dabei sei es unerheblich,
ob das Kindergeld für das betroffene Kind
gezahlt werde oder für ein anderes. In drei
kürzlich vom VGH entschiedenen Fällen hatten
alleinverdienende Väter geklagt, sie sahen ihre
Belastungsgrenze überschritten. Die Urteile sind
nicht rechtskräftig, der VGH hat die Revision
zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.
3.2.10
Namensnennung von Jugendamts-Mitarbeiter
In einem Bericht über eine Streitigkeit mit dem
Jugendamt verbreitete der betroffene Elternteil
Texte und Presseberichte unter Namensnennung des
zuständigen Funktionsträgers öffentlich im
Internet. Das Gericht erachtete dies als
unzulässig. Die Meinungsfreiheit besteht
grundsätzlich nur solange als nicht Rechte
anderer verletzt werden oder gegen die
verfassungsmäßige Ordnung verstoßen wird. An
einer Namensnennung des tätig gewordenen
Mitarbeiters des Jugendamts im Rahmen einer
Sorgerechtsstreitigkeit besteht jedoch insoweit
kein öffentliches Interesse. Die Nennung des
Namens ist daher unzulässig.
(LG München, Urteil vom 19.11.2009 - Az. 35 O
9639/09)
2.2.10
Pflegeoma
Karin Galle ist offiziell von Amts wegen
"Pflegeoma" ihres Enkels Florian. Beide bilden
seit zweieinhalb Jahren in Hohenschönhausen eine
kleine Familie. Sie scheinen ein Herz und eine
Seele zu sein.
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29.1.10
NRW: Jugendämter holten 9347 Kinder aus
ihren Familien
Die Zahl der Kinder und
Jugendlichen, die zum Schutz vor
Vernachlässigung oder Misshandlung von ihren
Eltern getrennt wurden, hat 2008 einen
Höchststand erreicht. In Nordrhein – Westfalen
griffen die Jugendämter in 9347 Fällen ein – das
ist im Vergleich zu 2005 eine Steigerung um 17,7
Prozent.
28.1.10
Aktuelle Entscheidung VG Ansbach
In einem aktuellen Fall,
den das VG Ansbach zu entscheiden hatte, ging es
um eine beantragte Maßnahme, die wegen fehlender
bzw. nicht positiv festgestellter Eignung der
Pflegefamilie abgelehnt wurde. Die bisherige
Pflegemutter hatte den ehelichen Haushalt
verlassen und war mit einem neuen Partner
zusammengezogen, der seinerseits
Trennungskonflikte noch aufzuarbeiten hatte. Die
Entscheidung des Gerichts im vollständigen
Wortlaut hier auf pflegekinderinfo.de.
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27.1.10
Neuer Anlauf für Kinderschutzgesetz
Bundesfamilienministerin Köhler
will ein neues Kinderschutzgesetz auf den Weg
bringen. So sollen Mediziner ihre Erkenntnisse
über Misshandlungen künftig melden dürfen. Auch
sind flächendeckende Hilfen für potenziell
überforderte Familien angedacht.
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26.1.10
Pflegekind sollte aus dem Unterricht ins
Heim gebracht werden
In Oberhausen sollte ein
Neunjähriger während des Schulbetriebs von einer
Sozialarbeiterin der Diakonie Mülheim sowie
einem Vormund und Vertreter des Duisburger
Jugendamtes abgeholt und in ein Heim gebracht
werden. Klassenkameraden und Lehrer stellten
sich hinter ihn.
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Heute entscheidet in dieser Sache das
Familiengericht.
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25.1.10
Aktuelle Entscheidung des
Oberlandesgerichts Celle
In einer aktuellen Entscheidung beschäftigt sich
das Oberlandesgericht Celle mit dem Sorge- und
Umgangsrecht für ein Pflegekind. Die
Entscheidung des Gerichts im vollständigen
Wortlaut hier auf pflegekinderinfo.de.
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22.1.10
Wien
In Wien warten rund
100 Adoptiveltern auf ein Baby – Pflegefamilien gibt
es aber nur eine Handvoll.
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20.1.10
Herausgabe an die leiblichen Eltern
Das OLG Hamm hat mit Beschluss vom 21.10.2009 (FamRZ
2010,40) festgestellt, dass ein Kind von den
Pflegeeltern auch dann an die leiblichen Eltern
herauszugeben ist, wenn hierdurch eine
psychische Belastung für das Kind nicht
auszuschließen ist. In der Zeitschrift für
Familienrecht kritisiert Stefan Heilmann diese
Entscheidung und bemängelt, dass das OLG Hamm
die hohe Bedeutung des Kindeswohls teilweise
verkannt hat. Dr.Stefan Heilmann , FamRZ 2010,
41-43
18.1.10
Unfallversicherung
Laut Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst
und Wohlfahrtspflege ist Pflegeelternschaft
„familienorientierte Erwerbsarbeit“. Demnach
müssten die Pflegeeltern unfallversichert
werden. Kosten: 120 Euro pro Person und Jahr.
Aber die die Versicherung ist nur für Familien
der Bereitschaftspflege gedacht, die im Notfall
schnell und vorübergehend Kinder aufnehmen. Und
besonders kurios: Die Versicherung soll nur in
Schadensfällen einspringen, die ausschließlich
im Umgang mit dem Pflegekind passieren. Man
könnte sich folgenden Fall vorstellen: Die
Mutter brät ein Spiegelei für ihr Pflegekind und
verbrüht sich dabei die Hand. Dann zahlt die
Versicherung. Ist das Mittagessen jedoch für die
ganze Familie geplant, dann zahlt die
Versicherung nicht.
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18.1.10
Gewisse innere Distanz
Zum Selbstschutz raten Fachleute den
Pflegefamilien, eine gewisse innere Distanz zu
den Kindern zu behalten. "Aber das klappt bei
mir drei Tage lang, und dann ist es doch
passiert, und ich habe sie so lieb, dass ich sie
nicht wieder hergeben möchte," sagt eine
Pflegemutter.
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14.1.10
Schweiz
Im Kanton St. Galen werden
die Pflegegeldrichtlinien
den heutigen finanziellen Verhältnissen angepasst. Die
Abgeltung der Aufwendungen von Tages- und
Pflegeeltern und die Anerkennung ihrer
Betreuungsleistung werden damit verbessert. Das
Pflegegeld muss von den leiblichen Eltern
sichergestellt werden. Sind sie dazu nicht oder
nur teilweise in der Lage, kommen andere
Finanzierungsmöglichkeiten wie Kinderzulagen,
Sozialversicherungsrenten, Sozialhilfebeiträge
und ähnliche für den Unterhalt des Kindes
bestimmte Leistungen in Frage. Die
aktualisierten Pflegegeldrichtlinien sind im
Internet unter www.soziales.sg.ch Stichwort «
Kinder und Jugendliche» einsehbar.
12.1.10
Ratgeber Auslandsadoption (3.Auflage)
Ab sofort überall im Handel: Die dritte Auflage
des “Ratgeber Auslandsadoption“. Mittlerweile
ist er auf 288 Seiten angewachsen und enthält
mehr Informationen denn je. Von den aktuellen
Adoptionsmöglichkeiten in über 100 Ländern bis
zur Verpflichtung der Landesjugendämter zur
Adoptionsvermittlung. Das Buch behandelt unter
anderem die Frage, ob man ohne Eignungsbericht
adoptieren kann, was man bei der Anerkennung der
Adoption beachten muss und weshalb es manchmal
möglich ist, ein Kind aus dem Ausland in
Deutschland zu adoptieren, obwohl das
Herkunftsland des Kindes die Adoption verbietet.
Und wie gewohnt geht es natürlich auch um
Erziehungsfragen, Ratschlägen bei medizinischen
Problemen und vielem mehr.
hier bestellen bei Amazon
11.1.10
Statistik
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts begann für
32 000 junge Menschen im Jahr 2008 eine Heimerziehung
oder sonstige betreute Wohnform. In 60% der Fälle
bezogen deren Familien oder sie selbst
Transferleistungen. Von den 14 500 jungen Menschen, die
in Pflegefamilien neu aufgenommen wurden, erhielten die
jungen Menschen selbst oder deren Eltern in 75% der
Fälle Transferleistungen. Insgesamt begann im Jahr 2008
für 502 000 junge Menschen eine erzieherische Hilfe.
Unter den Kindern, für die eine Vollzeitpflege begonnen
hat, waren die unter einjährigen mit 14% am häufigsten
vertreten. In diesen Fällen war die Gefährdung des
Kindeswohls der meistgenannte Hauptgrund. Knapp die
Hälfte der Kinder, die in einer Pflegefamilie
aufgenommen wurden, war noch nicht im schulpflichtigen
Alter. Insgesamt ging mit zunehmendem Alter der Kinder
die Inanspruchnahme der Vollzeitpflege zurück.
Gut jeder fünfte junge Mensch (21%), dem eine
Vollzeitpflege neu gewährt wurde, verfügte über einen
Migrationshintergrund.
11.1.10
Endlich angekommen
Wie alles angefangen hat zwischen ihm und seinen
Pflegeeltern, daran kann sich Kjell Groote nicht
erinnern. Fünf Jahre war er damals alt - und hatte
genauso viele Pflegefamilien hinter sich. Abschiede und
Neuanfänge standen für den heute 18-Jährigen auf der
Tagesordnung. Und immer wieder keimte die Hoffnung auf,
dass es mit den leiblichen Eltern funktioniert. Immer
holte die Mutter ihr Kind aus einer Pflegefamilie - und
immer wieder scheiterte sie, Suchtprobleme machten den
Alltag mit Kind unmöglich. Um den Jungen kennen zu
lernen, fuhren Monika und Peter Klein rund 1 200
Kilometer in einem Monat. Sie besuchten alle fünf
Pflegefamilien, fragten nach, wie es dort lief, trafen
seine leiblichen Eltern und ihn. Als er bei ihnen
einzog, war allen klar: Es ist ein Versuch. Zu oft war
das Kind enttäuscht worden, zu oft mal da, mal dort
gewesen, um sich an eine neue Pflegefamilie zu binden.
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7.1.10
Pflegeeltern 2010 dringend gesucht
Aus
unterschiedlichen Gründen kommt es immer wieder vor,
dass Kinder bei ihren Eltern nicht so versorgt und
gefördert werden, wie es nötig ist. In einer passenden
Pflegefamilie haben Kinder die Chance, sich gut zu
entwickeln.
