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Aktuelles  

 

29.7.10 Bonn: Fast alle Kinder bleiben in Pflegefamilien

Wenn Kinder aus problematischen Familien in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben werden, dann bleiben sie meistens dort: Nach Auskunft des städtischen Presseamtes in Bonn kehrt nur circa ein Prozent der Kinder in ihre sogenannte Ursprungsfamilie zurück.

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28.7.10 Mama mit Vertrag

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine SOS - Kinderdorfmutter.

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26.7.10 Gefesselt und misshandelt von den eigenen Pflegeeltern

Die neunjährige Anna ist nach Aussage ihres Pflegevaters über Monate immer wieder mit Klebeband gefesselt worden: Nach offensichtlichen Misshandlungen mit Todesfolge des Mädchens aus Bad Honnef haben die Ermittler am Samstag Haftbefehl gegen die Pflegeeltern (beide 51) beantragt.

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23.7.10 Urteile

Der Erpresser eines Marmeladen-Herstellers ist zu fast sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte gedroht, Konfitüre zu vergiften und drei Gläser mit einer K.O.-Tropfen-ähnlichen Substanz versetzt. Niemand kam bei der Erpressung zu Schaden. Erheblich milder fiel das Urteil für die Eltern der kleinen Lara Mia aus Hamburg aus. Die 19-jährige Mutter und ihr drei Jahre älterer Ex-Partner sahen tatenlos zu, wie ihre Tochter auf die Hälfte ihres Normalgewichts abmagerte und starb. Für diese fürchterliche Tat hielt das Gericht eine Bewährungsstrafe  von zwei Jahren sowie neun Monaten für tat- und schuldangemessen.

Die beiden Urteile zeigen, was in Deutschland immer wieder traurige Realität ist. Vermögensdelikte werden hart und konsequent bestraft, während Eltern, die ihre Kinder misshandeln, quälen und töten, mit großer Milde begegnet wird. 

 

21.7.10 Eltern wird seltener Sorgerecht entzogen

Vergangenes Jahr haben bundesweit weniger Eltern das Sorgerecht für ihre Kinder verloren als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der Sorgerechtsentzüge nahm 2009 leicht um 0,7 Prozent auf rund 12.200 Fälle ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. FormularendeIn rund 9.500 Fällen übertrugen die Gerichte das Sorgerecht ganz oder teilweise auf die Jugendämter, in den übrigen Fällen einer Einzelperson oder einem Verein. In den einzelnen Bundesländern gab es 2009 teilweise gravierende Veränderungen bei der Entwicklung der Sorgerechtsentzüge. Den stärksten Anstieg beim Entzug des elterlichen Sorgerechts gab es im Saarland mit 31 Prozent. In Bayern, Schleswig-Holstein und Brandenburg nahmen die Zahlen zwischen 14 Prozent und 18 Prozent zu. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Berlin hingegen verzeichnete das Statistikamt Rückgänge zwischen 25 Prozent und 36 Prozent.

 

20.7.10 Familie kämpft um Pflegekind

Seit acht Monaten lebt der 20 Monate alte Tilo bei Familie Lambert in Greimerath. Doch möglicherweise soll der Junge auf Wunsch des Jugendamts in einer anderen Pflegefamilie untergebracht werden - es wäre die dritte in seinem jungen Leben.

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19.7.10 Noch einmal die Jugendämter

Allein im vergangenen Jahr wurden 33.700 Kinder und Jugendliche in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht, um sie vor Gewalt oder Verwahrlosung zu schützen. Das sind im Vergleich zu 2008 rund 1500 beziehungsweise 4,5 Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. ANZEIGE

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16.7.10 Jugendämter nehmen öfter Kinder aus Familien

Die Jugendämter in Deutschland mischen sich häufiger ein: Nach den bundesweiten Skandalen um vernachlässigte und misshandelte Kinder ist die Zahl der Minderjährigen, die vorsorglich in staatliche Obhut genommen wurden, deutlich gestiegen.

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15.7.10 Privates Leben

„Wer sich der Aufgabe Pflegekind stellt, hört auf, privat zu sein“, gesteht die Sozialarbeiterin Nicole Thiele. Denn potenzielle Pflegeeltern müssen sich faktisch komplett durchleuchten lassen.

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14.7.10 Wenn Kinder zwei Eltern haben

Ich denke immer an meine Eltern“, erzählt ein 14-jähriges Pflegekind. „Manchmal hasse ich sie dafür, dass sie mich weggeben haben. Aber ich liebe sie trotzdem und vermisse sie und will eigentlich wieder bei ihnen sein.“  Trauer und Wut drohen ihn manchmal innerlich zu zerreißen.

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13.7.10 Kinderhandel-Prozess

Im Berufungsprozess wegen des Vorwurfs des Kinderhandels, in dem sich eine frühere Hammelburgerin und ihre Tochter vor dem Landgericht Würzburg verantworten müssen, ist vorerst kein Ende in Sicht. Die Richterin setzte die Verhandlung am zweiten Tag aus. Der Grund: Die Eltern eines rumänischen Mädchens, das im Landkreis Bad Kissingen in einer Pflegefamilie lebt, waren nicht als Zeugen erschienen.

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9.7.10 Offene Arme gesucht

Die Caritas schlägt Alarm: Es gibt nicht mehr genug Pflegeeltern für Kinder aus zerrütteten Familien.

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8.7.10 Aktuelles Gerichtsurteil

Dem minderjährigen Kind eines erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, für das Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege durch Unterbringung in einer Pflegefamilie nach dem SGB 8 gewährt wird, steht für Tage, an denen es sich mehr als zwölf Stunden bei dem bedürftigen Elternteil aufhält, mit dem es insoweit eine temporäre Bedarfsgemeinschaft bildet, ein Anspruch auf anteiliges Sozialgeld gem § 28 Abs 1 S 1 SGB 2 zu, soweit der Träger der Jugendhilfe das Pflegegeld an die Pflegefamilie ausbezahlt und für die Beurlaubung ins Elternhaus keine Kostenerstattung gewährt. (Landessozialgericht Baden-Württemberg vom 20.05.2010)

 

5.7.10 Für Kinder der letzte Ausweg

Vater trinkt. Mutter verkriecht sich hinterm Fernseher. Die Kinder versuchen, den Alltag so gut es geht aufrecht zu halten. Alle Unterstützung von außen hat nicht geholfen. Die Behörden beschließen, die Kinder aus der Familie zu nehmen. Oft ist die beste Unterbringung für die minderjährigen Kinder bis zehn Jahre langfristig die Betreuung in einer Pflegefamilie. Doch die zu finden, wird immer schwieriger.

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2.7.10 Mit Fahne aus dem Mutterleib

Kinderarzt Hans-Ludwig Spohr: „Die meisten FASD-Kinder wachsen bei Pflegeeltern auf, die häufig nichts vom Alkoholkonsum der leiblichen Mutter wissen. Es gibt ja auch betroffene Kinder, die ganz normal aussehen. Wenn deren Pflegeeltern feststellen, dass etwas in der Entwicklung oder beim Verhalten nicht stimmt, beginnt für sie eine Odyssee von Arzt zu Arzt: Der Kinderarzt bescheinigt, dass das Kind zu klein ist, aber mit den Wachstumshormonen alles in Ordnung ist; der Genetiker kann an den Chromosomen nichts feststellen; der Psychiater verschreibt Ritalin gegen die Hyperaktivität. Die Pflegeeltern sind verzweifelt, weil sie nicht wissen, was mit dem Kind los ist, und kein Doktor ihnen wirklich weiterhelfen kann.“

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1.7.10 Urteil zu Krankenversicherung von Pflegekindern

In einem interessanten Urteil hat sich das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz mit der Frage beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen ein Pflegekind bei seinen Pflegeeltern in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert ist.

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30.6.10 Was wird aus der kleinen Marie?

Was wird aus Marie? Diese Frage treibt eine Pflegefamilie aus dem Landkreis Bad Kissingen seit nunmehr vier Jahren um. Im Dezember 2006 wurde das Mädchen Marie von ihnen aus Rumänien nach Deutschland gebracht. Vermittelt hatte dies eine Frau aus Hammelburg, die das Amtsgericht Bad Kissingen vor eineinhalb Jahren wegen versuchten Kinderhandels zu einer Bewährungsstrafe verurteilt hat. Nun steht am 1. Juli die Berufungsverhandlung am Landgericht Schweinfurt an.

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29.6.10 Pflegekinder im Fokus der Wissenschaft

Mehrere tausend Kinder in Deutschland leben nicht bei ihren leiblichen Eltern. Sie wachsen in Pflegefamilien auf. Eine Psychologin an der Fachhochschule Dortmund untersucht, warum manche sich besser in den neuen Familien zurechtfinden als andere.

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28.6.10 "Im Alltag macht es keinen Unterschied"

Oft werden Ruth und Jürgen Kamm ganz kurzfristig informiert, dass ein neues Pflegekind zu ihnen kommt. Manchmal vergehen zwischen dem Anruf des Jugendamtes und der Ankunft des Kindes gerade einmal 30 Minunten. Dann holt Ruth Kamm ein Kinderbett und Kleidung vom Dachboden und richtet in dem großen Bauernhaus ein Zimmer her.
Seit 1999 nimmt das Ehepaar, das selbst keinen eigenen Nachwuchs hat, Pflegekinder bei sich auf. Und die Kamms, die damals die erste Pflegefamilie ohne eigene Kinder im Landkreis war, haben ihren damaligen Mut nicht bereut. Ihre drei ständigen Pflegekinder im Alter von sieben, acht und 13 Jahren sagen alle »Mama» und »Papa» zu ihnen. Kein Wunder, der Älteste ist seit seinem zweiten Lebensjahr in Emetzheim. Und auch Ruth Kamm findet: »Im Alltag macht das keinen Unterschied, ob das Pflegekinder oder eigene Kinder sind.»

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25.6.10 Wuppertal

Nach dem Tod des Pflegekindes Talea im März 2008 stellt das Wuppertaler Jugendamt Auswahl und Betreuung von Pflegefamilien auch organisatorisch auf neue Beine. Künftig werden auch Träger der freien Wohlfahrtspflege bei der Betreuung von Pflegestellen mitarbeiten. Bisher hatte allein der städtische Pflegekinder- und Adoptionsdienst geeignete Pflegefamilien gesucht und betreut. Von der Kooperation mit den Vereinen und Initiativen verspricht sich die Stadt zusätzliche Erfolge bei der Ansprache von potenziellen Pflegefamilien. Denn Wuppertal braucht deutlich mehr Pflegefamilien.

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23.6.10 Im neuen Nest

In Berlin leben rund 2700 Kinder in Pflegefamilien. Jedes Jahr müssen etwa 500 Kinder aufs Neue bei Pflegeeltern untergebracht werden. Die Glogers sind eines dieser Pflegeelternpaare. Manchevder Kinder bleiben Wochen, andere Jahre.

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22.6.10 Entführte Zweijährige

Jetzt muss das Oberlandesgericht in Nürnberg entscheiden: Fatma wurde von der leiblichen Mutter entführt, Pflegeeltern klagen jetzt vor Gericht. Die Zweijährige lebt inzwischen bei der Familie ihres Vaters in der Türkei.

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21.6.10 Baby stirbt an Schütteltrauma

In Lüneburg ist ein neun Wochen altes Baby vermutlich an den Folgen eines Schütteltraumas zu Tode gekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen den 34 Jahre alten Vater und die 30-jährige Mutter. Die Familie war dem Jugendamt nicht nur bekannt, sondern hatte bereits diverse Hilfen erhalten. Der Säugling war sogar schon in einer Pflegefamilie untergebracht, bei Menschen, die sich um ihn kümmerten und ihn umsorgten. Und bei dieser Familie hätte das Kind auch bleiben müssen, wenn es nach dem Jugendamt gegangenen wäre. Doch das Gericht war anderer Meinung.

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16.6.10 Wie man Pflege- und Adoptivfamilie wird

Informationsveranstaltung am 1. Juli 2010 in Ahaus:
Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema „Der Weg zur Adoptions- und Pflegefamilie" findet am 1. Juli 2010 um 19.00 Uhr in der Villa van Delden, Bahnhofstr. 91, in Ahaus statt. Ziel der Veranstalter ist es, Hemmschwellen für potenzielle Bewerber und eventuell bestehende Vorurteile über Pflege- und Adoptionsverhältnisse abzubauen. Anmeldungen unter Telefon 02562/12459

 

15.6.10 Fatma

Der Verein „Pfad für Kinder“ hat per Pressemitteilung Vorwürfe gegen die Katholische Jugendfürsorge und den zuständigen Aufenthaltsbestimmungspfleger erhoben. Tenor: Die KJF müsste den Internationalen Sozialdienst (IS) auf Trab bringen, damit sich der um die in Izmir lebende Fatma kümmert. Am 15. April hatte eine Familienrichterin entschieden, den Antrag der Pflegeeltern auf „Rückführung“ abzulehnen, da es Fatma in der Türkei gut gehe.

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14.6.10 Studie zur Kindheit in Deutschland

Nach der aktuellen World - Vision  - Studie lebt ein Fünftel der Sechs- bis Elfjährigen in eher prekären Verhältnissen und sieht die eigene Zukunft wenig optimistisch. "Kinder in Deutschland leben in einer Vier-Fünftel-Gesellschaft", sagt der Jugendforscher Hurrelmann. Die Kluft zwischen den vier Fünfteln der Kinder, die in stabilen und geordneten Verhältnissen aufwüchsen, und dem restlichen Fünftel habe sich seit der letzten Studie aus dem Jahr 2007 noch vergrößert. Letzteren fehle der Glaube daran, sie könnten durch eigenes Handeln etwas verändern. Sie seien noch im Grundschulalter, hätten sich aber bereits aufgegeben.

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10.6.10 Fachtag in Berlin

Der Bundesverband Pfad veranstaltet in Kooperation mit dem BMFSFJ am 18. Oktober 2010 in Berlin einen Fachtag zum Thema „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“.

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8.6.10 Prozess gegen Amtsvormund von Kevin

Kevin wurde von seinem Ziehvater totgeprügelt. Doch auch andere sollen Mitschuld an dem grausamen Schicksal des Kindes tragen. Nächste Woche beginnt ein zweiter Prozess. Kevins ehemaligem staatlichem Amtsvormund wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. "Es kann in manchen Fällen auch Gewalt sein, das Kind aus seiner Familie herauszunehmen,“ sagt der zuständige Richter.

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7.6.10 Für alle eine Bereicherung

Es ist schön ein jüngeres Geschwisterkind zu haben“, sagt die 15-jährige Annika. Wenn sie von der Schule nach Hause kommt, freut sie sich darauf, in dem großen Garten mit dem dreijährigen Jason auf dem Trampolin zu springen. Seit Mai 2009 ist Jason als Pflegekind in der Familie Flöttmann. „Eine Bereicherung für die ganze Familie“, sagt Beate Flöttmann.