Geborgenheit, Wärme, Zuwendung, Förderung: Kinder sind
auf vieles angewiesen, um glücklich aufwachsen zu
können. Gut, wenn sie Eltern und eine Familie haben, wo
sie all das in ausreichendem Maß erfahren. Leider ist
das nicht immer so. Daher können sie zeitweise oder auf
Dauer nicht mehr dort leben und sind darauf angewiesen,
dass andere Menschen für sie da sind. Vor einer
möglichen Unterbringung in einem Heim wird dann -
besonders wenn die Kinder noch klein oder sogar noch
Babys sind - geprüft, ob eine Pflegefamilie bereit wäre,
sie aufzunehmen.
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5.1.10
Radio Bremen
Bei den Nitschkes ist immer was los: Mit Eltern, vier
Kindern und Hund kommt reichlich Leben ins Haus. Man
versteht sich, man streitet sich, eigentlich ist hier
alles wie woanders auch. Doch der Weg zur "normalen
Familie" war für die Nitschkes und ihren Anhang nicht
leicht: Alle Kinder sind Pflegekinder aus schwierigen
Verhältnissen. Radio Bremen war bei der Familie zu Gast
und hat einen Beitrag ins Internet gestellt.
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4.1.10
Bundesverwaltungsgericht zum Outsourcen
von Leistungen
Träger der öffentlichen Jugendhilfe können
grundsätzlich die Durchführung der ihrer
Zuständigkeit unterliegenden Beratung und
Unterstützung der Pflegeperson im Wege der
Auslagerung von Dienstleistungen (Outsourcing)
auf Träger der freien Jugendhilfe übertragen.
Aufgewendete Kosten sind dabei die Ausgaben
eines Trägers der öffentlichen Jugendhilfe, die
eindeutig abgrenzbar einer bestimmten
Jugendhilfemaßnahme individuell konkret
zugeordnet werden können. Zu diesen Kosten
gehört auch das aufgrund einer Vereinbarung an
einen Träger der freien Jugendhilfe für die
Durchführung der Beratung und Unterstützung der
Pflegeperson zu zahlende Entgelt. Dabei steht
die Vereinbarung eines Pauschalbetrages der
individuellen Zuordbarkeit und damit der
Erstattungsfähigkeit nicht grundsätzlich
entgegen. (BVerwG, Urteil vom 22.10.2009, Az. 5
C 16.08)
21.12.09
Pflegekinder entwickeln sich besser
Wer in einem Kinderheim aufwächst, startet mit vielen
Nachteilen ins Leben. Diesen Verdacht belegt jetzt eine
Forschergruppe um den Neurowissenschaftler Charles
A. Nelson von der Harvard Medical School. Ihr
einzigartiges Feldexperiment in Rumänien zeigt: Je
früher Heimkinder in Pflegefamilien vermittelt werden,
desto größer die Chance, kognitive und emotionale
Rückstände aufzuholen. Darüber berichtet das Magazin
Gehirn und Geist in der Ausgabe Januar/Februar 2010
15.12.09
Selbstlos und liebevoll
Pflegeeltern zu sein bedeutet nicht nur, Kinder
aufzubewahren, sagt Karin Meixner aus Schernberg. Sie
und ihr Mann Joachim sind seit fünf Jahren. "Wir sind
einfach nur Pflegeeltern, die da sind, wenn wir
gebraucht werden", sagte Karin Meixner stellvertretend
für alle Pflegefamilien. Zugleich räumte sie mit dem
Vorurteil auf, mit der Pflege könne man Geld verdienen:
Bei 25 Euro Pflegegeld am Tag und einer
24-Stunden-Arbeit sei das praktisch ein 1-Euro-Job. Und
dann müsse das Kind ja auch versorgt werden.
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14.12.09
Ein Zuhause für Andre
André liebt Manina
Olschewski. Und sie ihn. Das ist zu sehen. Die
42-Jährige ist seit fünf Jahren seine zweite Mama, sie
ist Pflegemutter und Vormund. Ihre Tochter war 15 Jahre,
als André die Familie vergrößerte. Seine leibliche
Mutter lebt im Ausland und sieht den Sohn selten. Aber
dass sie sich treffen, ist allen wichtig.
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9.12.09
Finanzgericht:
Pauschale von 1350 DM pro Pflegekind ist
nicht überhöht
Bei
der Gewährung einer Pauschale von 1350 DM pro Pflegekind
und Monat ist davon auszugehen, dass dies den
tatsächlichen Aufwand widerspiegelt und einen
detaillierten Kostennachweis im Rahmen der
Einkommensteuer entbehrlich macht. Ein solcher
Kostennachweis ist grundsätzlich nur dann erforderlich,
wenn die Pauschale offensichtlich überhöht ist.
(FG Saarland, Urteil vom 09.07.2009, Az. 1 K 1312/04)
8.12.09
Jedes dritte Pflegekind schafft Weg zurück in die
Familie
Dezernatsleiter Günter Weber vom Landratsamt Alb-Donau:
´Momentan leben im Alb-Donau-Kreis 59 Kinder in
Pflegefamilien. Die Pflegeeltern erhalten für ihre
Betreuung ein vom Alter des Pflegekinds anhängiges
Pflegegeld zwischen 723 Euro und 878 Euro. Ziel der
Kinderbetreuung in Pflegefamilien ist es, die Kinder
wieder zurück in ihre eigenen Familien zu bringen. Das
gelingt aber nur in etwa einem Drittel der Fälle.`
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7.12.09
Ehrenamtliche Erziehungshelfer
Die Familie hat heute viele Gesichter. Die traditionelle
Kernfamilie wird durch vielfältige Formen des
Zusammenlebens abgelöst. Die Folge: Erziehungsprobleme
nehmen zu, mit allen Folgen. Seit Jahren steigen im
Kreis die Kosten für die Jugendhilfe. Eine Ursache sind
total überforderte Eltern. Um diese zu unterstützen,
will das Jugendamt neue Wege gehen und den Eltern
„ehrenamtliche Erziehungshelfer“ zur Seite stellen.
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4.12.09
Frühe Therapie für gewaltbelastete Kinder
Kinder, die zu Hause Gewalt miterleben, sollen künftig
früher therapeutisch behandelt werden. Das soll
verhindern, dass sie selber auffällig oder gewalttätig
werden. Rund 150 Experten aus ganz Deutschland
diskutieren seit Donnerstag in Stuttgart, wie solche
Therapien aussehen könnten.
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3.12.09
Steiermark: Soziale Absicherung für Pflegeeltern kommt
2010
Der Mangel an Pflegeltern
wird in der Steiermark zu einem immer größeren Problem.
Hauptgrund dafür ist das Fehlen jeglicher sozialer
Absicherung. Jetzt wurde im zuständigen Ausschuss
einstimmig beschlossen, die Möglichkeit der Anstellung
für Pflegeeltern nach dem BAGS-Kollektivvertrag
Berufsvereinigung der Arbeitgeber für Gesundheits- und
Sozialberufe) zu schaffen.
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2.12.09
Pflegefamilien dringend gesucht
Mit einer breit angelegten
Kampagne sucht das Jugendamt des Kreises Plön neue
Pflegefamilien.
Amtsleiter Anselm Brößkamp: "Oft bleibt uns nichts
anderes übrig, als Kinder erst einmal aus ihren eigenen
Familien herauszunehmen". Manchmal seien Jugendheime
eine geeignete Hilfe für die Kinder, manchmal aber
brauche man auch Pflegefamilien, die den Kindern eine
Zeit lang ein neues Zuhause geben. Und daran mangele es
zurzeit im Kreis Plön.
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1.12.09
Vortrag für Adoptiv- und Pflegeeltern
Was tun, wenn Kinder auffälliges Verhalten zeigen? Wo
können Ursachen liegen? Der Erziehungswissenschaftler
Dr. Eberhard Krüger gibt besonders Adoptiv- und
Pflegeeltern Hinweise, den Anlass von Störungen zu
verstehen, um Handlungsalternativen zu entwickeln. Der
Vortrag am Dienstag, 8. Dezember, beginnt um 20 Uhr in
den Stadtwerken am Hafenplatz 1.
30.11.09
"Es war schlimm"
An den kleinen Michael
können Renate Bux und Hubert Cremer sich noch gut
erinnern. Als der Junge zu den Bereitschaftspflegeeltern
des Dürener Kinderheims kam, war er zwei Jahre alt,
unterernährt und verwahrlost. Alle Zähne des Jungen
waren verfault, weil er bei seinen Eltern nur gesüßte
Getränke bekommen hat. „Das Kind hat überhaupt keine
feste Nahrung gekannt“, erinnert sich Renate Bux. „Ich
musste anfangs alle Speisen pürieren.“ Zudem hatte der
Junge ein riesiges Bedürfnis nach Schlaf. „Der hat 15
bis 18 Stunden am Tag geschlafen“, so Hubert Cremer. „Es
war schlimm.“
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25.11.09
Pflegekinder in Russland
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über verlassene Kinder in Russland: "Heute
bekommt eine Pflegefamilie für Ernährung und Kleidung
eines Pflegekindes fast so viel wie ein Handwerker Lohn.
Natürlich ist die Gefahr groß, dass jemand nur etwas
verdienen will"
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24.11.09: Ab
Januar im Handel: ´Ratgeber Auslandsadoption`,
3. Auflage
Unter welchen Voraussetzungen kann man
seit April 2009 in Ruanda ein Kind adoptieren?
Wie lange wartet man in Kolumbien auf ein Kind?
Wie viele Kinder wurden in den letzten Jahren
aus Indien ins Ausland vermittelt? Warum durfte
Madonna in Malawi adoptieren?
Diese und viele andere Fragen
beantworten wir in der 3. Auflage unseres
´Ratgeber Auslandsadoption`. Nach dem großen
Erfolg der letzten Auflagen haben wir den
Ratgeber völlig überarbeitet und nochmals
erweitert. Von der Eignungsüberprüfung über die
aktuellen Adoptionsmöglichkeiten in 105 Ländern
bis hin zu Erziehungstipps erhält der
Ratgeber alles, was für die Adoption im Ausland
unverzichtbar ist.
TiVan Verlag
ISBN: 9783980866064
Seiten: 288
Preis: 29,50 Euro
Vorbestellen in jeder
Buchhandlung oder hier
23.11.09
Sorgerecht
Eltern von Pflegekindern haben es oft nicht leicht, vor allem was die
rechtliche Vertretung der Kinder angeht. Dabei sind
ihnen meist die Hände gebunden, wenn sie nicht das volle
Sorgerecht besitzen. Dieses zu erlangen, so weiß Marja
Schoenmaker Ruhl, ist meist langwierig und mit vielen
gesetzlichen Hürden behaftet.
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20.11.09
Türkische Pflegekinder
Die Vorsitzende der Kinderkommission
des Deutschen Bundestages, Ekin Deligöz (Grüne),
empfiehlt den türkischstämmigen Bürgern in Deutschland
Pflegekinder aufzunehmen. In einem Interview mit der
ZAMAN sagte Deligöz, dass sich noch sehr wenige
türkische Familien für ein Pflegekind entscheiden. Das
sei bedauernswert.
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19.11.09
Bindungen
Der Münchener Pädiater Karl Heinz
Brisch schätzt, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller
Kinder in Deutschland eine sichere Bindung mit auf den
Weg bekommen. Dreißig Prozent müssen sich mit einer
unsicheren und knapp zehn Prozent mit einer
desorganisierten abfinden - Letzteres bereits "der
Beginn von Psychopathologie".
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18.11.09
Die Hölle auf Erden
Vor einer Woche wurde eine
28-jährige Pflegemutter wegen Misshandlung ihrer
Pflegetochter verurteilt (wir berichteten). Die SZ
berichtet nun in einem erschütternden Bericht, was das
Kind alles ertragen musste.
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17.11.09
Warum schicken die mich immer weg?
Zwölf Jahre in Pflege, sechs
Jahre unter Vormundschaft, seit drei Jahren arbeitslos.
Oft zermarterte sich Robert K. den Kopf und fragte
sich:"Warum schicken die mich immer weg?"
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16.11.09
Wien: Gute Erfahrungen mit homosexuellen Pflegeltern
Die Erfahrungen mit den
gleichgeschlechtlichen Ersatzeltern seien "genauso wie
mit heterosexuellen Personen".
Insgesamt 23 lesbische und schwule Paare haben seit 2002
an den von der Stadt Wien angebotenen Seminaren für
künftige Pflegeeltern teilgenommen. 71 homo- und
heterosexuelle Paare sowie Einzelpersonen haben allein
2008 einen solchen Kurs absolviert. Martina Reichl-Roßbacher,
Leiterin des Referats für Pflege- und Adoptivkinder der
Stadt Wien, spricht von "großem Interesse" an den
Pflegeelternschaften für Homosexuelle, die es
österreichweit nur in Wien gibt.
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12.11.09
Pflegemutter verurteilt
Eine 28-jährige Pflegemutter ist
wegen Misshandlung ihrer kleinen Pflegetochter am
Mittwoch vom Ravensburger Landgericht zu einer
Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt
worden.
Die Richter hatten keinen Zweifel, «dass das Kind die
Hölle erlebt hat und kolossale Schmerzen erdulden
musste», wie es in der Urteilsbegründung hieß. Die Frau
aus Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) und ihr 34-jährige
Ehemann hatten die Vorwürfe bestritten. Die Kleine war
im Frühjahr 2008 mit Knochenbrüchen und Hämatomen ins
Krankenhaus gebracht worden war.
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11.11.09
Riesige Lebens-Hypothek
Als Maurice mit seiner Klasse einen
Ausflug machte, kam sein ganzes Dilemma zum Ausdruck.
Der Achtjährige stank. So sehr, dass keiner neben ihm
lange im Bus sitzen wollte. An einem Rastplatz nahm die
Lehrerin Maurice vor dem Waschraum zur Seite, forderte
ihn auf, sich zu Hause doch mal zu duschen und die Haare
zu waschen. Maurice ging zum Waschbecken, drehte den
kalten Hahn auf, fuhr sich über den Kopf und fragte:
„Ist das so richtig?” Der Sohn einer drogenabhängigen,
allein erziehenden Mutter hat im Laufe seines Lebens
nicht gelernt, wie man sich die Haare wäscht - nur ein
Teil einer riesigen Hypothek, mit der Maurice aus dem
Ruhrgebiet ins Leben startet. Und er ist längst nicht
der einzige, der so aufwächst.
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10.11.09
Frühe Prägung
Wird ein Baby längere Zeit von der Mutter getrennt,
brennt sich diese Erfahrung in sein Erbgut - und kann
Jahrzehnte später krank machen. Münchner Forscher
konnten dies erstmals aufzeigen.
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9.11.09
München: Kosten für Jugendhilfe steigen dramatisch
In München nähern sich
die Ausgaben für Jugendhilfe der 200-Millionen-Grenze.
2008 waren es nur 167 Millionen Euro. Jetzt denkt die
Stadt über Kürzungsmöglichkeiten nach.
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6.11.09
Jugendämter werben um muslimische Pflegeeltern
Kinder aus Familien mit
Migrationshintergrund sollten in Krisensituationen bei
Pflegefamilien untergebracht werden, die selbst aus
diesem Kulturbereich stammen. Dadurch sei für das Kind
mit der Trennung von Herkunftsfamilie eine
„Vertrautheit“ im Kulturbereich gegeben. Die
Pflegekinderdienste Mönchengladbach und Hamm bemühen
sich deshalb, vermehrt Pflegefamilien mit
Zuwanderungsgeschichte zu finden.
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4.11.09
Entziehung der elterlichen Sorge
"Voraussetzung der Entziehung der
elterlichen Sorge § 1666 BGB wegen Kindeswohlgefährdung
ist ein bereits eingetretener Schaden oder eine
gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr,
dass sich bei seiner weiteren Entwicklung eine
erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit
voraussehen lässt.
Eine auf § 1666 BGB gestützte Anordnung, dass sich ein
Elternteil zur Abwendung einer Gefährdung seines Kindes
einer psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen
habe, verletzt das allgemeine Persönlichkeitsrecht des
betroffen Elternteils, weil weder § 1666 BGB noch eine
andere Vorschrift eine gesetzliche Grundlage dafür
bietet. Denn § 1666 BGB gestattet nur - in einer solchen
Konstellation allerdings denkbare - Eingriffe in das
Sorgerecht des betroffenen Elternteils; die
Therapieauflage betrifft indessen nicht das
sorgerechtliche Band, das ihn mit seinem Kind verbindet."
(Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken
1. Senat für Familiensachen vom 19.10.2009, Az.: 6 UF
48/09)
3.11.09
Erfahrungsaustausch für Pflegeeltern
Der Fachservice Pflegefamilie der Evangelischen Familien-Bildungsstätte
Wetterau lädt Pflegeeltern,die bereits ein Kind in
Pflege haben, nach Friedberg, Kaiserstr.167 am Mi., den
18.11.09 ab 20 Uhr ein. Die Themen dieser monatlichen
Abende sind in der Regel die aktuellen Fragen und
Probleme der Teilnehmenden.
2.11.09
Pflegeeltern, die die Welt nicht braucht
Wegen unterlassener Hilfeleistung müssen sich
Pflegeeltern vor dem Landgericht Konstanz verantworten.
Sie ließen ihre 16-jährige Tochter, die bei einem
Suizidversuch 40 Tabletten genommen hatte und völlig
benommen war, putzen - statt sie zum Arzt zu schicken.
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29.10.09
In Bulgarien sollen Heimkinder in Pflegefamilien
vermittelt werden
Die Heime in Bulgarien sind zu groß
und zu überfüllt. Vor allem, wenn man sie mit den
Verhältnissen in westeuropäischen Kinderheimen
vergleicht. Bulgarien hat fast 7,5 Millionen Einwohner,
davon 7.300 Kinder, die ohne Familie leben. Sie wachsen
in Kinderheimen auf, ohne je die Wärme einer familiären
Atmosphäre gespürt zu haben. Um das zu ändern, sollen
Kinder künftig bei Pflegefamilien aufwachsen.
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29.10.09
Förderung für 99.000 Kinder in Tagespflege
Im März 2009 haben in Deutschland die Eltern von rund 99 000 Kindern das
Angebot der öffentlich geförderten Kindertagespflege als
Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in
Anspruch genommen. Wie das Statistische Bundesamt
mitteilt, stieg somit die Zahl der betreuten Kinder
gegenüber dem Vorjahr um 13 000 beziehungsweise 15% an.
Den höchsten Anstieg gab es in der Altersgruppe der
unter 3-Jährigen. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem
Vorjahr um 9 800 beziehungsweise 19% erhöht. Insgesamt
waren 61 000 der rund 99 000 in Kindertagespflege
betreuten Kinder (62%) jünger als drei Jahre alt.
Betreut wurden die 99 000 Kinder von rund 38 700
Tagesmüttern oder Tagesvätern, 2 300 mehr als im Jahr
zuvor (+ 6%).
27.10.09
"Ich würde es immer wieder machen!"
Seit 25 Jahren kümmert sich
Berutha Hartmann liebevoll nicht nur um ihre eigenen
drei Kinder, sondern auch immer wieder um Pflegekinder.
Ihre erste Betreuung endete nicht glücklich. Trotzdem
ist sie beharrlich dabei geblieben.
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26.10.09
Der Trend geht steil nach oben
Überforderte Eltern, Vernachlässigung,
Misshandlung und sexuelle Gewalt sind die häufigsten
Gründe, weshalb ein Jugendamt Kinder und Jugendliche in
Obhut nehmen muss. "Dabei geht der Trend eindeutig steil
nach oben", beurteilt ein Landrat die bedrückende
Situation.
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23.10.09
Langzeitstudie: Prügel schlägt bei Kindern auf die
Intelligenz
Eine US-Studie mit 1500 Kindern
liefert traurige Ergebnisse: Kinder, die von ihren
Eltern geschlagen werden, leiden ein ganzes Leben unter
den Folgen – sie entwickeln sich langsamer und haben
einen niedrigeren Intelligenzquotienten als ihre
Altersgenossen. Ursache des Phänomens sind Stress- und
Angsterlebnisse.
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22.10.09
Ingolstadt
Der Pflegekinderdienst Ingolstadt sucht dringend Eltern
für Kinder, die vorübergehend oder auf Dauer
untergebracht werden müssen. Wer sich dafür
interessiert, kann sich am Freitag, 23. Oktober, darüber
informieren. An diesem Tag gibt es einen Infostand im
Westpark, Eingang A.