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3.6.10 12-Jähriger will in Pflegefamilie und ruft die Polizei um Hilfe

"Ich darf im Haus nicht Ball spielen" hat ein Zwölfjähriger aus Tuttlingen 22 Mal geschrieben, dann reichte es ihm. Er hatte keine Lust mehr die Strafarbeit zu schreiben, die ihm seine Eltern aufbrummten und rief die Polizei. Am Telefon bat er die Beamten, ihm die Aufnahme in eine Pflegefamilie zu ermöglichen und legte dann auf. Die Polizei verfolgte den Anruf zur Wohnung der Familie zurück und traf wenig später dort ein. Die Eltern des Jungen waren wegen des Erscheinens der Polizei völlig überrumpelt. Erst nach einem Gespräch mit dem Sohn, der selbst nicht mit den Beamten gerechnet hatte, klärte sich die Situation.

 

1.6.10 Eltern ihr Kind wegnehmen

In der "Zeit" berichtet die 27-jährige Stefanie Bause über ihre Arbeit im Jugendamt Gelsenkirchen.

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31.5.10 Pflegefamilie auf Abruf

Sie sind Eltern und Geschwister auf Zeit - und gefragter denn je: Bereitschaftspflegefamilien springen kurzfristig ein, wenn Kinder nicht bei ihren leiblichen Eltern bleiben können. Doch die Interims-Familien stecken in einem Dilemma: Sie sollen Geborgenheit geben - aber auch nicht zu viel Nähe zulassen.

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25.5.10 Radio-Tipp: Annäherung an ein Kinderleben

Sonntag, 6. Juni von 11.05 bis 12.00, Feature NDR Info

Samstag, 4. September 2010, 18.05 bis 19 Uhr, Deutschland Radio Kultur

Als das Jugendamt Angelika mit neun aus ihrer Familie nahm, konnte sie nur unverständlich sprechen, wusste nicht, wie man mit Messer und Gabel isst, hatte weder ein eigenes Bett noch eine eigene Zahnbürste. Bei ihren Pflegeeltern beginnt Angelika zu erzählen, wie sie zu Hause eingesperrt und geschlagen wurde, wie Vater, Onkel und Bruder sie jahrelang sexuell missbrauchten. Doch warum haben Nachbarschaft, Schule, Jugendamt so lange nichts von ihrem Leid bemerkt? Angelika ist inzwischen 19 Jahre alt und lebt in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

 

21.5.10 Trauma-Ambulanz für Kinder und Jugendliche

Jeder weiß, was Erste Hilfe ist. Wenn ein Unfallopfer blutend am Straßenrand liegt, sollte man ganz schnell die Wunde verbinden - und den Krankenwagen rufen. Bei seelischen Verletzungen, in der Fachsprache Traumata genannt, sieht die Sache ganz ähnlich aus, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die Uni-Kliniken Münster richten deshalb eine Trauma-Ambulanz für Kinder und Jugendliche ein.

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20.5.10 Keine einfache Aufgabe, aber eine machbare

„Ein Pflegekind bei sich aufzunehmen ist keine leichte Aufgabe, aber eine machbare.“ Gabi Schmidt, Mitglied einer Pflegeelterninitiativ weiß, wovon sie spricht. Bereits seit 14 Jahren betreut sie einen Pflegesohn, der heute 20 Jahre alt ist.

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18.5.10 Vortragsreihe in Siegen

Die Universität Siegen veranstaltet eine Vortragsreihe zum Aufwachsen in Pflegefamilien.

Die Vorträge sind kostenfrei und können ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Donnerstag, 20. Mai 2010, 16.00 Uhr (Am Eichenhang, Artur Woll Haus)

„Aufwachsen unter schwierigen Bedingungen: Welche Ressourcen benötigen Pflegekinder?“

Donnerstag, 10. Juni 2010, 16.00 Uhr (Adolf Reichwein-Str., Audimax)

„Entwicklungsverläufe und Kontinuität in der Pflegekinderhilfe“

Dienstag, 22. Juni 2010, 20.00 Uhr (Adolf Reichwein-Str., Audimax)

„Die Familie in der Spätmoderne: hat die Kernfamilie ausgedient?“

Donnerstag, 1. Juli 2010, 16.00 Uhr (Adolf Reichwein-Str., Audimax)

„Aufwachsen unter schwierigen Bedingungen: Wie können professionelle Dienste Belastungen für Pflegekinder abmildern?“

Donnerstag, 8. Juli 2010, 16.00 Uhr (Adolf Reichwein-Str., Audimax)

"Aufgaben, Chancen und Risiken von Pflegefamilien aus bindungstheoretischer Sicht

 

17.5.10 Schwerer Start

Maik Zender ist eines von 58 Kindern auf Rügen, das bei einer Pflegefamilie lebt. Die Geschichte des heute Zwölfjährigen hat Sozialarbeiterin Monika Hirche besonders bewegt: „Weil er einen so schweren Start ins Leben hatte.“

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10.5.10 Familienglück auf Zeit

Gerade mal eineinhalb Wochen war Brigitte Körner "schwanger", dann hielt sie ihren Sohn Felix im Arm. Überglücklich sei sie gewesen, erzählt die 40-Jährige. "Alle Zweifel und Bedenken waren mit einem Mal wie weggeblasen." Felix ist ein Pflegekind.

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10.5.10 Die Fließband-Mama

Seit 20 Jahren bietet die sechsfach-Mutter Anna-Maria Meister Pflegekindern ein Heim auf Zeit. „Ich habe Kinder so unendlich lieb, es erfüllt mich einfach. Wenn ein Familienurlaub geplant ist, bucht sie immer noch ein zusätzliches Bett, weil man als Pflegemutter nie weiß, ob und wann ein neues Familienmitglied dazu stößt.“

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7.5.10 Nichts geht über Mutterliebe

Überbelastung in der Schwangerschaft hat negative Folgen für die spätere Lern- und Denkfähigkeit des Säuglings, doch eine intensive Betreuung bis zur Krabbelphase kann die Beeinträchtigung wieder wett machen. Das haben US-Forscher in einer Studie mit 125 schwangeren Müttern festgestellt.

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6.5.10 Klage auf Löschung eines Eintrags beim Jugendamt

Eine Behörde in der Zwickmühle: Da erfährt ein Jugendamt in Lahr 2007 von der Mutter eines zweieinhalbjährigen Mädchens, dass das Kind keinesfalls zu seinen Großeltern in Pflege gegeben werden dürfe. Sie erklärt, dass sie als 13-Jährige von ihrem Vater sexuell genötigt und misshandelt worden sei. Er habe auch die Mutter geschlagen und sei Alkoholiker. Dieser Vorwurf wiegt schwer, und deshalb entscheidet sich das Jugendamt dazu, das Mädchen nicht zu den Großeltern, sondern in eine Pflegefamilie zu geben. Die Großeltern, insbesondere der Großvater, der sich keiner Schuld bewusst ist, beginnen daraufhin einen Kampf um ihre Enkelin, den sie nach über einem Jahr gewinnen. 2008 entscheidet ein Familiengericht, dass sie die Pflegschaft für ihre Enkelin übernehmen dürfen. Nun klagt der Großvater weil er möchte, dass ein alter und widerlegter Eintrag beim Jugendamt keine Verwendung mehr findet.

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4.5.10 Steine in den Weg gelegt

"Man beißt sich da irgendwie alleine durch", fasst Pflegemutter Alexandra Becker ihre Erfahrungen mit dem Jugendamt zusammen. Eine andere Pflegemutter sagt: "Jeden Stein, den sie finden konnten, haben sie uns in den Weg geworfen".

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29.4.10 Monatlich 7100 Euro für Akquise von Pflegeeltern

In Wermelskirchen mussten im letzten Jahr Kinder ins Heim, weil für sie sie keine Pflegefamilien gefunden werden konnten. Dies verursachte erhebliche Mehrkosten für den städtischen Haushalt. Hätten die drei Kinder in Pflegefamilien untergebracht werden können, so wären der Stadt dadurch insgesamt "nur" 13 832 Euro an Kosten entstanden. Durch die Heimunterbringung waren es aber in der Summe 80 676,99 Euro. Damit solche Fälle künftig nicht mehr eintreten, will die Stadtverwaltung jetzt den Intensivpädagogischen Dienst Bergisch Land mit der Akquise und Qualifizierung von Pflegefamilien beauftragen. Monatlich 7100 Euro soll die Stadtverwaltung für die Arbeit von zwei Kräften des Intensivpädagogischen Dienstes entrichten.

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28.4.10 Bindung

„Aus psychologischer Sicht ist ein Pflegekind in dem bindungssicheren Milieu einer Pflegefamilie zunächst gut versorgt und  kann die Bindung an die leiblichen Eltern gar nicht verlieren,“ sagt der Kinder- und Jugendpsychiater Andreas Wiefel.

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24.4.10 Nordrhein Westfalen will weniger Jugendämter

Die Zahl der knapp 200 Jugendämter in Nordrhein-Westfalen ist nach Ansicht des Landkreistages Nordrhein- Westfalen viel zu hoch. Es könne nicht in jedem Jugendamt die nötige Fachkompetenz für die teils sehr speziellen Aufgaben vorgehalten werden, sagte der Präsident des Landkreistages NRW, Thomas Kubendorff, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Deswegen sei eine Konzentration sinnvoller. Zudem sei es unwirtschaftlich, so viele Ämter vorzuhalten. «53 Jugendämter reichen», sagte Kubendorff.

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23.4.10 Westallgäu

Der Bedarf an Pflegeeltern steigt im Landkreis Westallgäu von Jahr zu Jahr. Waren es 1996 noch 68 Kinder und Jugendliche, die über das Jugendamt in andere Familien vermittelt wurden, mussten verganges Jahr schon 137 unterstützt werden, berichtet das Landratsamt. Damit hat sich die Zahl innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Derzeit sind im Landkreis 73 Kinder in 47 Pflegefamilien untergebracht. Es werden dringend zusätzliche Pflegeeltern gesucht.

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22.4.10 Biografiearbeit

Am 24. April geht es in Velbert um das Thema „Biografiearbeit mit Pflegekindern“. Referenten des sind Martina Lueg und Ludwig Bürger vom Adoptions- und Pflegekinderdienst der Stadt Velbert. Die dreistündige Veranstaltung findet im Familienzentrum in Velbert-Neviges (Schillerstr. 1a) statt und beginnt um 10 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um telefonische Anmeldung wird: 02051-262462.

 

21.4.10 Aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Die Rückführung eines Kindes zu seinen leiblichen Eltern nach einer Aufenthaltszeit in einer Pflegefamilie hängt von einer Risikoprognose ab. Die Risikogrenze ist bei der Entscheidung über eine Rückführung des Kindes zu seinen leiblichen Eltern dann überschritten, wenn unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auszuschließen ist, dass die Trennung des Kindes von seinen Pflegeeltern psychische oder physische Schädigungen nach sich ziehen kann. Ein solches Risiko ist für das Kind nicht hinnehmbar. Dieser Grundsatz bedingt, dass eine gerichtliche Entscheidung rechtswidrig ist, die eine Verbleibensanordnung von einer mit Sicherheit zu erwartenden Kindeswohlschädigung bei Rückkehr des Kindes zu seinen Eltern abhängig macht. (BVerfG, Beschluss vom 31.03.2010, Az. 1 BvR 2910/09)

 

20.4.10 Schlechte Aussichten für Pflegekinder in den USA

Nach einer aktuellen Studie haben US-amerikanische Pflegekinder schlechte Aussichten auf eine erfolgreiche Zukunft. Weniger als die Hälfte hatten mit Mitte zwanzig einen Arbeitsplatz, drei Viertel der Frauen bekamen staatliche Unterstützungen und sechzig Prozent der Männer waren bereits wegen eines Verbrechens verurteilt worden.

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19.4.10 Geduld ist ganz wichtig

Eineinhalb Jahre hatten Inka und Dirk Kist sich informiert, Seminare besucht und hin und her überlegt. Dann trafen sie die Entscheidung, noch einmal eine ganz neue Aufgabe zu übernehmen. Die Kists wurden Pflegeeltern. Sie erklärten sich bereit, einem Kind ein zweites, ein sicheres Zuhause zu geben. Eineinhalb Jahre. Viel Zeit zum Nachdenken. Wenig, wenn es darum geht, die Verantwortung für ein Kinderleben zu übernehmen. Zeit muss man sich nehmen, sagt Inka Kist. Zeit für die Entscheidung und Zeit für die Kinder. "Geduld ist ganz, ganz wichtig."

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16.4.10 Moers

Das Familiengericht Regensburg hat entschieden, dass die am 30. Dezember 2009 von ihrer leiblichen Mutter entführte Fatma (2) in der Großfamilie des leiblichen Vaters in Izmir bleiben darf. Das Kindswohl Fatmas sei nicht gefährdet. Die Richterin wies den Antrag der deutschen Pflegeeltern aus Regensburg auf „Rückholung“ der Zweijährigen zurück.

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15.4.10 Bundesverfassungsgericht zum Entzug des Sorgerechts

Enthalten die Entscheidungsgründe eines Urteils, durch das den Eltern die elterliche Sorge entzogen wird, weder Aussagen dazu, welche konkreten Schäden aufgrund des elterlichen Verhaltens bei dem Kind gegeben oder zu befürchten sind, noch ob diese ein Ausmaß erreichen, das eine teilweise Entziehung der elterlichen Sorge rechtfertigen würde, verletzt dies die Eltern in ihrem Erziehungsrecht. Allein die Feststellung, dass „es dem Kindeswohl am ehesten entspricht“, wenn das Kind nicht bei seinen Eltern, sondern in einer Jugendhilfereinrichtung lebt, ist für das Vorliegen eine nachhaltigen und schwerwiegenden Kindeswohlgefährdung nicht ausreichend. (BVerfG, Beschluss vom 29.01.2010, Az. 1 BvR 374/09)

 

13.4.10 Elternteil kann nicht zu Untersuchung gezwungen werden.

Das Familiengericht hat bei Gefährdung des Kindeswohls Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. Voraussetzung für ein Eingreifen des Familiengerichts ist eine gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen oder leiblichen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt. Ein Elternteil kann in diesem Rahmen mangels einer gesetzlichen Grundlage nicht gezwungen werden, sich körperlich oder psychologisch untersuchen zu lassen und zu diesem Zweck bei einem Sachverständigen zu erscheinen. Verweigert der Elternteil die Mitwirkung an der Begutachtung, kann er in Anwesenheit eines Sachverständigen gerichtlich angehört und zu diesem Zweck sein persönliches Erscheinen angeordnet werden.