21.10.09
Pflegemutter im Visier
Im Prozess um die Misshandlung der kleinen Vivian
deutete immer mehr darauf hin, dass die 28-jährige
Pflegemutter als Haupttäterin in Betracht kommt. Das
Verfahren gegen ihren Mann wird wohl gegen eine
Geldauflage
eingestellt.
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20.10.09
Bei manchen klappt's, bei anderen nicht
Für
Familie Meilutat aus Falkensee hat sich der Wunsch nach
einem Pflegekind erfüllt. Die Wildes aus Schönwalde
haben aufgegeben
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19.10.09
"Genießen jeden Tag mit unserem Pflegekind"
Seit
mehr als sieben Jahren lebt die schwerbehinderte Hannah
in einer Pflegefamilie, Und alle sind sehr glücklich
darüber.
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15.10.09
Mc Pomm
Die
Projektgruppe Strukturanalyse Fremdunterbringung` hat
einen Zwischenbericht zur Situation von Pflegekindern im
Bundesland Mecklenburg Vorpommern vorgelegt.
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14.10.09
Geldleistungen des Jugendamts
Geldleistungen
des Jugendamtes zur Erziehung eines Pflegekindes können
von den Pflegeeltern nicht für den eigenen
Lebensunterhalt verbraucht werden und sind deshalb der
Beitragsbemessung für die Beiträge zur Kranken- und
Pflegeversicherung nicht zugrunde zu legen. Denn würden
diese Leistungen ganz oder teilweise als Einnahmen und
Geldmittel der Pflegeperson behandelt, die für deren
Lebensunterhalt verbraucht werden könnten, stünden sie
dem Pflegekind nicht mehr ungeschmälert zur Verfügung
und würden damit dessen notwendigen Unterhalt beeinträchtigen.
(LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 07.09.2009, Az. L
24 KR 173/09 B ER)
13.10.09
Ein Zuhause auf Zeit
Pflegefamilien
werden dringend gesucht. Sonja und Sascha Stahl
berichten über ihre Erfahrungen als Pflegeeltern.
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12.10.09
"Ich will meine Kinder zurück"
Angela
Holzinger aus Wünsdorf ist Mutter von sechs Kindern und
alleinerziehend. Die heute 44-Jährige erkrankte Ende
2006 an Krebs, ein Unterschenkel musste ihr amputiert
werden.„Die Ärzte sagten mir, dass es eine
langwierige Therapie wird“, deshalb ging sie
freiwillig zum Jugendamt des Kreises und bat um
Unterstützung für ihre jüngeren Kinder. Für Gianni
(10) und Bonnie (12) wurde eine Pflegefamilie gefunden.
Auch Nesthäkchen Shelly kam schließlich zu
Pflegeeltern. Nun ist Angela Holzinger wieder gesund -
doch ihr Kinder bekommt sie nicht zurück.
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7.10.09
Wohnungskosten
Nimmt
ein Ehepaar, das zwei leibliche Kinder hat, zusätzlich
drei Kinder im Rahmen einer sozialpädagogischen
Lebensgemeinschaft auf, die aus Problemfamilien stammen,
so können sie die Miete, die sie für ihre Wohnung
bezahlen, als teilweise "Wohnraumkosten" vom
steuerpflichtigen Einkommen abziehen. Das gelte für den
auf die Pflegekinder anfallenden Teil der Miete. Außerdem
sei Voraussetzung für eine steuerliche Berücksichtigung,
so das Finanzgericht Düsseldorf, dass sie durch ihre
sozialpädagogische Arbeit mit den
"Projektkindern" Einnahmen erzielten. (AZ: 11
K 1232/07 E)
6.10.09
Städte suchen händeringend Pflegeeltern
Die
Städte in Niedersachsen suchen händeringend nach
Pflegeeltern – sei es durch Buswerbung, Plakate,
Handzettel oder das Internet. Denn der Bedarf an
Pflegeeltern hat sich in den vergangenen zehn Jahren
verdoppelt.
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5.10.09
Wenn die 17-jährige Pflegetochter auszieht
Sigrid
Kemper ist verzweifelt. Ihre Pflegetochter Emma ist
fort. Die ist 17 und hat fünf Jahre bei Sigrid und
Jochen Kemper gewohnt. Nach einem Streit zog sie zu den
Eltern ihres Freundes. Bei ihren Pflegeeltern hinterlässt
sie eine große Lücke. Sigrid Kemper ist aber nicht nur
traurig. Sie ist auch wütend - auf das Jugendamt.
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2.10.09
Zu wenig Pflegefamilien. Kindern droht das Heim
Im
Werra-Meißner-Kreis fehlen Eltern, die Pflegekinder
aufnehmen können. Zehn Kinder warten aktuell auf
Pflegeeltern, ihnen droht sonst das Heim. "Die Lage
war selten so dramatisch", sagt Karin Meissner-Erdt
vom Jugendamt. Die Anstrengungen des Amtes, zügig
Pflegeeltern zu finden, reichen sogar von der Region
Nordhessen bis in die Nachbarbundesländer Niedersachsen
und Thüringen. Aber auch von dort kam kein positives
Signal.
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1.10.09
Mit Pflegekindern auf der Flucht
Im
Holsteinschen Courier schreibt eine Pflegemutter: "Mein
Mann und ich haben über 14 Jahre täglich durch unsere
Pflegekinder erfahren, wozu leibliche Eltern fähig
sind. Zwei Mädchen im Alter von fünf und sieben Jahren
(sie sind keine Schwestern) haben wir in unsere Familie
aufgenommen und mit viel Liebe großgezogen. Wir hatten
keine Ahnung, wie man mit schwer gestörten Kindern
umgeht, und so besorgten wir uns
Problem-Kinder-Literatur. Jedoch hat mir einmal eine Pädagogin
gesagt, wir hätten instinktiv genau das Richtige getan.
Wenn unser Kind ohne ersichtlichen Grund schrie oder
ununterbrochen mit dem Kopf gegen die Wand schlug habe
ich es in den Arm genommen und stundenlang geschaukelt,
getröstet, gesungen bis es ruhig wurde. Ich werde mit
Sicherheit die nächtlichen Schreie "Nein,
Nein" mein ganzes Leben lang nicht vergessen."
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30.9.09
Pflegeeltern sollen kleines Mädchen gequält haben
Weil
es sein Pflegekind misshandelt haben soll, muss sich ein
Ehepaar vor dem Ravensburger Landgericht verantworten.
Dem 33 Jahre alten Mann und seiner 28 Jahre alten Frau
wird vorgeworfen, vom März 2007 bis zum Februar 2008
das damals zwei Jahre alte Kind in Bad Waldsee
geschlagen und verletzt zu haben.
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29.9.09
Deutschlands Kinderheime sind voll
Immer
häufiger nahmen Jugendämter in den vergangenen Jahren
Kinder und Jugendliche schon früh aus Problemfamilien.
Jetzt zeigen sich die Folgen: Deutschlands Heime sind
voll. "Seit 2006 hat die Zahl der
Heimunterbringungen erheblich zugenommen", sagt
Diakonie-Experte Karl Späth. Er ist Fachreferent für
Hilfe zur Erziehung beim Bundesverband in Berlin.
"Alle unsere Einrichtungen sind fast bis auf den
letzten Platz gefüllt." Das habe zwei Gründe. Zum
einen seien Behörden merklich sensibler geworden, wenn
das Wohl von Kindern gefährdet sei. In den Jahren vor
der Wirtschaftskrise hätten die Kommunen aber auch gute
Steuereinnahmen verbucht und so die kostspieligen
stationären Plätze bezahlen können.
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28.9.09
"Pflegeeltern müssen realistisch rangehen"
Lisa
kam als „ganz normales und gesundes” acht Wochen
altes Kind in die Familie. Aber dann kamen die Nächte:
„Sie hat ständig geschrien”, schildert ihre
Pflegemutter. In den nächsten Jahren ging es von einem
Arzt zum nächsten: Lisa wuchs nicht, sie verletzte sich
selbst. Manchmal vergisst sie auch heute als Fünfjährige
einfach, wie sie eine Tür schließen muss. Ihr IQ liegt
bei 51. Diagnose FAS.
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25.9.09
Vor der Wahl: Parteien sagen nichts zu Pflegefamilien
Am
Sonntag wird gewählt. Wir haben in den Parteiprogrammen
der großen Parteien nachgeschaut, was sie zu den
Pflegefamilien zu sagen haben. Und wir fanden ...
nichts. Das Wort Pflegefamilie taucht weder in dem
Parteiprogrammen von CDU und SPD, noch in den Programmen
der Linken, der Grünen oder der FDP ein einziges Mal
auf. Schade.
23.9.09
"Das Wichtigste ist das Herz"
Was
zeichnet gute Pflegeeltern aus? Heinz Rahn, Leiter eines
Kreisjugendamtes sagt: ´Ob verheiratet, ledig,
geschieden, alleinerziehend, mit eigenen Kindern oder
ohne: das alles ist prinzipiell unerheblich. Sofern die
Sorgeberechtigten - leibliche Eltern oder Vormund -
zustimmten, steht auch homosexuellen Pflegeeltern nichts
entgegen. Das Wichtigste ist Persönlichkeit. Denn Herz
lässt sich nicht ersetzen.`
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22.9.09
Heute im Fernsehen
Kind
und Kegel: Pflege statt Adoption
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21.9.09
Anhörung der Pflegeperson im Gerichtsverfahren
Seit
dem 1.9.09 ist das neue Familienverfahrensgesetz in
Kraft. Die Regelung zur Anhörung von Pflegepersonen in
Gerichtsverfahren wurde in § 161 FamFG aufgenommen:
(1)
Das Gericht kann in Verfahren, die die Person des Kindes
betreffen, die Pflegeperson im Interesse des Kindes als
Beteiligte hinzuziehen, wenn das Kind seit längerer
Zeit in Familienpflege lebt. Satz 1 gilt entsprechend,
wenn das Kind auf Grund einer Entscheidung nach § 1682
des Bürgerlichen Gesetzbuchs bei dem dort genannten
Ehegatten, Lebenspartner oder Umgangsberechtigten lebt.
(2)
Die in Absatz 1 genannten Personen sind anzuhören, wenn
das Kind seit längerer Zeit in Familienpflege lebt.