(BGH, Beschluss vom 17.02.2010, Az. XII ZB 68/09) 

 

12.4.10 Moers

Die Stadt Moers sucht Pflegeeltern für einen neun Jahre alten Jungen, der derzeit in Herne von einer Familie betreut wird. „Wir suchen außerhalb unserer normalen Pflegestellen, weil sich aus der Pflegezeit möglichst eine Art Patenschaft auf Dauer ergeben soll“, erläutert Mitarbeiterin Sabine Schlicht. „Die Mutter ist derzeit nicht in der Lage ihren Alltag zu organisieren und sich um ihren Sohn zu kümmern. Der regelmäßige Kontakt zur leiblichen Mutter ist aber sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes. Aus diesem Grund suchen wir eine Pflegefamilie in der Region“.

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8.4.10 Klare Ansagen

„Es gibt Dinge, die können die Jungs nicht entscheiden, gerade, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht,“ sagt die Pflegemutter Heike Reck-Lohmann. Als ihr Pflegesohn Kevin dagegen sperrte, nicht zur Schule gehen wollte und einfach wegblieb, spürte er schnell, dass mit seinen Pflegeeltern in dieser Hinsicht nicht gut Kirschen essen ist. Eine Nacht im Heim in Abstimmung mit dem zuständigen Kreisjugendamt hat ihm schnell klargemacht, was er selbst nicht will. In der Familie hat er seine Freiheiten und eine Struktur. Dinge, die die meisten nicht kennen. Darum geht es meistens, auch im Hause Reck-Lohmann: Ein geregelter Tagesablauf, Schule ,„klare Ansagen“ nennt das seine Pflegemutter.

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7.4.10 Vollrausch im Mutterleib

Babys, deren Mütter in der Schwangerschaft Alkohol trinken, kommen oft mit Schäden im Gehirn zur Welt. Bis zu 4000 Kinder sind es jährlich in Deutschland. "95 Prozent der Kinder, die zu uns kommen, leben bei Pflegeeltern", sagt der Kinderarzt Hans-Ludwig Spohr vom Zentrum für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden der Berliner Charité.

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24.3.10 Liebe auf Zeit mit Hindernissen

Der Umgang mit den Kindern sei nicht immer leicht, weiß Wolfgang Sucher, der Pflegevater und Vorsitzender eines Vereins für betroffene Eltern im Kreis Parchim ist. Er schildert ein Beispiel: Zwei seiner vier Pflegesöhne wollten kurzfristig wieder zur leiblichen Mutter - zwei Tage vor einem bereits bezahlten Tunesien-Urlaub. Familie Sucher fügte sich und informierte das Jugendamt. Kein ungewöhnlicher Fall: Die Kinder seien oft zwischen beiden Familien hin- und hergerissen, so Thieß: "Die Pflegeeltern haben eine Menge auszuhalten."

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22.3.10 Nürnberg

Pflegefamilien für Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu finden, ist schwer. Bei der Fülle an Familien, die bei der Erziehung ihrer Kinder die Hilfe des Jugendamtes benötigen (die Zahl stieg 2009 um satte 11,7 Prozent), schlagen in Nürnberg die teuren Heimunterbringungen mit über 27 Millionen Euro am stärksten zu Buche. Für Vollzeitpflege fielen 2009 zum Vergleich 4,2 Millionen Euro an.

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19.3.10 Fetales Alkoholsyndrom

Am 17.04. veranstaltet die Ortsgruppe Lindau des PFAD in Zusammenarbeit mit der Pflegeelternschule Baden-Württemberg in Wangen-Neuravensburg eine Fortbildung zum Thema “Fetales Alkoholsyndrom”. Nähere Informationen unter 08385 - 92 18 66.

 

18.3.10 Fachtagung in Mannheim

Die Stadt Mannheim veranstaltet am 23.3.2010 eine Fachtagung zum Thema “Darf ich Mama zu Dir sagen?” Kindliche Sicherheit als Leitlinie fachlichen Handelns – Fremdplatzierung und Bindung von Kindern in Pflegefamilien.

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17.3.10 Aachen sucht dringend neue Erziehungsstellen

In Aachen werden dringend Familien und Paare gesucht, die pädagogisch oder psychologisch ausgebildet sind. Geboten wird eine große Herausforderung über viele Jahre. Geboten wird aber auch die Chance auf eine Bereicherung für das eigene Leben. «Maria im Tann», Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Aachen, braucht dringend neue Erziehungsstellen.

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16.3.10 Ein seelischer Supergau

Am 30. Dezember 2009 war die zweijährige Fatma aus ihrer deutschen Pflegefamilie gerissen und von der psychisch kranken Mutter zunächst nach Rumänien gebracht worden. Danach landete die Kleine in der türkischen Großfamilie ihres leiblichen Vaters in Izmir. Die Mutter ist mittlerweile abgetaucht. Der Vater lebt heute wieder angeblich in Regensburg. Franz Dorner vom Jugendamt sagt: „Das, was da passiert ist, ist ein seelischer Supergau, eine Katastrophe, ein Fiasko.“

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15.3.10 Rentenversicherung in der Tagespflege

Das Schleswig - Holsteinische Veraltungsgericht hat am 11.2.2010 der Klage einer Tagespflegeperson stattgegeben, die gegen den örtlichen Träger der Jugendhilfe auf Erstattung ihrer Aufwendungen für ihre Alterssicherung geklagt hatte.

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11.3.10 Fachtag in Bielefeld

Am Samstag, 20. März, findet im Großen Saal des Neuen Rathauses von 9.30 bis 14.00 Uhr der 1. Bielefelder Pflegeelterntag statt. Veranstalter sind das städtische Jugendamt und weitere Träger des Kommunalen Arbeitskreises Pflegekinder Bielefeld. Ziele des Pflegeelterntages sind zum einen die Förderung der Zusammenarbeit von Pflegeeltern und Fachkräften durch eine gemeinsame Fortbildung. Zum anderen sollen neue Pflegeeltern gewonnen werden. Interessierte zukünftige Pflegeeltern haben somit an dem Fachtag auch die Möglichkeit, sich umfassend über das Thema „Pflegekind / Pflegeeltern“ zu informieren. Potentielle Pflegeeltern können hierbei mit aktiven Pflegeeltern oder älteren Pflegekindern ins Gespräch kommen.

 

10.3.10 München sucht Pflegeeltern mit Migrationshintergrund

Das Jugendamt München sucht nach Pflegefamilien mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2008 hatten 58 der 323 in Pflegefamilien untergebrachten Kinder einen Migrationshintergrund. Das Jugendamt würde türkischstämmige Kinder gerne in türkischen Familien unterbringen, bisher haben sich jedoch noch keine türkischen Familien als Pflegefamilie zur Verfügung gestellt.

 

9.3.10 Leverkusen

Sozialhilfedynastien gibt es seit langem. Sie waren überschaubar. Doch nun kommen immer mehr einkommens- und sozialschwache Familien in der Stadt hinzu, die ihre Kinder verwahrlosen lassen oder misshandeln. Das Jugendamt will mit einem Konzept Kinder schützen, bevor sie gefährdet sind.

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8.3.10 Das böse Jugendamt in Oldenburg

„Bild“ berichtet über das Jugendamt Oldenburg, das offensichtlich ständig unschuldigen Eltern die Kinder wegnimmt.

(den Wahrheitsgehalt solcher Berichte kann keiner überprüfen, da es dem Jugendamt aus Datenschutzgründen untersagt ist, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.)

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5.3.10 Katholische Kirche schließt aus Protest Sozialdienst für Pflegekinder

Der Oberste Gerichtshof der USA hat keine Einwände gegen die Öffnung der Ehe für schwul-lesbische Paare in Washington D.C. Die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare war nicht unumstritten, als Protest gegen das Gesetz hat die katholische Kirche eine Drohung wahr gemacht und einen Sozialdienst für Pflegekinder geschlossen.

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1.3.10 VG Dresden: Keine Reittherapie für Pflegekind

Im Hilfeplan hatte ein Jugendamt empfohlen, dass aufgrund der besonderen Verhaltensauffälligkeiten eines Pflegekindes, ihrer erlebten biografischen Erfahrung und der daraus resultierenden Traumata im Rahmen der Eingliederungshilfe ein zusätzliches Angebot unumgänglich sei. Das Kind solle in Form von Reittherapie lernen, seine Ängstlichkeiten zu überwinden, den eigenen Körper besser zu erfühlen und zu beherrschen. Das therapeutische Reiten sei von großer Bedeutung, da diese Form des Trainings gerade für solche gehemmten und verunsicherten Kinder einen geeigneten Rahmen bilde. Später wollte das Jugendamt jedoch die Kosten nicht mehr übernehmen.

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23.2.10 Bundesverfassungsgericht

Ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung einer das Sorgerecht entziehenden Entscheidung ist jedenfalls dann zu bejahen, wenn die Herausnahme der Kinder aus dem elterlichen Haushalt unmittelbar bevorsteht und damit ein nachhaltiger Eingriff in das Elternrecht in Frage steht und das Rechtsmittel Aussicht auf Erfolg hat. Darüber hinaus sind bei der Entscheidung, ob die Vollziehung einer kindschaftsrechtlichen Maßnahme bis zur Beschwerdeentscheidung auszusetzen ist oder nicht, stets auch die Folgen für die betroffenen Kinder zu bedenken. Denn das Kindeswohl ist grundsätzlich die oberste Richtschnur der im Bereich des Kindschaftsrechts zu treffenden Entscheidungen der Instanzgerichte. (BVerfG, Beschluss vom 19.01.2010, Az. 1 BvR 1941/09)

 

22.2.10 Mit dem Herzen einer Mutter

Fünf Töchter und Söhne haben Sabine Fandrey und ihr Mann großgezogen. Nun geben sie fremden Kindern aus Problemfamilien ein Zuhause.

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19.2.10 Veranstaltungen in Velbert

20.03.2010 : "Da kommt was in Bewegung“ – Veränderungen im Familiensystem durch ein Pflegekind"
24.04.2010 : "Mein Lebensbuch – Biografiearbeit mit Pflegekindern"
13.11.2010 : "Vom Umgang mit Herkunftsfamilien- Pflegekinder dürfen 2x Eltern haben"
Nähere Informationen unter 02051- 26246.

 

18.2.10 Aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Ein dreijähriges Kind kann vorläufig bis zur abschließenden verfassungsmäßigen Überprüfung seiner Herausgabe an seine leiblichen Eltern, zu denen er keine Bindungen hat, in seiner Pflegefamilie bleiben. Dies gilt insbesondere dann, wenn durch Versagung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung eine erhebliche Kindeswohlbeeinträchtigung durch mehrfache Ortswechsel droht. (BVerfG, Beschluss vom 13.01.2010)

 

17.2.10 Der Nachwuchs fehlt

161 Kinder aus Wilhelmshaven leben zurzeit in 135 Pflegefamilien. Um Kinder nicht auf Wartelisten setzen zu müssen, braucht das Jugendamt mindestens 15 neue Pflegefamilien. Das Problem ist: Der Nachwuchs an jungen Pflegefamilien fehlt.

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15.2.10 Eine ganz normale Familie

Wenn man Kevin bittet, von seiner Familie zu erzählen, muss er erst einen Moment über Berichtenswertes nachdenken - eigentlich ist doch bei ihnen alles ganz gewöhnlich. Bis vor Kurzem hat der 20-Jährige zusammen mit seinen Eltern und drei Geschwistern in einem Haus mit Garten gelebt. Aber es gibt doch etwas Besonderes daran: Kevin ist mit keinem von ihnen verwandt, „Mama“ und „Papa“ sind seine Pflegeeltern.

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12.2.10 Eltern müssen auch auch mit Geschwisterkindergeld an Kosten beteiligen

Kindergeld zählt nach dem Sozialrecht zum Elterneinkommen und muss zur Unterbringung eines Kindes in eine Pflegefamilie oder ein Heim eingesetzt werden. Dabei ist es unerheblich, ob das Kindergeld für das betroffene Kind gezahlt wird oder für ein anderes. (VGH Baden-Württemberg, Urteile v. 16.12.2009, 12 S 1550/07, 12 S 1603/07 und 12 S 567/08)

 

10.2.10 Erfrierungen der Seele

Mit dem Thema „Lange Schatten früher und später Traumatisierungen“ beschäftigte sich eine internationale Forschungskonferenz in Frankfurt.

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8.2.10 Gießen

Kinder erleben in ihren Familien Gewalt oder Vernachlässigung in einem solchen Ausmaß, dass das Jugendamt sie sofort in Obhut nehmen muss. Dann stellt sich die Frage: Wo kann man die Kleinen unterbringen? Ein Baby in Gießen, für das sich im Dezember keine Unterbringungsmöglichkeit finden ließ, musste vier Wochen im Krankenhaus bleiben, bis endlich eine Pflegefamilie es aufnehmen konnte.

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5.2.10 Mecklenburg-Vorpommern

Kinder aus sozial schwachen Familien sind am häufigsten von Verwahrlosung betroffen. Gut 80 Prozent der 2850 Kinder und Jugendlichen im Land, die Ende 2008 in einem Kinderheim, einer betreuten Wohngruppe oder einer Pflegefamilie lebten, stammten aus Familien, die Hartz IV oder Sozialhilfe bezogen. Als häufigste Ursachen für die Erziehung außerhalb der eigenen Familie nannte das Statistische Amt am Donnerstag in Schwerin mangelnde Erziehungskompetenz der Eltern, unzureichende Versorgung des Kindes und Gefährdung des Kindeswohls. 1996 lebten den Angaben zufolge 1264 Kinder bei Pflegeeltern, Ende 2008 waren es 1282. Die Zahlen für 2009 liegen noch nicht vor.

 

4.2.10 Urteil: Kindergeld zählt zum Einkommen der Eltern

Eltern müssen sich auch mit dem Kindergeld an den Kosten für die Unterbringung eines Kindes in einer Pflegefamilie oder einem Heim beteiligen. Die Behörden dürfen das Kindergeld als Einkommen der Eltern anrechnen. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim entschieden. Dabei sei es unerheblich, ob das Kindergeld für das betroffene Kind gezahlt werde oder für ein anderes. In drei kürzlich vom VGH entschiedenen Fällen hatten alleinverdienende Väter geklagt, sie sahen ihre Belastungsgrenze überschritten. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, der VGH hat die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.