18.9.09
Pflegeerlaubnis abgelehnt
Der
Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte einen Fall zu
entscheiden, in dem eine Großmutter Prozesskostenhilfe
für ein Verfahren beantragt hatte, in dem sie
Pflegegeld für die Betreuung von sechs Enkelkindern
begehrte. Der Antrag wurde abgelehnt, da die Frau weder
lesen noch schreiben konnte, selbst berufstätig war und
nur geringe Kenntnisse der deutschen Sprache hatte. Eine
angebotene sozialpädagogische Familienhilfe hatte sie
abgelehnt. Deshalb war die Pflegeerlaubnis nach § 44
Abs. 1 SGB VIII zu versagen, da das Wohl der Kinder in
der Pflegestelle nicht gewährleistet war.
(Bayerischer
Verwaltungsgerichtshof München vom 19.8.09, Az: 12 C
09.953)
17.9.09
Zuständiges Jugendamt
Verwaltungsgericht
Hamburg: ´Verzieht eine Pflegefamilie aus dem Bereich
eines gem. §86 Abs. 6 SGB VIII zuständigen
Jugendhilfeträgers ins Ausland (hier: Österreich),
richtet sich die örtliche Zuständigkeit für den
Hilfefall fortan wieder nach § 86 Abs. 1 SGB VIII. Der
nunmehr zuständige Träger kann die Kostenerstattung im
Falle der Fortsetzung der Leistung gem. § 86c SGB VIII
nicht mit dem Einwand ablehnen, die Aufgabenerfüllung
sei unrechtmäßig gewesen, da der ausländische Träger
auf Grund des Deutsch-Österreichischen Fürsorgeabkommens
vorrangig leistungspflichtig gewesen sei.`
(VG
Hamburg vom 12.8.09, Az: 13 K 1979/08)
14.9.09
Tagung: Sexuell missbrauchte Kinder in Adoptiv- und
Pflegefamilien
Der
Evangelische Verein veranstaltet am 22.10.2009 in
Düsseldorf eine Tagung zum Thema: "Sexuell
missbrauchte Kinder in Adoptiv- und
Pflegefamilien".
Inhalt
unter anderem: Wie kann ich Anzeichen für sexuellem
Missbrauch erkennen? Welche Kinder brauchen diese
Kinder? Welche Auswirkungen hat sexueller Missbrauch auf
das Verhalten der Kinder im täglichen Umgang?
Nähere
Informationen unter: evap@ekir.de
11.9.09
Kindergartenbeiträge eines Pflegekindes
Kindergartenbeiträge
für ein Pflegekind werden den Pflegeeltern vom örtlichen
Jugendamt erstattet. Hängt die örtliche Zuständigkeit
vom tatsächlichen Aufenthalt des Kindes ab, kann das örtliche
Jugendamt vom überörtlichen Träger seinerseits die
Erstattung der Kosten verlangen. Kommt das Kind aber
schon kurz nach seiner Geburt in die Pflegefamilie und
erhält mit 3 Jahren den Nachnamen seiner Pflegeeltern,
ist der Verbleib des Kindes auf Dauer in der Familie zu
erwarten. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich dann
nach dem gewöhnlichen Aufenthalt der Pflegeperson. In
diesem Fall bleibt das örtliche Jugendamt für die
Kostenerstattung zuständig und hat keinen Anspruch auf
Erstattung der Kosten gegenüber dem überörtlichen Träger.
(OVG
Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 25.05.2009, Az. 12 A
3099/07)
9.9.09
Ein Anruf stellt das ganze Leben auf den Kopf
Eigentlich
hatten Claudia und Michael abgeschlossen: Mit dem
jahrelangen Warten und Hoffen auf ein leibliches Kind,
mit dem Bangen, ob der Sozialdienst katholischer Frauen
(SkF) nicht endlich anruft, um ihnen ein Pflegekind zu
vermitteln. „Nach einem Urlaub hatte ich mich
entschieden, beim SkF anzurufen und zu sagen, dass ich
nicht mehr warten kann, dass ich mich von dem Thema
verabschiede“, erinnert sich Claudia. Doch bevor sie
ihr Anliegen vortragen konnte, wurde sie von der zuständigen
Mitarbeiterin unterbrochen. „Sie sagte: ,Ich wollte
Sie gerade anrufen. Wir haben ein Kind für Sie“,
schildert sie. Dieses Telefonat stellte das ganze Leben
von Claudia und Michael auf den Kopf. Von einen Tag auf
den anderen wurden sie Eltern, Pflegeeltern der damals
neun Monate alten Sophie.
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12.8.09
Fachtagung
Pfad
für Kinder, Landesverband Bayern veranstaltet am
10.10.2009 in 93333 Neustadt/Donau eine Fachtagung zum
Thema "Traumatisierte Pflege- und
Adoptivkinder" Mehr Infos unter: Mail
11.8.09 Wien: Immer mehr Pflegekinder werden vermittelt
In
Wien werden immer mehr Pflegekinder vermittelt. Die
Mehrheit bleibt bis zur Volljährigkeit bei der
Pflegefamilie. Ein Konfliktthema sind die
Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern.
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10.8.09 Neuer Verein in Harburg
Pflegeeltern
im Kreis Harburg haben sich zusammengeschlossen und
wollen nun einen Verein gründen, um ihre Interessen
besser vertreten zu können und ihren Austausch
untereinander zu fördern. Am Mittwoch, den 12. August,
um 20 Uhr treffen sich die Pflegeeltern in der
Schirwindter Str. 7 in Winsen zur Gründung des
"Pfeil Harburg e.V."
("Pflegeelterninitiative im Landkreis
Harburg").
Anmeldung
und weitere Informationen unter Telefon 04171/60 02 25.
6.8.09 Studie: Väter spielen eine wichtigere Rolle als Mütter
In
einem Punkt kennen Familiengerichte kaum Zweifel:
Streiten sich die Eltern ums Kind, ist es fast immer die
Mutter, die das Verfahren gewinnt. Dass Väter in der
Erziehung entbehrlich sind, ist jedoch ein Mythos:
Forscher können erstmals zeigen, dass Väter eine
wichtigere Rolle spielen als Mütter.
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5.8.09 Pflegemutter erstreitet sich Zuschuss zu Familienauto
Die
Mutter von drei Pflegekindern soll einen Zuschuss von
5200 Euro für einen größeren Pkw bekommen. Darauf
einigten sich die Stadt Worms und die Frau vor dem
Mainzer Verwaltungsgericht in einem Widerrufsvergleich.
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4.8.09 Lesben informieren über Pflegekinder
Die
LESBEN Informations- und Beratungsstelle e.V., Alte
Gasse 38, 60313 Frankfurt informiert am 18.9.2009
darüber, wie Frauenpaare zum Pflegekind kommen. Welche
Kriterien müssen wir erfüllen? Welches Kind passt zu
uns? Wie bewerbe ich mich?
Mehr
Infos unter: Mail
31.7.09 Blutdrucksenker gegen Angst
Viele
Pflegekinder leiden an Posttraumatischen
Belastungsstörungen (PTBS). Nun zeigt eine
Untersuchung, dass Menschen mit PTBS von der Einnahme von
Propranolol profitieren können. Das blutdrucksenkende
Mittel dämpft die Wirkung des Stresshormons Adrenalin
nicht nur am Herzen und an Blutgefäßen, sondern auch
in der Amygdala. Das ist der Teil des Gehirns, der eine
wichtige Rolle bei der Speicherung der emotionalen
Komponente von Erinnerungen spielt. Die Erlebnisse
selbst werden dabei nicht beeinflusst, weil sie in einem
anderen Gehirnteil abgelegt sind. Eine Untersuchung mit
60 Teilnehmern ergab, dass fast zwei Drittel von ihnen
nach der Behandlung gemäß den PTSD-Kriterien nicht
mehr als traumatisiert gelten. „Wir sehen genau so
gute, wenn nicht sogar bessere Erfolge als bei
Patienten, die eine Verhaltenstherapie bekommen – und
das in viel kürzerer Zeit“, sagt Brunet. Darüber
hinaus stellte sich heraus, dass auch alte, vermeintlich
längst konsolidierte Gedächtnisinhalte nachträglich
noch abgemildert werden können – wenn sich die
Patienten direkt vor der Behandlung an sie erinnern.
Allerdings sind noch weitere Untersuchungen nötig, um
das tatsächliche Potenzial dieser Therapie
auszuloten.
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28.7.09 Traumatisierte
Kinder
Der
Main-Taunus-Kreis sucht Familien, die schwer
traumatisierte oder entwicklungsverzögerte Kinder zur
Pflege aufnehmen. Nach Angaben des Kreisbeigeordneten
Michael Cyriax stehen Mittel für vier so genannte
"sonderpädagogische Pflegestellen" zur Verfügung.
Es gehe um Kinder bis zum zehnten Lebensjahr, die in
ihren Herkunftsfamilien schwer vernachlässigt oder
misshandelt worden seien. "Sie sollen in der
Pflegefamilie Gelegenheit haben, sich zu entwickeln,
Vertrauen und tragfähige Beziehungen aufzubauen",
erläutert Cyriax.
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23.7.09 Pflegefamilien
- Eltern auf Zeit
Kindern
auf Zeit eine neue Heimat zu geben ist eine große
Aufgabe. Denn einerseits bringt das Kind meist negative
Erfahrungen von seiner Herkunftsfamilie mit und
andererseits besteht die Familie nur auf Zeit.
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22.7.09 Urteil
des OLG Rostock
Wir
haben ein aktuelles Urteil des OLG Rostock in unsere
Rechtssprechungsdatenbank eingestellt.
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21.7.09 Adoption
eines aus Vietnam nach Deutschland eingereisten Kindes
durch die Pflegeeltern
Bei
einem im Alter von acht Jahren nach Deutschland
eingereisten unbegleitetem Kind steht einer Adoption
durch die Pflegeeltern nicht entgegen, dass die Identität
des Anzunehmenden nicht sicher geklärt ist.
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20.7.09 Mit dem Bürdeli leben lernen
Acht Kinder erhalten bei Birgit und Andi Schlumpf
die Nestwärme, die ihnen ihre leiblichen Eltern nicht
geben können.