 

3.2.10 Namensnennung von Jugendamts-Mitarbeiter

In einem Bericht über eine Streitigkeit mit dem Jugendamt verbreitete der betroffene Elternteil Texte und Presseberichte unter Namensnennung des zuständigen Funktionsträgers öffentlich im Internet. Das Gericht erachtete dies als unzulässig. Die Meinungsfreiheit besteht grundsätzlich nur solange als nicht Rechte anderer verletzt werden oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung verstoßen wird. An einer Namensnennung des tätig gewordenen Mitarbeiters des Jugendamts im Rahmen einer Sorgerechtsstreitigkeit besteht jedoch insoweit kein öffentliches Interesse. Die Nennung des Namens ist daher unzulässig. (LG München, Urteil vom 19.11.2009 - Az. 35 O 9639/09)

 

2.2.10 Pflegeoma

Karin Galle ist offiziell von Amts wegen "Pflegeoma" ihres Enkels Florian. Beide bilden seit zweieinhalb Jahren in Hohenschönhausen eine kleine Familie. Sie scheinen ein Herz und eine Seele zu sein.

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29.1.10 NRW: Jugendämter holten 9347 Kinder aus ihren Familien

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die zum Schutz vor Vernachlässigung oder Misshandlung von ihren Eltern getrennt wurden, hat 2008 einen Höchststand erreicht. In Nordrhein – Westfalen griffen die Jugendämter in 9347 Fällen ein – das ist im Vergleich zu 2005 eine Steigerung um 17,7 Prozent.

 

28.1.10 Aktuelle Entscheidung VG Ansbach

In einem aktuellen Fall, den das VG Ansbach zu entscheiden hatte, ging es um eine beantragte Maßnahme, die wegen fehlender bzw. nicht positiv festgestellter Eignung der Pflegefamilie abgelehnt wurde. Die bisherige Pflegemutter hatte den ehelichen Haushalt verlassen und war mit einem neuen Partner zusammengezogen, der seinerseits Trennungskonflikte noch aufzuarbeiten hatte. Die Entscheidung des Gerichts im vollständigen Wortlaut hier auf pflegekinderinfo.de.

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27.1.10 Neuer Anlauf für Kinderschutzgesetz

Bundesfamilienministerin Köhler will ein neues Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen. So sollen Mediziner ihre Erkenntnisse über Misshandlungen künftig melden dürfen. Auch sind flächendeckende Hilfen für potenziell überforderte Familien angedacht.

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26.1.10 Pflegekind sollte aus dem Unterricht ins Heim gebracht werden

In Oberhausen sollte ein Neunjähriger während des Schulbetriebs von einer Sozialarbeiterin der Diakonie Mülheim sowie einem Vormund und Vertreter des Duisburger Jugendamtes abgeholt und in ein Heim gebracht werden. Klassenkameraden und Lehrer stellten sich hinter ihn. mehr..

Heute entscheidet in dieser Sache das Familiengericht.

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25.1.10 Aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle

In einer aktuellen Entscheidung beschäftigt sich das Oberlandesgericht Celle mit dem Sorge- und Umgangsrecht für ein Pflegekind. Die Entscheidung des Gerichts im vollständigen Wortlaut hier auf pflegekinderinfo.de.

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22.1.10 Wien

In Wien warten rund 100 Adoptiveltern auf ein Baby – Pflegefamilien gibt es aber nur eine Handvoll.

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20.1.10 Herausgabe an die leiblichen Eltern

Das OLG Hamm hat mit Beschluss vom 21.10.2009 (FamRZ 2010,40) festgestellt, dass ein Kind von den Pflegeeltern auch dann an die leiblichen Eltern herauszugeben ist, wenn hierdurch eine psychische Belastung für das Kind nicht auszuschließen ist. In der Zeitschrift für Familienrecht kritisiert Stefan Heilmann diese Entscheidung und bemängelt, dass das OLG Hamm die hohe Bedeutung des Kindeswohls teilweise verkannt hat. Dr.Stefan Heilmann , FamRZ 2010, 41-43

 

18.1.10 Unfallversicherung

Laut Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ist Pflegeelternschaft „familienorientierte Erwerbsarbeit“. Demnach müssten die Pflegeeltern unfallversichert werden. Kosten: 120 Euro pro Person und Jahr. Aber die die Versicherung ist nur für Familien der Bereitschaftspflege gedacht, die im Notfall schnell und vorübergehend Kinder aufnehmen. Und besonders kurios: Die Versicherung soll nur in Schadensfällen einspringen, die ausschließlich im Umgang mit dem Pflegekind passieren. Man könnte sich folgenden Fall vorstellen: Die Mutter brät ein Spiegelei für ihr Pflegekind und verbrüht sich dabei die Hand. Dann zahlt die Versicherung. Ist das Mittagessen jedoch für die ganze Familie geplant, dann zahlt die Versicherung nicht.

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18.1.10 Gewisse innere Distanz

Zum Selbstschutz raten Fachleute den Pflegefamilien, eine gewisse innere Distanz zu den Kindern zu behalten. "Aber das klappt bei mir drei Tage lang, und dann ist es doch passiert, und ich habe sie so lieb, dass ich sie nicht wieder hergeben möchte," sagt eine Pflegemutter.

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14.1.10 Schweiz

Im Kanton St. Galen werden die Pflegegeldrichtlinien den heutigen finanziellen Verhältnissen angepasst. Die Abgeltung der Aufwendungen von Tages- und Pflegeeltern und die Anerkennung ihrer Betreuungsleistung werden damit verbessert. Das Pflegegeld muss von den leiblichen Eltern sichergestellt werden. Sind sie dazu nicht oder nur teilweise in der Lage, kommen andere Finanzierungsmöglichkeiten wie Kinderzulagen, Sozialversicherungsrenten, Sozialhilfebeiträge und ähnliche für den Unterhalt des Kindes bestimmte Leistungen in Frage. Die aktualisierten Pflegegeldrichtlinien sind im Internet unter www.soziales.sg.ch Stichwort « Kinder und Jugendliche» einsehbar.

 

12.1.10 Ratgeber Auslandsadoption (3.Auflage)

Ab sofort überall im Handel: Die dritte Auflage des “Ratgeber Auslandsadoption“. Mittlerweile ist er auf 288 Seiten angewachsen und enthält mehr Informationen denn je. Von den aktuellen Adoptionsmöglichkeiten in über 100 Ländern bis zur Verpflichtung der Landesjugendämter zur Adoptionsvermittlung. Das Buch behandelt unter anderem die Frage, ob man ohne Eignungsbericht adoptieren kann, was man bei der Anerkennung der Adoption beachten muss und weshalb es manchmal möglich ist, ein Kind aus dem Ausland in Deutschland zu adoptieren, obwohl das Herkunftsland des Kindes die Adoption verbietet. Und wie gewohnt geht es natürlich auch um Erziehungsfragen, Ratschlägen bei medizinischen Problemen und vielem mehr.

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11.1.10 Statistik

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts begann für 32 000 junge Menschen im Jahr 2008 eine Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform. In 60% der Fälle bezogen deren Familien oder sie selbst Transferleistungen. Von den 14 500 jungen Menschen, die in Pflegefamilien neu aufgenommen wurden, erhielten die jungen Menschen selbst oder deren Eltern in 75% der Fälle Transferleistungen. Insgesamt begann im Jahr 2008 für 502 000 junge Menschen eine erzieherische Hilfe. Unter den Kindern, für die eine Vollzeitpflege begonnen hat, waren die unter einjährigen mit 14% am häufigsten vertreten. In diesen Fällen war die Gefährdung des Kindeswohls der meistgenannte Hauptgrund. Knapp die Hälfte der Kinder, die in einer Pflegefamilie aufgenommen wurden, war noch nicht im schulpflichtigen Alter. Insgesamt ging mit zunehmendem Alter der Kinder die Inanspruchnahme der Vollzeitpflege zurück.
Gut jeder fünfte junge Mensch (21%), dem eine Vollzeitpflege neu gewährt wurde, verfügte über einen Migrationshintergrund.

 

11.1.10 Endlich angekommen

Wie alles angefangen hat zwischen ihm und seinen Pflegeeltern, daran kann sich Kjell Groote nicht erinnern. Fünf Jahre war er damals alt - und hatte genauso viele Pflegefamilien hinter sich. Abschiede und Neuanfänge standen für den heute 18-Jährigen auf der Tagesordnung. Und immer wieder keimte die Hoffnung auf, dass es mit den leiblichen Eltern funktioniert. Immer holte die Mutter ihr Kind aus einer Pflegefamilie - und immer wieder scheiterte sie, Suchtprobleme machten den Alltag mit Kind unmöglich. Um den Jungen kennen zu lernen, fuhren Monika und Peter Klein rund 1 200 Kilometer in einem Monat. Sie besuchten alle fünf Pflegefamilien, fragten nach, wie es dort lief, trafen seine leiblichen Eltern und ihn. Als er bei ihnen einzog, war allen klar: Es ist ein Versuch. Zu oft war das Kind enttäuscht worden, zu oft mal da, mal dort gewesen, um sich an eine neue Pflegefamilie zu binden.

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7.1.10 Pflegeeltern 2010 dringend gesucht

Aus unterschiedlichen Gründen kommt es immer wieder vor, dass Kinder bei ihren Eltern nicht so versorgt und gefördert werden, wie es nötig ist. In einer passenden Pflegefamilie haben Kinder die Chance, sich gut zu entwickeln.
Geborgenheit, Wärme, Zuwendung, Förderung: Kinder sind auf vieles angewiesen, um glücklich aufwachsen zu können. Gut, wenn sie Eltern und eine Familie haben, wo sie all das in ausreichendem Maß erfahren. Leider ist das nicht immer so. Daher können sie zeitweise oder auf Dauer nicht mehr dort leben und sind darauf angewiesen, dass andere Menschen für sie da sind. Vor einer möglichen Unterbringung in einem Heim wird dann - besonders wenn die Kinder noch klein oder sogar noch Babys sind - geprüft, ob eine Pflegefamilie bereit wäre, sie aufzunehmen.

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5.1.10 Radio Bremen

Bei den Nitschkes ist immer was los: Mit Eltern, vier Kindern und Hund kommt reichlich Leben ins Haus. Man versteht sich, man streitet sich, eigentlich ist hier alles wie woanders auch. Doch der Weg zur "normalen Familie" war für die Nitschkes und ihren Anhang nicht leicht: Alle Kinder sind Pflegekinder aus schwierigen Verhältnissen. Radio Bremen war bei der Familie zu Gast und hat einen Beitrag ins Internet gestellt.

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4.1.10 Bundesverwaltungsgericht zum Outsourcen von Leistungen

Träger der öffentlichen Jugendhilfe können grundsätzlich die Durchführung der ihrer Zuständigkeit unterliegenden Beratung und Unterstützung der Pflegeperson im Wege der Auslagerung von Dienstleistungen (Outsourcing) auf Träger der freien Jugendhilfe übertragen. Aufgewendete Kosten sind dabei die Ausgaben eines Trägers der öffentlichen Jugendhilfe, die eindeutig abgrenzbar einer bestimmten Jugendhilfemaßnahme individuell konkret zugeordnet werden können. Zu diesen Kosten gehört auch das aufgrund einer Vereinbarung an einen Träger der freien Jugendhilfe für die Durchführung der Beratung und Unterstützung der Pflegeperson zu zahlende Entgelt. Dabei steht die Vereinbarung eines Pauschalbetrages der individuellen Zuordbarkeit und damit der Erstattungsfähigkeit nicht grundsätzlich entgegen. (BVerwG, Urteil vom 22.10.2009, Az. 5 C 16.08)

 

21.12.09 Pflegekinder entwickeln sich besser

Wer in einem Kinderheim aufwächst, startet mit vielen Nachteilen ins Leben. Diesen Verdacht belegt jetzt eine Forschergruppe um den Neurowissenschaftler Charles A. Nelson von der Harvard Medical School. Ihr einzigartiges Feldexperiment in Rumänien zeigt: Je früher Heimkinder in Pflegefamilien vermittelt werden, desto größer die Chance, kognitive und emotionale Rückstände aufzuholen. Darüber berichtet das Magazin Gehirn und Geist in der Ausgabe Januar/Februar 2010

 

15.12.09 Selbstlos und liebevoll

Pflegeeltern zu sein bedeutet nicht nur, Kinder aufzubewahren, sagt Karin Meixner aus Schernberg. Sie und ihr Mann Joachim sind seit fünf Jahren. "Wir sind einfach nur Pflegeeltern, die da sind, wenn wir gebraucht werden", sagte Karin Meixner stellvertretend für alle Pflegefamilien. Zugleich räumte sie mit dem Vorurteil auf, mit der Pflege könne man Geld verdienen: Bei 25 Euro Pflegegeld am Tag und einer 24-Stunden-Arbeit sei das praktisch ein 1-Euro-Job. Und dann müsse das Kind ja auch versorgt werden.

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14.12.09 Ein Zuhause für Andre

André liebt Manina Olschewski. Und sie ihn. Das ist zu sehen. Die 42-Jährige ist seit fünf Jahren seine zweite Mama, sie ist Pflegemutter und Vormund. Ihre Tochter war 15 Jahre, als André die Familie vergrößerte. Seine leibliche Mutter lebt im Ausland und sieht den Sohn selten. Aber dass sie sich treffen, ist allen wichtig.

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9.12.09 Finanzgericht: Pauschale von 1350 DM pro Pflegekind ist nicht überhöht Bei der Gewährung einer Pauschale von 1350 DM pro Pflegekind und Monat ist davon auszugehen, dass dies den tatsächlichen Aufwand widerspiegelt und einen detaillierten Kostennachweis im Rahmen der Einkommensteuer entbehrlich macht. Ein solcher Kostennachweis ist grundsätzlich nur dann erforderlich, wenn die Pauschale offensichtlich überhöht ist.

(FG Saarland, Urteil vom 09.07.2009, Az. 1 K 1312/04)

 

8.12.09 Jedes dritte Pflegekind schafft Weg zurück in die Familie

Dezernatsleiter Günter Weber vom Landratsamt Alb-Donau: ´Momentan leben im Alb-Donau-Kreis 59 Kinder in Pflegefamilien. Die Pflegeeltern erhalten für ihre Betreuung ein vom Alter des Pflegekinds anhängiges Pflegegeld zwischen 723 Euro und 878 Euro. Ziel der Kinderbetreuung in Pflegefamilien ist es, die Kinder wieder zurück in ihre eigenen Familien zu bringen. Das gelingt aber nur in etwa einem Drittel der Fälle.`

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7.12.09 Ehrenamtliche Erziehungshelfer

Die Familie hat heute viele Gesichter. Die traditionelle Kernfamilie wird durch vielfältige Formen des Zusammenlebens abgelöst. Die Folge: Erziehungsprobleme nehmen zu, mit allen Folgen. Seit Jahren steigen im Kreis die Kosten für die Jugendhilfe. Eine Ursache sind total überforderte Eltern. Um diese zu unterstützen, will das Jugendamt neue Wege gehen und den Eltern „ehrenamtliche Erziehungshelfer“ zur Seite stellen.

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4.12.09 Frühe Therapie für gewaltbelastete Kinder

Kinder, die zu Hause Gewalt miterleben, sollen künftig früher therapeutisch behandelt werden. Das soll verhindern, dass sie selber auffällig oder gewalttätig werden. Rund 150 Experten aus ganz Deutschland diskutieren seit Donnerstag in Stuttgart, wie solche Therapien aussehen könnten.

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3.12.09 Steiermark: Soziale Absicherung für Pflegeeltern kommt 2010

Der Mangel an Pflegeltern wird in der Steiermark zu einem immer größeren Problem. Hauptgrund dafür ist das Fehlen jeglicher sozialer Absicherung. Jetzt wurde im zuständigen Ausschuss einstimmig beschlossen, die Möglichkeit der Anstellung für Pflegeeltern nach dem BAGS-Kollektivvertrag Berufsvereinigung der Arbeitgeber für Gesundheits- und Sozialberufe) zu schaffen.

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2.12.09 Pflegefamilien dringend gesucht

Mit einer breit angelegten Kampagne sucht das Jugendamt des Kreises Plön neue Pflegefamilien. Amtsleiter Anselm Brößkamp: "Oft bleibt uns nichts anderes übrig, als Kinder erst einmal aus ihren eigenen Familien herauszunehmen". Manchmal seien Jugendheime eine geeignete Hilfe für die Kinder, manchmal aber brauche man auch Pflegefamilien, die den Kindern eine Zeit lang ein neues Zuhause geben. Und daran mangele es zurzeit im Kreis Plön.

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1.12.09 Vortrag für Adoptiv- und Pflegeeltern

Was tun, wenn Kinder auffälliges Verhalten zeigen? Wo können Ursachen liegen? Der Erziehungswissenschaftler Dr. Eberhard Krüger gibt besonders Adoptiv- und Pflegeeltern Hinweise, den Anlass von Störungen zu verstehen, um Handlungsalternativen zu entwickeln. Der Vortrag am Dienstag, 8. Dezember, beginnt um 20 Uhr in den Stadtwerken am Hafenplatz 1.

 

30.11.09 "Es war schlimm"

An den kleinen Michael können Renate Bux und Hubert Cremer sich noch gut erinnern. Als der Junge zu den Bereitschaftspflegeeltern des Dürener Kinderheims kam, war er zwei Jahre alt, unterernährt und verwahrlost. Alle Zähne des Jungen waren verfault, weil er bei seinen Eltern nur gesüßte Getränke bekommen hat. „Das Kind hat überhaupt keine feste Nahrung gekannt“, erinnert sich Renate Bux. „Ich musste anfangs alle Speisen pürieren.“ Zudem hatte der Junge ein riesiges Bedürfnis nach Schlaf. „Der hat 15 bis 18 Stunden am Tag geschlafen“, so Hubert Cremer. „Es war schlimm.“

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25.11.09 Pflegekinder in Russland

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über verlassene Kinder in Russland: "Heute bekommt eine Pflegefamilie für Ernährung und Kleidung eines Pflegekindes fast so viel wie ein Handwerker Lohn. Natürlich ist die Gefahr groß, dass jemand nur etwas verdienen will"

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24.11.09: Ab Januar im Handel: ´Ratgeber Auslandsadoption`, 3. Auflage

Unter welchen Voraussetzungen kann man seit April 2009 in Ruanda ein Kind adoptieren? Wie lange wartet man in Kolumbien auf ein Kind? Wie viele Kinder wurden in den letzten Jahren aus Indien ins Ausland vermittelt? Warum durfte Madonna in Malawi adoptieren?

Diese und viele andere Fragen beantworten wir in der 3. Auflage unseres ´Ratgeber Auslandsadoption`. Nach dem großen Erfolg der letzten Auflagen haben wir den Ratgeber völlig überarbeitet und nochmals erweitert. Von der Eignungsüberprüfung über die aktuellen Adoptionsmöglichkeiten in 105 Ländern bis hin zu Erziehungstipps erhält der  Ratgeber alles, was für die Adoption im Ausland unverzichtbar ist.

TiVan Verlag 

ISBN: 9783980866064

Seiten: 288 

Preis: 29,50 Euro

Vorbestellen in jeder Buchhandlung oder hier

 

23.11.09 Sorgerecht

Eltern von Pflegekindern haben es oft nicht leicht, vor allem was die rechtliche Vertretung der Kinder angeht. Dabei sind ihnen meist die Hände gebunden, wenn sie nicht das volle Sorgerecht besitzen. Dieses zu erlangen, so weiß Marja Schoenmaker Ruhl, ist meist langwierig und mit vielen gesetzlichen Hürden behaftet.

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20.11.09 Türkische Pflegekinder

Die Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, Ekin Deligöz (Grüne), empfiehlt den türkischstämmigen Bürgern in Deutschland Pflegekinder aufzunehmen. In einem Interview mit der ZAMAN sagte Deligöz, dass sich noch sehr wenige türkische Familien für ein Pflegekind entscheiden. Das sei bedauernswert.

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19.11.09 Bindungen

Der Münchener Pädiater Karl Heinz Brisch schätzt, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller Kinder in Deutschland eine sichere Bindung mit auf den Weg bekommen. Dreißig Prozent müssen sich mit einer unsicheren und knapp zehn Prozent mit einer desorganisierten abfinden - Letzteres bereits "der Beginn von Psychopathologie".

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18.11.09 Die Hölle auf Erden

Vor einer Woche wurde eine 28-jährige Pflegemutter wegen Misshandlung ihrer Pflegetochter verurteilt (wir berichteten). Die SZ berichtet nun in einem erschütternden Bericht, was das Kind alles ertragen musste.

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17.11.09 Warum schicken die mich immer weg?

Zwölf Jahre in Pflege, sechs Jahre unter Vormundschaft, seit drei Jahren arbeitslos. Oft zermarterte sich Robert K. den Kopf und fragte sich:"Warum schicken die mich immer weg?"

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16.11.09 Wien: Gute Erfahrungen mit homosexuellen Pflegeltern

Die Erfahrungen mit den gleichgeschlechtlichen Ersatzeltern seien "genauso wie mit heterosexuellen Personen". Insgesamt 23 lesbische und schwule Paare haben seit 2002 an den von der Stadt Wien angebotenen Seminaren für künftige Pflegeeltern teilgenommen. 71 homo- und heterosexuelle Paare sowie Einzelpersonen haben allein 2008 einen solchen Kurs absolviert. Martina Reichl-Roßbacher, Leiterin des Referats für Pflege- und Adoptivkinder der Stadt Wien, spricht von "großem Interesse" an den Pflegeelternschaften für Homosexuelle, die es österreichweit nur in Wien gibt.

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12.11.09 Pflegemutter verurteilt

Eine 28-jährige Pflegemutter ist wegen Misshandlung ihrer kleinen Pflegetochter am Mittwoch vom Ravensburger Landgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die Richter hatten keinen Zweifel, «dass das Kind die Hölle erlebt hat und kolossale Schmerzen erdulden musste», wie es in der Urteilsbegründung hieß. Die Frau aus Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) und ihr 34-jährige Ehemann hatten die Vorwürfe bestritten. Die Kleine war im Frühjahr 2008 mit Knochenbrüchen und Hämatomen ins Krankenhaus gebracht worden war.

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11.11.09 Riesige Lebens-Hypothek

Als Maurice mit seiner Klasse einen Ausflug machte, kam sein ganzes Dilemma zum Ausdruck. Der Achtjährige stank. So sehr, dass keiner neben ihm lange im Bus sitzen wollte. An einem Rastplatz nahm die Lehrerin Maurice vor dem Waschraum zur Seite, forderte ihn auf, sich zu Hause doch mal zu duschen und die Haare zu waschen. Maurice ging zum Waschbecken, drehte den kalten Hahn auf, fuhr sich über den Kopf und fragte: „Ist das so richtig?” Der Sohn einer drogenabhängigen, allein erziehenden Mutter hat im Laufe seines Lebens nicht gelernt, wie man sich die Haare wäscht - nur ein Teil einer riesigen Hypothek, mit der Maurice aus dem Ruhrgebiet ins Leben startet. Und er ist längst nicht der einzige, der so aufwächst.

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10.11.09 Frühe Prägung

Wird ein Baby längere Zeit von der Mutter getrennt, brennt sich diese Erfahrung in sein Erbgut - und kann Jahrzehnte später krank machen. Münchner Forscher konnten dies erstmals aufzeigen.

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9.11.09 München: Kosten für Jugendhilfe steigen dramatisch

In München nähern sich die Ausgaben für Jugendhilfe der 200-Millionen-Grenze. 2008 waren es nur 167 Millionen Euro. Jetzt denkt die Stadt über Kürzungsmöglichkeiten nach.

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6.11.09 Jugendämter werben um muslimische Pflegeeltern

Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund sollten in Krisensituationen bei Pflegefamilien untergebracht werden, die selbst aus diesem Kulturbereich stammen. Dadurch sei für das Kind mit der Trennung von Herkunftsfamilie eine „Vertrautheit“ im Kulturbereich gegeben. Die Pflegekinderdienste Mönchengladbach und Hamm bemühen sich deshalb, vermehrt Pflegefamilien mit Zuwanderungsgeschichte zu finden.

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4.11.09 Entziehung der elterlichen Sorge

"Voraussetzung der Entziehung der elterlichen Sorge § 1666 BGB wegen Kindeswohlgefährdung ist ein bereits eingetretener Schaden oder eine gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei seiner weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.
Eine auf § 1666 BGB gestützte Anordnung, dass sich ein Elternteil zur Abwendung einer Gefährdung seines Kindes einer psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen habe, verletzt das allgemeine Persönlichkeitsrecht des betroffen Elternteils, weil weder § 1666 BGB noch eine andere Vorschrift eine gesetzliche Grundlage dafür bietet. Denn § 1666 BGB gestattet nur - in einer solchen Konstellation allerdings denkbare - Eingriffe in das Sorgerecht des betroffenen Elternteils; die Therapieauflage betrifft indessen nicht das sorgerechtliche Band, das ihn mit seinem Kind verbindet."

(Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken 1. Senat für Familiensachen vom 19.10.2009, Az.: 6 UF 48/09)

 

3.11.09 Erfahrungsaustausch für Pflegeeltern

Der Fachservice Pflegefamilie der Evangelischen Familien-Bildungsstätte Wetterau lädt Pflegeeltern,die bereits ein Kind in Pflege haben, nach Friedberg, Kaiserstr.167 am Mi., den 18.11.09 ab 20 Uhr ein. Die Themen dieser monatlichen Abende sind in der Regel die aktuellen Fragen und Probleme der Teilnehmenden.

 

2.11.09 Pflegeeltern, die die Welt nicht braucht

Wegen unterlassener Hilfeleistung müssen sich Pflegeeltern vor dem Landgericht Konstanz verantworten. Sie ließen ihre 16-jährige Tochter, die bei einem Suizidversuch 40 Tabletten genommen hatte und völlig benommen war, putzen - statt sie zum Arzt zu schicken.

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29.10.09 In Bulgarien sollen Heimkinder in Pflegefamilien vermittelt werden

Die Heime in Bulgarien sind zu groß und zu überfüllt. Vor allem, wenn man sie mit den Verhältnissen in westeuropäischen Kinderheimen vergleicht. Bulgarien hat fast 7,5 Millionen Einwohner, davon 7.300 Kinder, die ohne Familie leben. Sie wachsen in Kinderheimen auf, ohne je die Wärme einer familiären Atmosphäre gespürt zu haben. Um das zu ändern, sollen Kinder künftig bei Pflegefamilien aufwachsen.

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29.10.09 Förderung für 99.000 Kinder in Tagespflege

Im März 2009 haben in Deutschland die Eltern von rund 99 000 Kindern das Angebot der öffentlich geförderten Kindertagespflege als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch genommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg somit die Zahl der betreuten Kinder gegenüber dem Vorjahr um 13 000 beziehungsweise 15% an. Den höchsten Anstieg gab es in der Altersgruppe der unter 3-Jährigen. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9 800 beziehungsweise 19% erhöht. Insgesamt waren  61 000 der rund 99 000 in Kindertagespflege betreuten Kinder (62%) jünger als drei Jahre alt. Betreut wurden die 99 000 Kinder von rund 38 700 Tagesmüttern oder Tagesvätern, 2 300 mehr als im Jahr zuvor (+ 6%).

 

27.10.09 "Ich würde es immer wieder machen!"

Seit 25 Jahren kümmert sich Berutha Hartmann liebevoll nicht nur um ihre eigenen drei Kinder, sondern auch immer wieder um Pflegekinder. Ihre erste Betreuung endete nicht glücklich. Trotzdem ist sie beharrlich dabei geblieben.

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26.10.09 Der Trend geht steil nach oben

Überforderte Eltern, Vernachlässigung, Misshandlung und sexuelle Gewalt sind die häufigsten Gründe, weshalb ein Jugendamt Kinder und Jugendliche in Obhut nehmen muss. "Dabei geht der Trend eindeutig steil nach oben", beurteilt ein Landrat die bedrückende Situation.

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23.10.09 Langzeitstudie: Prügel schlägt bei Kindern auf die Intelligenz

Eine US-Studie mit 1500 Kindern liefert traurige Ergebnisse: Kinder, die von ihren Eltern geschlagen werden, leiden ein ganzes Leben unter den Folgen – sie entwickeln sich langsamer und haben einen niedrigeren Intelligenzquotienten als ihre Altersgenossen. Ursache des Phänomens sind Stress- und Angsterlebnisse.

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22.10.09 Ingolstadt

Der Pflegekinderdienst Ingolstadt sucht dringend Eltern für Kinder, die vorübergehend oder auf Dauer untergebracht werden müssen. Wer sich dafür interessiert, kann sich am Freitag, 23. Oktober, darüber informieren. An diesem Tag gibt es einen Infostand im Westpark, Eingang A.  

 

21.10.09 Pflegemutter im Visier

Im Prozess um die Misshandlung der kleinen Vivian deutete immer mehr darauf hin, dass die 28-jährige Pflegemutter als Haupttäterin in Betracht kommt. Das Verfahren gegen ihren Mann wird wohl gegen eine Geldauflage eingestellt.

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20.10.09 Bei manchen klappt's, bei anderen nicht

Für Familie Meilutat aus Falkensee hat sich der Wunsch nach einem Pflegekind erfüllt. Die Wildes aus Schönwalde haben aufgegeben

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19.10.09 "Genießen jeden Tag mit unserem Pflegekind"

Seit mehr als sieben Jahren lebt die schwerbehinderte Hannah in einer Pflegefamilie, Und alle sind sehr glücklich darüber.

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15.10.09 Mc Pomm

Die Projektgruppe Strukturanalyse Fremdunterbringung` hat einen Zwischenbericht zur Situation von Pflegekindern im Bundesland Mecklenburg Vorpommern vorgelegt.