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17.7.09
Genetik: Ermutigende Erkenntnisse
Bei Versuchen mit Ratten konnten kanadische
Hirnforscher interessante Erkenntnisse gewinnen. Die
Forscher gaben vernachlässigten Tieren chemische
Stoffe, und es gelang ihnen, aus ängstlichen Nagern
ganz normale Tiere zu machen. Der pharmazeutische Weg
ist jedoch nicht der einzige, um Versuchstiere wieder
mutiger und geselliger zu machen. In einigen
Experimenten setzten die Forscher ihre ängstlich-aggressiven
Ratten für längere Zeit in eine sogenannte
angereicherte Umwelt. Dort hatten die Tiere viel Platz
und Gelegenheit zum stressfreien Spielen, Toben und
Erkunden in anregender, abwechslungsreicher Umgebung.
Und dort wurden sie nach und nach wieder normal.
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16.7.09 Leuchtturmprojekt
PflegeKinderDienst
Der LVR (Landschaftsverband Rheinland), die
Universität Siegen und das Jugendamt der Stadt Düsseldorf
haben das "Leuchtturmprojekt PflegeKinderDienst"
aufgelegt. Ziel ist es, im ganzen Rheinland verbindliche
Standards bei der Betreuung von Pflegefamilien einzuführen
und die Professionalität im Pflegekinderwesen zu
steigern.
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15.7.09
Buch - Neuerscheinung
Neu erschienen: "Kindheit in
Pflegefamilien".
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14.7.09
Wenn Eltern Täter sind
Ein Gedankenspiel: Sie werden überfallen und
zusammengeschlagen. Würde Sie jemand zwingen, danach
mit dem Täter in Kontakt zu treten? Solche Fragen
stellt der Kinderpsychiater Karl-Heinz Brisch, der die
Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie
an der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität
in München leitet, manchem Richter. Denn: Was
Erwachsenen niemand zumutet, wird von Kindern oft
verlangt. Sie werden misshandelt, vernachlässigt,
dauerhaft geschädigt und müssen sich ihren Tätern
trotzdem immer wieder aussetzen – wenn die Täter ihre
Eltern sind.
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13.7.09
Prozesskostenhilfe und Pflegekind
Erhält eine die Prozesskostenhilfe begehrende
Person neben Kindergeld auch ein eigenes
Erwerbseinkommen sowie für seine beiden Pflegetöchter
Pflegegeld, so ist der auf den Erziehungsbeitrag
entfallende Teil des Pflegegeldes als Einkommen
anzurechnen. Allerdings ist der für das Pflegegeld
insgesamt in Abzug gebrachte Kindergeldanteil anteilig
sowohl auf das Pflegegeld als auch auf den
Erziehungsbeitrag anzurechnen.
(OLG Brandenburg, Beschluss vom 12.06.2009, Az. 9
WF 170/09)
10.7.09
Wann werden Jugendliche kriminell?
Als die Zürcher Kriminologie-Professorin
Henriette Haas im Jahr 2001 insgesamt 21 347 Jugendliche
untersuchte, konnte sie viele Vorurteile widerlegen: Nur
die Hälfte der Gewalttäter sind mit einschlägigen
Risikofaktoren (Misshandlungen, psychische Abnormitäten,
Milieuschädigungen) behaftet – die andere Hälfte
wuchs unauffällig und wohlbehütet auf. Und: 25 Prozent
aller Jungen machten keine Verbrecherkarrieren, obwohl
sie negativen Einflüssen ausgesetzt waren. Soziale
Klasse, Stiefeltern, Bildungsgrad, aber auch
Sonderschulen oder kurze Heimaufenthalte haben kaum
Auswirkungen auf die Delinquenz. Ein gewichtiger
Risikofaktor sind dagegen schwere Unfälle in der frühen
Kindheit. Eine starke Bindung zu den Lehrern wirkt sich
wiederum positiv aus, ebenso ein schnelles Eingreifen
der Polizei.
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9.7.09
Kinder suchen neue Familien
Geborgenheit und Sicherheit in der Familie bilden
die nötige Basis für eine gesunde Entwicklung. Manche
Kinder erleben jedoch tagtäglich Bedrohung, Vernachlässigung,
Misshandlung. Die Anzahl traumatisierter Kinder steigt.
Und damit die Nachfrage nach Pflegeeltern.
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8.7.09
2008 mehr Kinder in Obhut genommen
Im Jahr 2008 sind in Deutschland 14,4 Prozent
mehr Kinder von Jugendämtern in Obhut genommen worden
als im Jahr zuvor. Am häufigsten musste das Jugendamt
in Familien eingreifen, in denen die Eltern mit der
Betreuung der Kinder überfordert waren.
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6.7.09
Urteil zum Mehrbedarfszuschlag
Der Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende
wird für ein Pflegekind auch dann gezahlt, wenn die
oder der Alleinerziehende Pflegegeld erhält. Zwischen
dem Pflegegeld und dem Mehrbedarfszuschlag besteht keine
Zweckidentität. Das Pflegegeld dient dem Zweck, den
Lebensbedarf des Kindes zu decken, der
Mehrbedarfszuschlag dagegen, den höheren Aufwand für
die Versorgung, Pflege und Erziehung eines Kindes etwa
wegen geringerer Beweglichkeit sowie zusätzliche
Aufwendungen für die Kontaktpflege oder die
gelegentliche Inanspruchnahme von Dienstleistungen
Dritter auszugleichen. Dabei kommt es nicht darauf an,
ob die Pflegeperson alleinerziehend ist oder die Pflege
des Kindes gemeinsam mit einem Partner übernimmt.
(LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2009,
Az. L 25 AS 1446/07)
1.7.09
"Reich wird man davon nicht, aber immer
bereichert"
Wie bei den meisten Pflegeeltern war auch für
Claudia K. die eigene Kinderlosigkeit ausschlaggebend für
den Beschluss, auf andere Art Mutter zu werden. „Unser
Sohn hat nach drei Monaten entschieden: Ich will zu
euch. Da war er fünf Jahre alt." "Reich wird
man davon nicht“, sagt Claudia K., aber „eine
Bereicherung“ sei das Leben mit einem Pflegekind auf
jeden Fall. Deshalb überlegt sie auch, jetzt, nachdem
ihr Sohn schon 15 ist, ein zweites Kind aufzunehmen.
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30.6.09
Kinderschutzgesetz gescheitert
Mit dem Kinderschutzgesetz ist ein wichtiges
Reformvorhaben der Großen Koalition in letzter Minute
geplatzt. Union und SPD gaben einander am Montag
gegenseitig die Schuld dafür.
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29.6.09
Demnächst im Fernsehen
14.07.2009 | Aus dem Leben einer Pflegefamilie
Lars ist sechzehneinhalb. Mit grünen Haaren und
einem Skateboard unter dem Arm zieht er bei Familie
Steigert ein. Das Jugendamt hat beschlossen: Noch ein
Wochenende daheim geht nicht. Denn: Lars verprügelt
seine Mutter. Er trinkt eine Flasche Wodka am Tag und
gilt als selbstmordgefährdet. Lars ist ein Fall für
Familie Steigert, eine Bereitschaftspflegefamilie in
Emmendingen in Südbaden.
Marianne (44) und Günter (45) Steigert und ihre Töchter
Britta (19) und Luisa (16) haben in den letzten fünf
Jahren zwei Dutzend Kinder vorübergehend in ihre
Familie aufgenommen, solange bis das Jugendamt eine Lösung
für die Kinder gefunden hat. So kam auch Niklas zu
Steigerts. Ein schreiendes Kind, das mit zwei Jahren
noch nicht sprechen und nicht laufen konnte. Niklas
wurde dann in eine Langzeitpflegefamilie vermittelt,
gegen die er sich mit Händen und Füßen gewehrt hat.
Er durfte schließlich zur Familie Steigert zurückkommen
und bleiben. Heute ist der sechsjährige Junge der
Sonnenschein im Hause Steigert.
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26.6.09
Kinder zwischen zwei Müttern
„Ich
musste lernen, loszulassen“, sagt Maria Achberger. Vor
etwa zehn Jahren gab sie ihren Sohn in eine
Pflegefamilie, in der er seither lebt. Mit dem Verein
„Outturn“ will sie auch anderen Eltern helfen, die
ihr Kind weggeben mussten.
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25.6.09
Hannover sucht Pflegeeltern
Der Pflegekinderdienst der Region Hannover sucht Eltern, die
sich der besonderen Herausforderung stellen, ein Kind
zur Pflege aufzunehmen, zu versorgen und aufzuziehen. Am
Montag, 29. Juni 2009, können sich interessierte Eltern
im Regionshaus über die Bedingungen und das
Anforderungsprofil informieren. Die Veranstaltung
beginnt um 19 Uhr in Raum 225 in der Hildesheimer Straße
20 in Hannover.
24.6.09
Seminar
Der Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien
veranstaltet am 5. September in Neuzelle ein Seminar zum
Thema ´Pflege- und Adoptivkinder psychisch kranker
Eltern.`
Mehr Infos unter: Mail
23.6.09
Jugendämter greifen immer öfter durch
Essen.
Verbrüht, verhungert, zu Tode geschüttelt: Wenn Kinder
die Quälereien ihrer Eltern nicht überleben, ist das
Entsetzen groß. Die Jugendämter sind alarmiert. Immer
mehr Kinder werden aus ihren Familien geholt.
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22.6.09
Pflegekinder in Berlin
Nirgendwo
in Deutschland gibt es so viele Fälle von
verwahrlosten, misshandelten Kindern wie in Berlin. Sie
werden von ihren Eltern allein gelassen und geschlagen.
In Pflegefamilien finden die Kinder Zuwendung. Oft zum
ersten Mal in ihrem Leben.
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19.6.09
Rumänisches Pflegekind muss zurück
„Ich
halte die ganze Geschichte für sehr schlimm.“ Susanne
Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages,
sieht keine Möglichkeit, die Rückführung eines im
Landkreis Bad Kissingen lebenden rumänischen
Pflegekindes in sein Geburtsland zu verhindern. Das
Schicksal des knapp dreijährigen Mädchens beschäftigt
seit Monaten deutsche und rumänische Behörden. Im
Dezember 2006 war das Kind durch die Vermittlung einer
Deutsch-Rumänin auf rechtlich höchst umstrittenem Weg
zu einer Pflegefamilie in den Landkreis Bad Kissingen
gekommen. Diese wollte das Kind nach einer Pflegefrist
adoptieren, was aber nach rumänischer Gesetzeslage
nicht möglich ist. „Nach Auskunft der rumänischen
Behörden will die leibliche Mutter jetzt, dass das Kind
zurückkommt“, so Kastner.