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14.10.09 Geldleistungen des Jugendamts

Geldleistungen des Jugendamtes zur Erziehung eines Pflegekindes können von den Pflegeeltern nicht für den eigenen Lebensunterhalt verbraucht werden und sind deshalb der Beitragsbemessung für die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht zugrunde zu legen. Denn würden diese Leistungen ganz oder teilweise als Einnahmen und Geldmittel der Pflegeperson behandelt, die für deren Lebensunterhalt verbraucht werden könnten, stünden sie dem Pflegekind nicht mehr ungeschmälert zur Verfügung und würden damit dessen notwendigen Unterhalt beeinträchtigen. (LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 07.09.2009, Az. L 24 KR 173/09 B ER)

 

13.10.09 Ein Zuhause auf Zeit

Pflegefamilien werden dringend gesucht. Sonja und Sascha Stahl berichten über ihre Erfahrungen als Pflegeeltern.

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12.10.09 "Ich will meine Kinder zurück"

Angela Holzinger aus Wünsdorf ist Mutter von sechs Kindern und alleinerziehend. Die heute 44-Jährige erkrankte Ende 2006 an Krebs, ein Unterschenkel musste ihr amputiert werden.„Die Ärzte sagten mir, dass es eine langwierige Therapie wird“, deshalb ging sie freiwillig zum Jugendamt des Kreises und bat um Unterstützung für ihre jüngeren Kinder. Für Gianni (10) und Bonnie (12) wurde eine Pflegefamilie gefunden. Auch Nesthäkchen Shelly kam schließlich zu Pflegeeltern. Nun ist Angela Holzinger wieder gesund - doch ihr Kinder bekommt sie nicht zurück.

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7.10.09 Wohnungskosten

Nimmt ein Ehepaar, das zwei leibliche Kinder hat, zusätzlich drei Kinder im Rahmen einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft auf, die aus Problemfamilien stammen, so können sie die Miete, die sie für ihre Wohnung bezahlen, als teilweise "Wohnraumkosten" vom steuerpflichtigen Einkommen abziehen. Das gelte für den auf die Pflegekinder anfallenden Teil der Miete. Außerdem sei Voraussetzung für eine steuerliche Berücksichtigung, so das Finanzgericht Düsseldorf, dass sie durch ihre sozialpädagogische Arbeit mit den "Projektkindern" Einnahmen erzielten. (AZ: 11 K 1232/07 E)

 

6.10.09 Städte suchen händeringend Pflegeeltern

Die Städte in Niedersachsen suchen händeringend nach Pflegeeltern – sei es durch Buswerbung, Plakate, Handzettel oder das Internet. Denn der Bedarf an Pflegeeltern hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

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5.10.09 Wenn die 17-jährige Pflegetochter auszieht

Sigrid Kemper ist verzweifelt. Ihre Pflegetochter Emma ist fort. Die ist 17 und hat fünf Jahre bei Sigrid und Jochen Kemper gewohnt. Nach einem Streit zog sie zu den Eltern ihres Freundes. Bei ihren Pflegeeltern hinterlässt sie eine große Lücke. Sigrid Kemper ist aber nicht nur traurig. Sie ist auch wütend - auf das Jugendamt.

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2.10.09 Zu wenig Pflegefamilien. Kindern droht das Heim

Im Werra-Meißner-Kreis fehlen Eltern, die Pflegekinder aufnehmen können. Zehn Kinder warten aktuell auf Pflegeeltern, ihnen droht sonst das Heim. "Die Lage war selten so dramatisch", sagt Karin Meissner-Erdt vom Jugendamt. Die Anstrengungen des Amtes, zügig Pflegeeltern zu finden, reichen sogar von der Region Nordhessen bis in die Nachbarbundesländer Niedersachsen und Thüringen. Aber auch von dort kam kein positives Signal.

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1.10.09 Mit Pflegekindern auf der Flucht

Im Holsteinschen Courier schreibt eine Pflegemutter: "Mein Mann und ich haben über 14 Jahre täglich durch unsere Pflegekinder erfahren, wozu leibliche Eltern fähig sind. Zwei Mädchen im Alter von fünf und sieben Jahren (sie sind keine Schwestern) haben wir in unsere Familie aufgenommen und mit viel Liebe großgezogen. Wir hatten keine Ahnung, wie man mit schwer gestörten Kindern umgeht, und so besorgten wir uns Problem-Kinder-Literatur. Jedoch hat mir einmal eine Pädagogin gesagt, wir hätten instinktiv genau das Richtige getan. Wenn unser Kind ohne ersichtlichen Grund schrie oder ununterbrochen mit dem Kopf gegen die Wand schlug habe ich es in den Arm genommen und stundenlang geschaukelt, getröstet, gesungen bis es ruhig wurde. Ich werde mit Sicherheit die nächtlichen Schreie "Nein, Nein" mein ganzes Leben lang nicht vergessen."

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30.9.09 Pflegeeltern sollen kleines Mädchen gequält haben

Weil es sein Pflegekind misshandelt haben soll, muss sich ein Ehepaar vor dem Ravensburger Landgericht verantworten. Dem 33 Jahre alten Mann und seiner 28 Jahre alten Frau wird vorgeworfen, vom März 2007 bis zum Februar 2008 das damals zwei Jahre alte Kind in Bad Waldsee geschlagen und verletzt zu haben.

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29.9.09 Deutschlands Kinderheime sind voll

Immer häufiger nahmen Jugendämter in den vergangenen Jahren Kinder und Jugendliche schon früh aus Problemfamilien. Jetzt zeigen sich die Folgen: Deutschlands Heime sind voll. "Seit 2006 hat die Zahl der Heimunterbringungen erheblich zugenommen", sagt Diakonie-Experte Karl Späth. Er ist Fachreferent für Hilfe zur Erziehung beim Bundesverband in Berlin. "Alle unsere Einrichtungen sind fast bis auf den letzten Platz gefüllt." Das habe zwei Gründe. Zum einen seien Behörden merklich sensibler geworden, wenn das Wohl von Kindern gefährdet sei. In den Jahren vor der Wirtschaftskrise hätten die Kommunen aber auch gute Steuereinnahmen verbucht und so die kostspieligen stationären Plätze bezahlen können.

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28.9.09 "Pflegeeltern müssen realistisch rangehen"

Lisa kam als „ganz normales und gesundes” acht Wochen altes Kind in die Familie. Aber dann kamen die Nächte: „Sie hat ständig geschrien”, schildert ihre Pflegemutter. In den nächsten Jahren ging es von einem Arzt zum nächsten: Lisa wuchs nicht, sie verletzte sich selbst. Manchmal vergisst sie auch heute als Fünfjährige einfach, wie sie eine Tür schließen muss. Ihr IQ liegt bei 51. Diagnose FAS.

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25.9.09 Vor der Wahl: Parteien sagen nichts zu Pflegefamilien

Am Sonntag wird gewählt. Wir haben in den Parteiprogrammen der großen Parteien nachgeschaut, was sie zu den Pflegefamilien zu sagen haben. Und wir fanden ... nichts. Das Wort Pflegefamilie taucht weder in dem Parteiprogrammen von CDU und SPD, noch in den Programmen der Linken, der Grünen oder der FDP ein einziges Mal auf. Schade.

 

23.9.09 "Das Wichtigste ist das Herz"

Was zeichnet gute Pflegeeltern aus? Heinz Rahn, Leiter eines Kreisjugendamtes sagt: ´Ob verheiratet, ledig, geschieden, alleinerziehend, mit eigenen Kindern oder ohne: das alles ist prinzipiell unerheblich. Sofern die Sorgeberechtigten - leibliche Eltern oder Vormund - zustimmten, steht auch homosexuellen Pflegeeltern nichts entgegen. Das Wichtigste ist Persönlichkeit. Denn Herz lässt sich nicht ersetzen.`

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22.9.09 Heute im Fernsehen

Kind und Kegel: Pflege statt Adoption

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21.9.09 Anhörung der Pflegeperson im Gerichtsverfahren

Seit dem 1.9.09 ist das neue Familienverfahrensgesetz in Kraft. Die Regelung zur Anhörung von Pflegepersonen in Gerichtsverfahren wurde in § 161 FamFG aufgenommen:

(1) Das Gericht kann in Verfahren, die die Person des Kindes betreffen, die Pflegeperson im Interesse des Kindes als Beteiligte hinzuziehen, wenn das Kind seit längerer Zeit in Familienpflege lebt. Satz 1 gilt entsprechend, wenn das Kind auf Grund einer Entscheidung nach § 1682 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bei dem dort genannten Ehegatten, Lebenspartner oder Umgangsberechtigten lebt.

(2) Die in Absatz 1 genannten Personen sind anzuhören, wenn das Kind seit längerer Zeit in Familienpflege lebt.

 

18.9.09 Pflegeerlaubnis abgelehnt

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte einen Fall zu entscheiden, in dem eine Großmutter Prozesskostenhilfe für ein Verfahren beantragt hatte, in dem sie Pflegegeld für die Betreuung von sechs Enkelkindern begehrte. Der Antrag wurde abgelehnt, da die Frau weder lesen noch schreiben konnte, selbst berufstätig war und nur geringe Kenntnisse der deutschen Sprache hatte. Eine angebotene sozialpädagogische Familienhilfe hatte sie abgelehnt. Deshalb war die Pflegeerlaubnis nach § 44 Abs. 1 SGB VIII zu versagen, da das Wohl der Kinder in der Pflegestelle nicht gewährleistet war.

(Bayerischer Verwaltungsgerichtshof München vom 19.8.09, Az: 12 C 09.953)

 

17.9.09 Zuständiges Jugendamt

Verwaltungsgericht Hamburg: ´Verzieht eine Pflegefamilie aus dem Bereich eines gem. §86 Abs. 6 SGB VIII zuständigen Jugendhilfeträgers ins Ausland (hier: Österreich), richtet sich die örtliche Zuständigkeit für den Hilfefall fortan wieder nach § 86 Abs. 1 SGB VIII. Der nunmehr zuständige Träger kann die Kostenerstattung im Falle der Fortsetzung der Leistung gem. § 86c SGB VIII nicht mit dem Einwand ablehnen, die Aufgabenerfüllung sei unrechtmäßig gewesen, da der ausländische Träger auf Grund des Deutsch-Österreichischen Fürsorgeabkommens vorrangig leistungspflichtig gewesen sei.`

(VG Hamburg vom 12.8.09, Az: 13 K 1979/08)

 

14.9.09 Tagung: Sexuell missbrauchte Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien

Der Evangelische Verein veranstaltet am 22.10.2009 in Düsseldorf eine Tagung zum Thema: "Sexuell missbrauchte Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien". 

Inhalt unter anderem: Wie kann ich Anzeichen für sexuellem Missbrauch erkennen? Welche Kinder brauchen diese Kinder? Welche Auswirkungen hat sexueller Missbrauch auf das Verhalten der Kinder im täglichen Umgang?

Nähere Informationen unter: evap@ekir.de 

 

11.9.09 Kindergartenbeiträge eines Pflegekindes

Kindergartenbeiträge für ein Pflegekind werden den Pflegeeltern vom örtlichen Jugendamt erstattet. Hängt die örtliche Zuständigkeit vom tatsächlichen Aufenthalt des Kindes ab, kann das örtliche Jugendamt vom überörtlichen Träger seinerseits die Erstattung der Kosten verlangen. Kommt das Kind aber schon kurz nach seiner Geburt in die Pflegefamilie und erhält mit 3 Jahren den Nachnamen seiner Pflegeeltern, ist der Verbleib des Kindes auf Dauer in der Familie zu erwarten. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich dann nach dem gewöhnlichen Aufenthalt der Pflegeperson. In diesem Fall bleibt das örtliche Jugendamt für die Kostenerstattung zuständig und hat keinen Anspruch auf Erstattung der Kosten gegenüber dem überörtlichen Träger.

(OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 25.05.2009, Az. 12 A 3099/07)

 

9.9.09 Ein Anruf stellt das ganze Leben auf den Kopf

Eigentlich hatten Claudia und Michael abgeschlossen: Mit dem jahrelangen Warten und Hoffen auf ein leibliches Kind, mit dem Bangen, ob der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) nicht endlich anruft, um ihnen ein Pflegekind zu vermitteln. „Nach einem Urlaub hatte ich mich entschieden, beim SkF anzurufen und zu sagen, dass ich nicht mehr warten kann, dass ich mich von dem Thema verabschiede“, erinnert sich Claudia. Doch bevor sie ihr Anliegen vortragen konnte, wurde sie von der zuständigen Mitarbeiterin unterbrochen. „Sie sagte: ,Ich wollte Sie gerade anrufen. Wir haben ein Kind für Sie“, schildert sie. Dieses Telefonat stellte das ganze Leben von Claudia und Michael auf den Kopf. Von einen Tag auf den anderen wurden sie Eltern, Pflegeeltern der damals neun Monate alten Sophie.

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12.8.09 Fachtagung

Pfad für Kinder, Landesverband Bayern veranstaltet am 10.10.2009 in 93333 Neustadt/Donau eine Fachtagung zum Thema "Traumatisierte Pflege- und Adoptivkinder" Mehr Infos unter: Mail

 

11.8.09 Wien: Immer mehr Pflegekinder werden vermittelt  

In Wien werden immer mehr Pflegekinder vermittelt. Die Mehrheit bleibt bis zur Volljährigkeit bei der Pflegefamilie. Ein Konfliktthema sind die Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern.

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10.8.09 Neuer Verein in Harburg  

Pflegeeltern im Kreis Harburg haben sich zusammengeschlossen und wollen nun einen Verein gründen, um ihre Interessen besser vertreten zu können und ihren Austausch untereinander zu fördern. Am Mittwoch, den 12. August, um 20 Uhr treffen sich die Pflegeeltern in der Schirwindter Str. 7 in Winsen zur Gründung des "Pfeil Harburg e.V." ("Pflegeelterninitiative im Landkreis Harburg").

Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 04171/60 02 25.

 

6.8.09 Studie: Väter spielen eine wichtigere Rolle als Mütter  

In einem Punkt kennen Familiengerichte kaum Zweifel: Streiten sich die Eltern ums Kind, ist es fast immer die Mutter, die das Verfahren gewinnt. Dass Väter in der Erziehung entbehrlich sind, ist jedoch ein Mythos: Forscher können erstmals zeigen, dass Väter eine wichtigere Rolle spielen als Mütter.

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5.8.09 Pflegemutter erstreitet sich Zuschuss zu Familienauto  

Die Mutter von drei Pflegekindern soll einen Zuschuss von 5200 Euro für einen größeren Pkw bekommen. Darauf einigten sich die Stadt Worms und die Frau vor dem Mainzer Verwaltungsgericht in einem Widerrufsvergleich.

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4.8.09 Lesben informieren über Pflegekinder  

Die LESBEN Informations- und Beratungsstelle e.V., Alte Gasse 38, 60313 Frankfurt informiert am 18.9.2009 darüber, wie Frauenpaare zum Pflegekind kommen. Welche Kriterien müssen wir erfüllen? Welches Kind passt zu uns? Wie bewerbe ich mich?

Mehr Infos unter: Mail

 

31.7.09 Blutdrucksenker gegen Angst  

Viele Pflegekinder leiden an Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Nun zeigt eine Untersuchung, dass Menschen mit PTBS von der Einnahme von Propranolol profitieren können. Das blutdrucksenkende Mittel dämpft die Wirkung des Stresshormons Adrenalin nicht nur am Herzen und an Blutgefäßen, sondern auch in der Amygdala. Das ist der Teil des Gehirns, der eine wichtige Rolle bei der Speicherung der emotionalen Komponente von Erinnerungen spielt. Die Erlebnisse selbst werden dabei nicht beeinflusst, weil sie in einem anderen Gehirnteil abgelegt sind. Eine Untersuchung mit 60 Teilnehmern ergab, dass fast zwei Drittel von ihnen nach der Behandlung gemäß den PTSD-Kriterien nicht mehr als traumatisiert gelten. „Wir sehen genau so gute, wenn nicht sogar bessere Erfolge als bei Patienten, die eine Verhaltenstherapie bekommen – und das in viel kürzerer Zeit“, sagt Brunet. Darüber hinaus stellte sich heraus, dass auch alte, vermeintlich längst konsolidierte Gedächtnisinhalte nachträglich noch abgemildert werden können – wenn sich die Patienten direkt vor der Behandlung an sie erinnern. Allerdings sind noch weitere Untersuchungen nötig, um das tatsächliche Potenzial dieser Therapie auszuloten. 

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28.7.09 Traumatisierte Kinder  

Der Main-Taunus-Kreis sucht Familien, die schwer traumatisierte oder entwicklungsverzögerte Kinder zur Pflege aufnehmen. Nach Angaben des Kreisbeigeordneten Michael Cyriax stehen Mittel für vier so genannte "sonderpädagogische Pflegestellen" zur Verfügung. Es gehe um Kinder bis zum zehnten Lebensjahr, die in ihren Herkunftsfamilien schwer vernachlässigt oder misshandelt worden seien. "Sie sollen in der Pflegefamilie Gelegenheit haben, sich zu entwickeln, Vertrauen und tragfähige Beziehungen aufzubauen", erläutert Cyriax.

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23.7.09 Pflegefamilien - Eltern auf Zeit  

Kindern auf Zeit eine neue Heimat zu geben ist eine große Aufgabe. Denn einerseits bringt das Kind meist negative Erfahrungen von seiner Herkunftsfamilie mit und andererseits besteht die Familie nur auf Zeit.

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22.7.09 Urteil des OLG Rostock  

Wir haben ein aktuelles Urteil des OLG Rostock in unsere Rechtssprechungsdatenbank eingestellt.

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21.7.09 Adoption eines aus Vietnam nach Deutschland eingereisten Kindes durch die Pflegeeltern  

Bei einem im Alter von acht Jahren nach Deutschland eingereisten unbegleitetem Kind steht einer Adoption durch die Pflegeeltern nicht entgegen, dass die Identität des Anzunehmenden nicht sicher geklärt ist.

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20.7.09 Mit dem Bürdeli leben lernen  

Acht Kinder erhalten bei Birgit und Andi Schlumpf die Nestwärme, die ihnen ihre leiblichen Eltern nicht geben können.

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17.7.09 Genetik: Ermutigende Erkenntnisse  

Bei Versuchen mit Ratten konnten kanadische Hirnforscher interessante Erkenntnisse gewinnen. Die Forscher gaben vernachlässigten Tieren chemische Stoffe, und es gelang ihnen, aus ängstlichen Nagern ganz normale Tiere zu machen. Der pharmazeutische Weg ist jedoch nicht der einzige, um Versuchstiere wieder mutiger und geselliger zu machen. In einigen Experimenten setzten die Forscher ihre ängstlich-aggressiven Ratten für längere Zeit in eine sogenannte angereicherte Umwelt. Dort hatten die Tiere viel Platz und Gelegenheit zum stressfreien Spielen, Toben und Erkunden in anregender, abwechslungsreicher Umgebung. Und dort wurden sie nach und nach wieder normal.

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16.7.09 Leuchtturmprojekt PflegeKinderDienst 

Der LVR (Landschaftsverband Rheinland), die Universität Siegen und das Jugendamt der Stadt Düsseldorf haben das "Leuchtturmprojekt PflegeKinderDienst" aufgelegt. Ziel ist es, im ganzen Rheinland verbindliche Standards bei der Betreuung von Pflegefamilien einzuführen und die Professionalität im Pflegekinderwesen zu steigern.

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15.7.09 Buch - Neuerscheinung 

Neu erschienen: "Kindheit in Pflegefamilien".

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14.7.09 Wenn Eltern Täter sind 

Ein Gedankenspiel: Sie werden überfallen und zusammengeschlagen. Würde Sie jemand zwingen, danach mit dem Täter in Kontakt zu treten? Solche Fragen stellt der Kinderpsychiater Karl-Heinz Brisch, der die Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München leitet, manchem Richter. Denn: Was Erwachsenen niemand zumutet, wird von Kindern oft verlangt. Sie werden misshandelt, vernachlässigt, dauerhaft geschädigt und müssen sich ihren Tätern trotzdem immer wieder aussetzen – wenn die Täter ihre Eltern sind.

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13.7.09 Prozesskostenhilfe und Pflegekind 

Erhält eine die Prozesskostenhilfe begehrende Person neben Kindergeld auch ein eigenes Erwerbseinkommen sowie für seine beiden Pflegetöchter Pflegegeld, so ist der auf den Erziehungsbeitrag entfallende Teil des Pflegegeldes als Einkommen anzurechnen. Allerdings ist der für das Pflegegeld insgesamt in Abzug gebrachte Kindergeldanteil anteilig sowohl auf das Pflegegeld als auch auf den Erziehungsbeitrag anzurechnen.

(OLG Brandenburg, Beschluss vom 12.06.2009, Az. 9 WF 170/09)

 

10.7.09 Wann werden Jugendliche kriminell?

Als die Zürcher Kriminologie-Professorin Henriette Haas im Jahr 2001 insgesamt 21 347 Jugendliche untersuchte, konnte sie viele Vorurteile widerlegen: Nur die Hälfte der Gewalttäter sind mit einschlägigen Risikofaktoren (Misshandlungen, psychische Abnormitäten, Milieuschädigungen) behaftet – die andere Hälfte wuchs unauffällig und wohlbehütet auf. Und: 25 Prozent aller Jungen machten keine Verbrecherkarrieren, obwohl sie negativen Einflüssen ausgesetzt waren. Soziale Klasse, Stiefeltern, Bildungsgrad, aber auch Sonderschulen oder kurze Heimaufenthalte haben kaum Auswirkungen auf die Delinquenz. Ein gewichtiger Risikofaktor sind dagegen schwere Unfälle in der frühen Kindheit. Eine starke Bindung zu den Lehrern wirkt sich wiederum positiv aus, ebenso ein schnelles Eingreifen der Polizei.

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9.7.09 Kinder suchen neue Familien

Geborgenheit und Sicherheit in der Familie bilden die nötige Basis für eine gesunde Entwicklung. Manche Kinder erleben jedoch tagtäglich Bedrohung, Vernachlässigung, Misshandlung. Die Anzahl traumatisierter Kinder steigt. Und damit die Nachfrage nach Pflegeeltern.

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8.7.09 2008 mehr Kinder in Obhut genommen

Im Jahr 2008 sind in Deutschland 14,4 Prozent mehr Kinder von Jugendämtern in Obhut genommen worden als im Jahr zuvor. Am häufigsten musste das Jugendamt in Familien eingreifen, in denen die Eltern mit der Betreuung der Kinder überfordert waren.

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6.7.09 Urteil zum Mehrbedarfszuschlag

Der Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende wird für ein Pflegekind auch dann gezahlt, wenn die oder der Alleinerziehende Pflegegeld erhält. Zwischen dem Pflegegeld und dem Mehrbedarfszuschlag besteht keine Zweckidentität. Das Pflegegeld dient dem Zweck, den Lebensbedarf des Kindes zu decken, der Mehrbedarfszuschlag dagegen, den höheren Aufwand für die Versorgung, Pflege und Erziehung eines Kindes etwa wegen geringerer Beweglichkeit sowie zusätzliche Aufwendungen für die Kontaktpflege oder die gelegentliche Inanspruchnahme von Dienstleistungen Dritter auszugleichen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Pflegeperson alleinerziehend ist oder die Pflege des Kindes gemeinsam mit einem Partner übernimmt.

(LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2009, Az. L 25 AS 1446/07)

 

1.7.09 "Reich wird man davon nicht, aber immer bereichert"

Wie bei den meisten Pflegeeltern war auch für Claudia K. die eigene Kinderlosigkeit ausschlaggebend für den Beschluss, auf andere Art Mutter zu werden. „Unser Sohn hat nach drei Monaten entschieden: Ich will zu euch. Da war er fünf Jahre alt." "Reich wird man davon nicht“, sagt Claudia K., aber „eine Bereicherung“ sei das Leben mit einem Pflegekind auf jeden Fall. Deshalb überlegt sie auch, jetzt, nachdem ihr Sohn schon 15 ist, ein zweites Kind aufzunehmen.

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30.6.09 Kinderschutzgesetz gescheitert

Mit dem Kinderschutzgesetz ist ein wichtiges Reformvorhaben der Großen Koalition in letzter Minute geplatzt. Union und SPD gaben einander am Montag gegenseitig die Schuld dafür.

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29.6.09 Demnächst im Fernsehen

14.07.2009 | Aus dem Leben einer Pflegefamilie

Lars ist sechzehneinhalb. Mit grünen Haaren und einem Skateboard unter dem Arm zieht er bei Familie Steigert ein. Das Jugendamt hat beschlossen: Noch ein Wochenende daheim geht nicht. Denn: Lars verprügelt seine Mutter. Er trinkt eine Flasche Wodka am Tag und gilt als selbstmordgefährdet. Lars ist ein Fall für Familie Steigert, eine Bereitschaftspflegefamilie in Emmendingen in Südbaden.
Marianne (44) und Günter (45) Steigert und ihre Töchter Britta (19) und Luisa (16) haben in den letzten fünf Jahren zwei Dutzend Kinder vorübergehend in ihre Familie aufgenommen, solange bis das Jugendamt eine Lösung für die Kinder gefunden hat. So kam auch Niklas zu Steigerts. Ein schreiendes Kind, das mit zwei Jahren noch nicht sprechen und nicht laufen konnte. Niklas wurde dann in eine Langzeitpflegefamilie vermittelt, gegen die er sich mit Händen und Füßen gewehrt hat. Er durfte schließlich zur Familie Steigert zurückkommen und bleiben. Heute ist der sechsjährige Junge der Sonnenschein im Hause Steigert.

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26.6.09 Kinder zwischen zwei Müttern

„Ich musste lernen, loszulassen“, sagt Maria Achberger. Vor etwa zehn Jahren gab sie ihren Sohn in eine Pflegefamilie, in der er seither lebt. Mit dem Verein „Outturn“ will sie auch anderen Eltern helfen, die ihr Kind weggeben mussten.

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25.6.09 Hannover sucht Pflegeeltern

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover sucht Eltern, die sich der besonderen Herausforderung stellen, ein Kind zur Pflege aufzunehmen, zu versorgen und aufzuziehen. Am Montag, 29. Juni 2009, können sich interessierte Eltern im Regionshaus über die Bedingungen und das Anforderungsprofil informieren. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in Raum 225 in der Hildesheimer Straße 20 in Hannover.

 

24.6.09 Seminar

Der Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien veranstaltet am 5. September in Neuzelle ein Seminar zum Thema ´Pflege- und Adoptivkinder psychisch kranker Eltern.`

Mehr Infos unter: Mail

23.6.09 Jugendämter greifen immer öfter durch

Essen. Verbrüht, verhungert, zu Tode geschüttelt: Wenn Kinder die Quälereien ihrer Eltern nicht überleben, ist das Entsetzen groß. Die Jugendämter sind alarmiert. Immer mehr Kinder werden aus ihren Familien geholt.

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22.6.09 Pflegekinder in Berlin

Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Fälle von verwahrlosten, misshandelten Kindern wie in Berlin. Sie werden von ihren Eltern allein gelassen und geschlagen. In Pflegefamilien finden die Kinder Zuwendung. Oft zum ersten Mal in ihrem Leben.

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19.6.09 Rumänisches Pflegekind muss zurück

„Ich halte die ganze Geschichte für sehr schlimm.“ Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, sieht keine Möglichkeit, die Rückführung eines im Landkreis Bad Kissingen lebenden rumänischen Pflegekindes in sein Geburtsland zu verhindern. Das Schicksal des knapp dreijährigen Mädchens beschäftigt seit Monaten deutsche und rumänische Behörden. Im Dezember 2006 war das Kind durch die Vermittlung einer Deutsch-Rumänin auf rechtlich höchst umstrittenem Weg zu einer Pflegefamilie in den Landkreis Bad Kissingen gekommen. Diese wollte das Kind nach einer Pflegefrist adoptieren, was aber nach rumänischer Gesetzeslage nicht möglich ist. „Nach Auskunft der rumänischen Behörden will die leibliche Mutter jetzt, dass das Kind zurückkommt“, so Kastner.

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18.6.09 Gesundheitsausschuss will Regelung für mehr Pflegefamilien

Der Gesundheitsausschuss hat dem Bundestag empfohlen, am kommenden Freitag eine Regelung für mehr Pflegefamilien für Kinder mit Behinderungen zu beschließen. Denn Kinder mit Behinderungen sollen die gleichen Chancen wie Kinder ohne Behinderungen haben,

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18.6.09 Enterben leicht gemacht

Angehörige sollen in Zukunft testamentarisch leichter von einer Erbschaft ausgeschlossen werden können. Eine solche Stärkung des letzten Willens sieht die Reform des Erbrechts vor, die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) am Freitag angekündigt hat. Bislang war der Entzug des Pflichtteils nur dann möglich, wenn der Pflichtteilberechtigte dem Erblasser oder seinen Angehörigen "nach dem Leben getrachtet" oder sie schwer misshandelt hat. Diese Regelung wird nun erweitert. So soll ein Entzug auch möglich sein, wenn es sich bei den Misshandelten um Stief- oder Pflegekinder handelt.