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18.6.09
Gesundheitsausschuss will Regelung für mehr
Pflegefamilien
Der
Gesundheitsausschuss hat dem Bundestag empfohlen, am
kommenden Freitag eine Regelung für mehr Pflegefamilien
für Kinder mit Behinderungen zu beschließen. Denn
Kinder mit Behinderungen sollen die gleichen Chancen wie
Kinder ohne Behinderungen haben,
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18.6.09
Enterben leicht gemacht
Angehörige
sollen in Zukunft testamentarisch leichter von einer
Erbschaft ausgeschlossen werden können. Eine solche Stärkung
des letzten Willens sieht die Reform des Erbrechts vor,
die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) am
Freitag angekündigt hat. Bislang war der Entzug des
Pflichtteils nur dann möglich, wenn der
Pflichtteilberechtigte dem Erblasser oder seinen Angehörigen
"nach dem Leben getrachtet" oder sie schwer
misshandelt hat. Diese Regelung wird nun erweitert. So
soll ein Entzug auch möglich sein, wenn es sich bei den
Misshandelten um Stief- oder Pflegekinder handelt.
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16.6.09
Schweiz: Ex - Pflegeeltern ohne Rechte
Das
Schweizer Bundesgericht hat entschieden, dass frühere
Pflegeeltern das betreute Kind nur besuchen dürfen,
wenn es dem Kindeswohl dient. Pflegeeltern haben keinen
Anspruch darauf, das betreute Kind nach seine Rückkehr
zu den leiblichen Eltern zu besuchen oder über dessen
weitere Entwicklung informiert zu werden. Laut
Bundesgericht darf solches nur angeordnet werden, wenn
es das Kindswohl verlangt. Der Fall betrifft ein heute
achteinhalb Jahre altes Mädchen aus dem Kanton Bern,
das als zehn Monate altes Kleinkind bei einer
Pflegefamilie untergebracht worden war. Dort blieb es
rund sieben Jahre. Seit 2008 lebt es wieder bei seiner
leiblichen Mutter.
15.6.09
Pflegefamilie statt Heim: Stadt soll 5 Mio. sparen
In
den nächsten zwei bis fünf Jahren sollen in Wuppertal
mehr Kinder in Pflegefamilien, statt in teuren Heimen
und stationären Einrichtungen untergebracht werden.
Bisher gibt es in Wuppertal 350 Pflegestellen,
mittelfristig sollen 100 zusätzliche eingerichtet
werden. Derzeit leben 37 Prozent der Kinder in
Pflegefamilien. Das ehrgeizige Ziel, wie es etwa in
Dortmund bereits umgesetzt ist: Jedes zweite Kind, das
nicht bei seiner Herkunftsfamilie aufwächst, soll in
einer Pflegestelle leben. Damit könnte die Stadt
langfristig jährlich etwa 5,5 Millionen Euro sparen.
10.6.09
Kindergeld für volljähriges behindertes Pflegekind
Pflegekinder,
für die grundsätzlich ein Kindergeldanspruch besteht,
sind Personen, mit denen der Steuerpflichtige durch ein
familienähnliches Band verbunden ist, die also als zur
Familie gehörig angesehen und behandelt werden. Zu
einem bereits Volljährigen kann ein derartiges familienähnliches
Band entgegen der vertretenen Verwaltungsauffassung
schon dann angenommen werden, wenn er in seinen
geistigen Fähigkeiten so sehr eingeschränkt ist, dass
er ohne Aufnahme in der Familie des Steuerpflichtigen in
einem Heim leben müsste. Es ist nicht zwingend
erforderlich, dass seine geistige Entwicklung derjenigen
eines Kindes entspricht. (FG Baden-Württemberg, Urteil
vom 03.02.2009, Az. 12 K 2612/07)
10.6.09
Durch Haushaltsaufnahme im Rahmen eines Projekts zum
begleiteten Wohnen entsteht kein Pflegekindschaftsverhältnis
Finanzgericht
München: Pflegekinder, für die grundsätzlich ein
Kindergeldanspruch besteht, sind Personen, mit denen der
Steuerpflichtige durch ein familienähnliches Band
verbunden ist, die also als zur Familie angehörig
angesehen und behandelt werden. Bereits die Bestimmungen
über das begleitete Wohnen sprechen gegen ein familienähnliches
Band, denn die aufgenommenen Personen sollen nicht als
Familienmitglied, sondern als Gast behandelt werden. Außerdem
bestehen Mitbestimmungs- und Kontrollrechte, die einem
Eltern-Kind-Verhältnis widersprechen. Und schließlich
spricht bereits der Altersunterschied gegen die
Entstehung einer Eltern-Kind-Bindung, wenn die
aufgenommene Person deutlich älter als die aufnehmenden
Personen ist. (FG München, Urteil vom 08.04.2009, Az.
10 K 784/08)
9.6.09
Mutter - ständig an der Grenze
Eine
Frau, die als Kind Missbrauchsopfer in der eigenen
Familie war, hat später selbst drei Kinder geboren. Sie
hat sich von ihnen getrennt - um ihnen keine schlechte
Mutter zu sein.
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8.6.09
Schweiz
Der
Bundesrat will mit klaren rechtlichen Vorgaben das Wohl
der Kinder gewährleisten, die in einer fremden Familie
oder in einer Einrichtung betreut werden. Er hat die
totalrevidierte Pflegekinderverordnung, die in
Kinderbetreuungsverordnung umbenannt wird, bis am 15.
September 2009 in die Vernehmlassung geschickt.
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8.6.09
Beistand für Familien in Krisensituationen
Von
jetzt auf gleich ein Kind zur Pflege aufnehmen? Dazu
noch eines, das einige Probleme mitbringt? Die wenigsten
Eltern könnten sich das vorstellen, aber es gibt
Familien, die sich genau darauf vorbereitet haben und
sich dieser Situation auch schon mehrfach gestellt
haben. Bereitschaftspflege heißt das Programm, bei dem
Familien anderen Familien in akuten Krisensituationen
zur Seite stehen.
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4.6.09
Koalition streitet über Kinderschutzgesetz
Die
SPD hat den Vorwurf der Blockade beim Kinderschutzgesetz
zurückgewiesen. "Uns geht es darum, den
Kinderschutz in Deutschland substanziell zu
verbessern", sagte Fraktionsvize Christel Humme
(SPD) unserer Zeitung. "Wir kritisieren am
bisherigen Gesetzentwurf aus dem Familienministerium,
dass die Jugendämter die Familien verpflichtend
kontrollieren sollten." Humme forderte, die Jugendämter
müssten vertrauensvoll mit den Familien
zusammenarbeiten. Andernfalls könne es passieren, dass
die Familien Hilfe verweigerten und am Ende kein
Kinderschutz gewährleistet sei.
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2.6.09
Kind darf bei Pflegeeltern bleiben
Ein
von seinen leiblichen Eltern misshandeltes Kind aus dem
Kreis Ludwigslust darf bei den Pflegeeltern bleiben und
muss nicht zurück in sein altes Zuhause. Dies ist das
Ergebnis einer nicht öffentlichen Verhandlung vor dem
Rostocker Oberlandesgericht am Dienstag, wie Rainer
Becker von der Deutschen Kinderhilfe MV am Mittwoch
sagte. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung zwischen
dem Jugendamt des Kreises Ludwigslust und den
Pflegeeltern.
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28.5.09
Krefeld
In
Krefeld hat sich eine Initiative für Pflegeeltern gegründet.
Deren Alltag sei oft von Schwierigkeiten geprägt, sagt
Jan Eickmeyer. Bei den monatlichen Treffen tauschen sich
die Eltern aus – ohne Kinder.
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27.5.09
Im Heim daheim
Am
19. September 2007 kam Michael in ein Heim, da er vor
die Wahl gestellt wurde, in ein Heim zu ziehen oder
weiterhin bei seinen Pflegeeltern zu leben. Er entschied
sich für das Leben im Heim, da er sich in der
Pflegefamilie, in der er bereits seit acht Monaten
lebte, in keiner Weise wohl fühlte und auch keine
Beziehung zu den Pflegeeltern aufbauen konnte. Sein
Fazit: "Ich bereue die Entscheidung nicht.
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26.5.09
Eine Mama für 14 Kinder
Immer
wieder hat die heute 62 Jahre alte Hanna Jansen
schutzbedürftigen Kinder einen Zufluchtsort geboten.
Ihre Erfahrungen verarbeitet die Autorin mit der ungewöhnlichen
Großfamilie, jetzt in einem neuen Buch.
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25.5.09
Missbrauch schädigt Gene der Enkel
Traumatische
Erlebnisse verändern das Erbgut des Nachwuchses von
Opfern. Psychologin Terrie Moffitt fand heraus: Die Schädigung
ist sogar noch bei Enkeln nachweisbar. Aber: «Eine ungünstige
Gen-Kombination führt nicht zwingend zu Verhaltensstörungen,
denn man kann die Gene auch positiv beeinflussen.» Dies
widerspricht der bisherigen Annahme, dass man seinen
Genen ausgeliefert ist. «Indem man betroffenen Kindern
besonders viel Zuwendung und Liebe schenkt, können die
negativen Auswirkungen gemindert werden», sagt Moffitt.
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20.5.09
Alltag der Pflegeeltern
Am
Türschild von Anne Friedes Familie stehen viele Namen.
Weil nicht nur ihrer und der ihres Mannes
unterschiedlich sind, sondern das Ehepaar auch noch zwei
Pflegekinder aufgenommen hat, drängeln sich nun gleich
vier Nachnamen unter dem Klingelknopf. "Einmal hat
ein Mitarbeiter der GEZ geschellt und wollte wissen, wer
denn unsere Untermieter seien", erzählt die
Pflegemutter. "Da habe ich die Untermieter, unsere
beiden Pflegekinder, zur Erklärung mal an die Tür
geholt", erinnert sie sich amüsiert.
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19.5.09
Entscheidung fürs Leben
Abends,
wenn endlich Stille in das Haus einzieht, geht Charlotte
Linke (Name geändert) durch die Kinderzimmer,
streichelt hier eine Wange, zupft dort die Decke
zurecht, knipst eine Lampe aus oder legt ein Buch auf
den Nachttisch. Sie genießt den Blick in die verträumten,
vertrauten Gesichter all ihrer Kinder und kommt zur
Ruhe. Ruhig und gefasst redet sie über ihren Alltag,
der nicht alltäglich ist. Sie blickt fast zwei
Jahrzehnte zurück. Die eigenen, leiblichen Kinder sind
flügge und sie ohne Arbeit. In einer Zeitung liest sie
davon, dass Pflegeeltern dringend gesucht werden.
Gemeinsam mit ihrem Mann fällt sie eine Entscheidung fürs
Leben.
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18.5.09
Ein neuer Pfad
Der
Bedarf nach Pflegeeltern steigt. Die Bereitschaft,
Pflegekinder aufzunehmen, ist derzeit rückläufig. In
Freising soll jetzt ein neuer Verein soll jetzt helfen.
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15.5.09
Immer mehr Eltern mit der Betreuung ihrer
Eltern überfordert
Immer
mehr Eltern sind mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert.
Im Landkreis Plön führt das dazu, dass 30 bis 40
Pflegefamilien fehlen.
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13.5.09
Überwiegend traumatisiert
Kinder,
die in Pflegefamilien vermittelt werden, sind überwiegend
traumatisiert, haben Hungererfahrungen, oder wurden
misshandelt”, weiß Annette Karger von der
Initiativgruppe Weseler Pflege- und Adoptiv-Eltern (WESPA)
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12.5.09
´Gott hat mir diese Kinder zugedacht`
Elisabeth
Stenmans hat 32 Kinder aus den unterschiedlichsten
Teilen der Welt als Adoptiv- und Pflegekinder
aufgenommen. In insgesamt 50 Zimmern lebt die riesige
Familie.
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11.5.09
Ein Zuhause auf Zeit
Angela und Andreas Pick sind Pflegeeltern. Neben ihren drei Töchtern
lebt ein Pflegekind in der Familie. Auch wenn
kurzfristig Kinder untergebracht werden müssen, stehen
die Picks bereit.
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11.5.09
Wenn Kinder Hilfe brauchen - Jugendamt sucht
Pflegeeltern
Infoveranstaltung für alle Interessierten am 14. Mai in der
Volkshochschule Monheim
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6.5.09
Demnächst im Fernsehen
12.05.2009 | Pflegekind Andreas
15.05.2009 | Geliehenes Glück
16.05.2009 | Vivo
19.05.2009 | Ein Junge in Fesseln
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4.5.09
Eine Chance für Sorgenkinder
´Nicht einschulbar`, lautete das
niederschmetternde Urteil für einen Rosenheimer Jungen.
Doch jetzt konnte er doch noch in die erste Klasse
aufgenommen werden. Dass dies jetzt doch gelungen ist,
hat er einem Pilotprojekt zu verdanken. Das geht davon
aus, dass nicht die Defizite der Kinder und Jugendlichen
das Handeln bestimmen, sondern ihre Ressourcen.
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29.4.09
Muss Marie zurück nach Rumänien?
Marie ist zwei Jahre alt. Marie ist
drollig. Am liebsten fährt sie mit Opi auf dem Traktor
oder spielt mit Tom und Jan im Matsch. Dass Opi nicht
ihr echter Großvater und Tom und Jan nicht ihre echten
Brüder sind, weiß Marie nicht. Das Mädchen kam im
Alter von drei Monaten unter zweifelhaften Bedingungen
aus Rumänien nach Deutschland. (mehr..).
Jetzt droht Marie möglicherweise in wenigen Tagen die Rückführung
in ein ihr völlig unbekanntes Land (mehr..)
(mehr..).
28.4.09
Münster: Zahl
der Pflegekinder steigt
Immer weniger Kinder werden in
Deutschland zur Adoption freigegeben. Dieser bundesweite
Trend spiegelt sich auch in der Statistik der acht
Adoptions- und Pflegekindervermittlungsstellen der
Caritas in der Diözese Münster wider. Nur noch fünf
Vermittlungen waren möglich gegenüber 14 im Vorjahr,
berichtete der Verband am Montag. In die umgekehrte
Richtung bewege sich der Trend dagegen bei den
Pflegekindern. Ihre Zahl sei von 42 auf 54 gestiegen.
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27.4.09
Notmütter
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung
berichtet über Pflegekinder und schreibt: "Eine
Notmutter muss Trennungsschmerz aushalten".
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24.4.09
Schweiz
Der Zürcher Regierungsrat will den
Kinderschutz erweitern. Wer im Kanton künftig
Pflegekinder vermitteln möchte, braucht eine
Bewilligung.
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23.4.09
Kinderschutz-Gesetz misstraut
Sozialarbeitern
Die Süddeutsche Zeitung schreibt:
´Sie müssen schwere Entscheidungen über das Wohl von
Kindern treffen: Jugendämter in Deutschland. Das
geplante Kinderschutz-Gesetz misstraut den
Sozialarbeitern.`
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23.4.09
Mordanschlag auf Pflegevater
Eine brutale Überfallserie schockte
Dorsten im vergangenen Herbst: Vier Jugendliche zwischen
16 und 19 Jahren müssen sich ab heute wegen mehrfachen
versuchten Mordes vor dem Essener Landgericht
verantworten. Unter anderem hatten sie versucht, den
Pflegevater des 16-jährigen Dorsteners zu ermorden.
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22.4.09
Regierung will Kinder besser
schützen
Gefährdete Kinder sollen künftig
besser vor Misshandlung und Vernachlässigung geschützt
werden. Dafür will die Bundesregierung eindeutige
Verfahren schaffen, die die Zusammenarbeit aller
Beteiligten und deren Informationsaustausch verbessern
sollen.
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21.4.09
Die Zahl der Pflegefamilien
steigt
Am Anfang stand der Anruf aus dem
Aachener Klinikum: Die Mediziner meldeten Josef Liesen
ein neugeborenes Kind - und den Verdacht, dass die
Eltern nicht erziehungsfähig seien. Der Mitarbeiter des
Allgemeinen Sozialdienstes der Stadt Düren machte sich
sofort auf den Weg, um sich einen eigenen Eindruck zu
verschaffen, sein Fazit: «Wir können es nicht
verantworten, das Kind zu den Eltern zu geben.» Der Säugling
wurde in Obhut genommen und in einer Pflegefamilie
untergebracht. Das war vor einem halben Jahr. Beispiele
für Fälle, in denen Kinder aus ihren leiblichen
Familien heraus genommen und in einer Pflegefamilie
untergebracht werden, haben die Mitarbeiter des
Jugendamtes allerdings zur Genüge.
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20.4.09
"Ich habe zwei
Mamas"
Timo
wächst mit der Erfahrung auf, zwei Mamas zu haben. Das
wird ihm und anderen Pflegekindern nie verheimlicht.
Erfahrungsgemäß gehen die Kinder gut mit dieser
Situation um und artikulieren im Laufe der Jahre für
sich selbst diesen Unterschied.
"Manche sprechen von zwei Mamas, andere
differenzieren, sagen beispielsweise Mama und Mama
Birgit", weiß Gabriele Jenschek von der
Pflegekinderstelle.
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8.4.09
"Die Leute bewundern, dass wir unseren
Glauben so konsequent leben"
Sich
um andere kümmern, das ist den Stradtners wichtig.
Deshalb leben auch Niko, 12, und Renée, 16, bei ihnen
in der Familie. Die beiden Buben sind Pflegekinder.
"So viele Kinder suchen eine Familie, da gehört es
zu unserem Verständnis vom Christsein dazu, dass wir
helfen", sagt Christine Stradtner.
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7.4.09
Zeit zu vergessen
Die
Süddeutsche Zeitung schreibt: ´In Experimenten ist es
US-Forschern gelungen, angstbesetzte Erinnerungen zu löschen
- ohne Medikamente. Ein scheinbar simples Detail ist
dabei entscheidend.``
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6.4.09
Traumatherapie
PD
Dr. Claas-Hinrich Lammers: Also, wenn wir davon
ausgehen, dass jemand gerade ein Trauma erlitten hat,
was noch keine psychische Störung darstellt, dann
braucht er einfach viel Unterstützung, Sicherheit,
Gesprächsangebote, aber nicht aufgezwungene Gespräche.
Bei den meisten Menschen gibt sich die Traumatisierung
von selbst. Bei denen hingegen, die nach ein oder zwei
Monaten noch eine traumatische Störung haben, das heißt,
die immer wieder diese Bilder erleben, sich zurückziehen,
weinen oder ängstlich sind, sollte eine spezielle
Psychotherapie durchgeführt werden.
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3.4.09
Auch Pflegeeltern erhalten den Kinderbonus
Welche
Grundbedürfnisse haben Kinder in Pflegefamilien? Dieser
Frage geht der Themenabend für Pflegefamilien nach, zu
dem der Pflegekinderdienst des Fachbereichs Jugend alle
Adoptiv- und Pflegeeltern sowie Bewerber am Montag, 27.
April um 20 Uhr, ins Bürgerhaus Bahnhof Avenwedde,
Isselhorster Straße 248 einlädt. Die Referentin ist
Sigrid Müller, Heilpraktikerin und Kinder-, Jugend und
Familien-Therapeutin. Sie wird im Anschluss an ihren
Vortrag auch für Fragen zur Verfügung stehen.
2.4.09
Auch Pflegeeltern erhalten den Kinderbonus
Die
BAG KiAP informiert darüber, dass auch
Dauerpflegefamilien den im April zur Auszahlung fälligen
Kinderbonus erhalten können, wenn sie
kindergeldberechtigt für ihre Pflegekinder sind. Dafür
dürfe ein familienähnliches Band zu den
Herkunftseltern nicht mehr bestehen und die Kinder dürften
nicht zu Erwerbszwecken im Haushalt der Pflegeeltern
aufgenommen worden sein.
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1.4.09
Manchmal geht es sehr schnell
Am
Morgen, als Thomas Kronich zur Arbeit aufbrach, wohnte
er mit seiner Frau noch allein - am Nachmittag waren sie
zu dritt. Ein nur wenige Wochen altes Baby gehörte
fortan zur Familie. "Manchmal geht es sehr schnell,
gerade wenn bei den leiblichen Eltern Gewalt im Spiel
war", erzählt seine Frau Kerstin. Gemeinsam nehmen
die Eheleute seit nunmehr fünf Jahren Kinder in
Kurzzeitpflege, neun im Alter zwischen zwei Tagen und
eineinhalb Jahren waren es bisher.
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Ältere
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