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16.6.09 Schweiz: Ex - Pflegeeltern ohne Rechte

Das Schweizer Bundesgericht hat entschieden, dass frühere Pflegeeltern das betreute Kind nur besuchen dürfen, wenn es dem Kindeswohl dient. Pflegeeltern haben keinen Anspruch darauf, das betreute Kind nach seine Rückkehr zu den leiblichen Eltern zu besuchen oder über dessen weitere Entwicklung informiert zu werden. Laut Bundesgericht darf solches nur angeordnet werden, wenn es das Kindswohl verlangt. Der Fall betrifft ein heute achteinhalb Jahre altes Mädchen aus dem Kanton Bern, das als zehn Monate altes Kleinkind bei einer Pflegefamilie untergebracht worden war. Dort blieb es rund sieben Jahre. Seit 2008 lebt es wieder bei seiner leiblichen Mutter.

 

15.6.09 Pflegefamilie statt Heim: Stadt soll 5 Mio. sparen

In den nächsten zwei bis fünf Jahren sollen in Wuppertal mehr Kinder in Pflegefamilien, statt in teuren Heimen und stationären Einrichtungen untergebracht werden. Bisher gibt es in Wuppertal 350 Pflegestellen, mittelfristig sollen 100 zusätzliche eingerichtet werden. Derzeit leben 37 Prozent der Kinder in Pflegefamilien. Das ehrgeizige Ziel, wie es etwa in Dortmund bereits umgesetzt ist: Jedes zweite Kind, das nicht bei seiner Herkunftsfamilie aufwächst, soll in einer Pflegestelle leben. Damit könnte die Stadt langfristig jährlich etwa 5,5 Millionen Euro sparen.

 

10.6.09 Kindergeld für volljähriges behindertes Pflegekind

Pflegekinder, für die grundsätzlich ein Kindergeldanspruch besteht, sind Personen, mit denen der Steuerpflichtige durch ein familienähnliches Band verbunden ist, die also als zur Familie gehörig angesehen und behandelt werden. Zu einem bereits Volljährigen kann ein derartiges familienähnliches Band entgegen der vertretenen Verwaltungsauffassung schon dann angenommen werden, wenn er in seinen geistigen Fähigkeiten so sehr eingeschränkt ist, dass er ohne Aufnahme in der Familie des Steuerpflichtigen in einem Heim leben müsste. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass seine geistige Entwicklung derjenigen eines Kindes entspricht. (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 03.02.2009, Az. 12 K 2612/07)

 

10.6.09 Durch Haushaltsaufnahme im Rahmen eines Projekts zum begleiteten Wohnen entsteht kein Pflegekindschaftsverhältnis

Finanzgericht München: Pflegekinder, für die grundsätzlich ein Kindergeldanspruch besteht, sind Personen, mit denen der Steuerpflichtige durch ein familienähnliches Band verbunden ist, die also als zur Familie angehörig angesehen und behandelt werden. Bereits die Bestimmungen über das begleitete Wohnen sprechen gegen ein familienähnliches Band, denn die aufgenommenen Personen sollen nicht als Familienmitglied, sondern als Gast behandelt werden. Außerdem bestehen Mitbestimmungs- und Kontrollrechte, die einem Eltern-Kind-Verhältnis widersprechen. Und schließlich spricht bereits der Altersunterschied gegen die Entstehung einer Eltern-Kind-Bindung, wenn die aufgenommene Person deutlich älter als die aufnehmenden Personen ist. (FG München, Urteil vom 08.04.2009, Az. 10 K 784/08)

 

9.6.09 Mutter - ständig an der Grenze

Eine Frau, die als Kind Missbrauchsopfer in der eigenen Familie war, hat später selbst drei Kinder geboren. Sie hat sich von ihnen getrennt - um ihnen keine schlechte Mutter zu sein.

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8.6.09 Schweiz

Der Bundesrat will mit klaren rechtlichen Vorgaben das Wohl der Kinder gewährleisten, die in einer fremden Familie oder in einer Einrichtung betreut werden. Er hat die totalrevidierte Pflegekinderverordnung, die in Kinderbetreuungsverordnung umbenannt wird, bis am 15. September 2009 in die Vernehmlassung geschickt.

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8.6.09 Beistand für Familien in Krisensituationen

Von jetzt auf gleich ein Kind zur Pflege aufnehmen? Dazu noch eines, das einige Probleme mitbringt? Die wenigsten Eltern könnten sich das vorstellen, aber es gibt Familien, die sich genau darauf vorbereitet haben und sich dieser Situation auch schon mehrfach gestellt haben. Bereitschaftspflege heißt das Programm, bei dem Familien anderen Familien in akuten Krisensituationen zur Seite stehen.

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4.6.09 Koalition streitet über Kinderschutzgesetz

Die SPD hat den Vorwurf der Blockade beim Kinderschutzgesetz zurückgewiesen. "Uns geht es darum, den Kinderschutz in Deutschland substanziell zu verbessern", sagte Fraktionsvize Christel Humme (SPD) unserer Zeitung. "Wir kritisieren am bisherigen Gesetzentwurf aus dem Familienministerium, dass die Jugendämter die Familien verpflichtend kontrollieren sollten." Humme forderte, die Jugendämter müssten vertrauensvoll mit den Familien zusammenarbeiten. Andernfalls könne es passieren, dass die Familien Hilfe verweigerten und am Ende kein Kinderschutz gewährleistet sei.

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2.6.09 Kind darf bei Pflegeeltern bleiben

Ein von seinen leiblichen Eltern misshandeltes Kind aus dem Kreis Ludwigslust darf bei den Pflegeeltern bleiben und muss nicht zurück in sein altes Zuhause. Dies ist das Ergebnis einer nicht öffentlichen Verhandlung vor dem Rostocker Oberlandesgericht am Dienstag, wie Rainer Becker von der Deutschen Kinderhilfe MV am Mittwoch sagte. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung zwischen dem Jugendamt des Kreises Ludwigslust und den Pflegeeltern.

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28.5.09 Krefeld

In Krefeld hat sich eine Initiative für Pflegeeltern gegründet. Deren Alltag sei oft von Schwierigkeiten geprägt, sagt Jan Eickmeyer. Bei den monatlichen Treffen tauschen sich die Eltern aus – ohne Kinder.

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27.5.09 Im Heim daheim

Am 19. September 2007 kam Michael in ein Heim, da er vor die Wahl gestellt wurde, in ein Heim zu ziehen oder weiterhin bei seinen Pflegeeltern zu leben. Er entschied sich für das Leben im Heim, da er sich in der Pflegefamilie, in der er bereits seit acht Monaten lebte, in keiner Weise wohl fühlte und auch keine Beziehung zu den Pflegeeltern aufbauen konnte. Sein Fazit: "Ich bereue die Entscheidung nicht.

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26.5.09 Eine Mama für 14 Kinder

Immer wieder hat die heute 62 Jahre alte Hanna Jansen schutzbedürftigen Kinder einen Zufluchtsort geboten. Ihre Erfahrungen verarbeitet die Autorin mit der ungewöhnlichen Großfamilie, jetzt in einem neuen Buch.

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25.5.09 Missbrauch schädigt Gene der Enkel

Traumatische Erlebnisse verändern das Erbgut des Nachwuchses von Opfern. Psychologin Terrie Moffitt fand heraus: Die Schädigung ist sogar noch bei Enkeln nachweisbar. Aber: «Eine ungünstige Gen-Kombination führt nicht zwingend zu Verhaltensstörungen, denn man kann die Gene auch positiv beeinflussen.» Dies widerspricht der bisherigen Annahme, dass man seinen Genen ausgeliefert ist. «Indem man betroffenen Kindern besonders viel Zuwendung und Liebe schenkt, können die negativen Auswirkungen gemindert werden», sagt Moffitt.

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20.5.09 Alltag der Pflegeeltern

Am Türschild von Anne Friedes Familie stehen viele Namen. Weil nicht nur ihrer und der ihres Mannes unterschiedlich sind, sondern das Ehepaar auch noch zwei Pflegekinder aufgenommen hat, drängeln sich nun gleich vier Nachnamen unter dem Klingelknopf. "Einmal hat ein Mitarbeiter der GEZ geschellt und wollte wissen, wer denn unsere Untermieter seien", erzählt die Pflegemutter. "Da habe ich die Untermieter, unsere beiden Pflegekinder, zur Erklärung mal an die Tür geholt", erinnert sie sich amüsiert.

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19.5.09 Entscheidung fürs Leben

Abends, wenn endlich Stille in das Haus einzieht, geht Charlotte Linke (Name geändert) durch die Kinderzimmer, streichelt hier eine Wange, zupft dort die Decke zurecht, knipst eine Lampe aus oder legt ein Buch auf den Nachttisch. Sie genießt den Blick in die verträumten, vertrauten Gesichter all ihrer Kinder und kommt zur Ruhe. Ruhig und gefasst redet sie über ihren Alltag, der nicht alltäglich ist. Sie blickt fast zwei Jahrzehnte zurück. Die eigenen, leiblichen Kinder sind flügge und sie ohne Arbeit. In einer Zeitung liest sie davon, dass Pflegeeltern dringend gesucht werden. Gemeinsam mit ihrem Mann fällt sie eine Entscheidung fürs Leben.

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18.5.09 Ein neuer Pfad

Der Bedarf nach Pflegeeltern steigt. Die Bereitschaft, Pflegekinder aufzunehmen, ist derzeit rückläufig. In Freising soll jetzt ein neuer Verein soll jetzt helfen.

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15.5.09 Immer mehr Eltern mit der Betreuung ihrer Eltern überfordert

Immer mehr Eltern sind mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Im Landkreis Plön führt das dazu, dass 30 bis 40 Pflegefamilien fehlen.

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13.5.09 Überwiegend traumatisiert

Kinder, die in Pflegefamilien vermittelt werden, sind überwiegend traumatisiert, haben Hungererfahrungen, oder wurden misshandelt”, weiß Annette Karger von der Initiativgruppe Weseler Pflege- und Adoptiv-Eltern (WESPA)

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12.5.09 ´Gott hat mir diese Kinder zugedacht`

Elisabeth Stenmans hat 32 Kinder aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt als Adoptiv- und Pflegekinder aufgenommen. In insgesamt 50 Zimmern lebt die riesige Familie.

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11.5.09 Ein Zuhause auf Zeit

Angela und Andreas Pick sind Pflegeeltern. Neben ihren drei Töchtern lebt ein Pflegekind in der Familie. Auch wenn kurzfristig Kinder untergebracht werden müssen, stehen die Picks bereit.

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11.5.09 Wenn Kinder Hilfe brauchen - Jugendamt sucht Pflegeeltern

Infoveranstaltung für alle Interessierten am 14. Mai in der Volkshochschule Monheim

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6.5.09 Demnächst im Fernsehen

12.05.2009 | Pflegekind Andreas

15.05.2009 | Geliehenes Glück

16.05.2009 | Vivo

19.05.2009 | Ein Junge in Fesseln

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4.5.09 Eine Chance für Sorgenkinder

´Nicht einschulbar`, lautete das niederschmetternde Urteil für einen Rosenheimer Jungen. Doch jetzt konnte er doch noch in die erste Klasse aufgenommen werden. Dass dies jetzt doch gelungen ist, hat er einem Pilotprojekt zu verdanken. Das geht davon aus, dass nicht die Defizite der Kinder und Jugendlichen das Handeln bestimmen, sondern ihre Ressourcen. 

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29.4.09 Muss Marie zurück nach Rumänien?

Marie ist zwei Jahre alt. Marie ist drollig. Am liebsten fährt sie mit Opi auf dem Traktor oder spielt mit Tom und Jan im Matsch. Dass Opi nicht ihr echter Großvater und Tom und Jan nicht ihre echten Brüder sind, weiß Marie nicht. Das Mädchen kam im Alter von drei Monaten unter zweifelhaften Bedingungen aus Rumänien nach Deutschland. (mehr..). Jetzt droht Marie möglicherweise in wenigen Tagen die Rückführung in ein ihr völlig unbekanntes Land (mehr..) (mehr..). 

 

28.4.09 Münster: Zahl der Pflegekinder steigt

Immer weniger Kinder werden in Deutschland zur Adoption freigegeben. Dieser bundesweite Trend spiegelt sich auch in der Statistik der acht Adoptions- und Pflegekindervermittlungsstellen der Caritas in der Diözese Münster wider. Nur noch fünf Vermittlungen waren möglich gegenüber 14 im Vorjahr, berichtete der Verband am Montag. In die umgekehrte Richtung bewege sich der Trend dagegen bei den Pflegekindern. Ihre Zahl sei von 42 auf 54 gestiegen.

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27.4.09 Notmütter

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über Pflegekinder und schreibt: "Eine Notmutter muss Trennungsschmerz aushalten". 

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24.4.09 Schweiz

Der Zürcher Regierungsrat will den Kinderschutz erweitern. Wer im Kanton künftig Pflegekinder vermitteln möchte, braucht eine Bewilligung.

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23.4.09 Kinderschutz-Gesetz misstraut Sozialarbeitern

Die Süddeutsche Zeitung schreibt: ´Sie müssen schwere Entscheidungen über das Wohl von Kindern treffen: Jugendämter in Deutschland. Das geplante Kinderschutz-Gesetz misstraut den Sozialarbeitern.`

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23.4.09 Mordanschlag auf Pflegevater

Eine brutale Überfallserie schockte Dorsten im vergangenen Herbst: Vier Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren müssen sich ab heute wegen mehrfachen versuchten Mordes vor dem Essener Landgericht verantworten. Unter anderem hatten sie versucht, den Pflegevater des 16-jährigen Dorsteners zu ermorden.

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22.4.09 Regierung will Kinder besser schützen

Gefährdete Kinder sollen künftig besser vor Misshandlung und Vernachlässigung geschützt werden. Dafür will die Bundesregierung eindeutige Verfahren schaffen, die die Zusammenarbeit aller Beteiligten und deren Informationsaustausch verbessern sollen.

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21.4.09 Die Zahl der Pflegefamilien steigt

Am Anfang stand der Anruf aus dem Aachener Klinikum: Die Mediziner meldeten Josef Liesen ein neugeborenes Kind - und den Verdacht, dass die Eltern nicht erziehungsfähig seien. Der Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialdienstes der Stadt Düren machte sich sofort auf den Weg, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, sein Fazit: «Wir können es nicht verantworten, das Kind zu den Eltern zu geben.» Der Säugling wurde in Obhut genommen und in einer Pflegefamilie untergebracht. Das war vor einem halben Jahr. Beispiele für Fälle, in denen Kinder aus ihren leiblichen Familien heraus genommen und in einer Pflegefamilie untergebracht werden, haben die Mitarbeiter des Jugendamtes allerdings zur Genüge.

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20.4.09 "Ich habe zwei Mamas"

Timo wächst mit der Erfahrung auf, zwei Mamas zu haben. Das wird ihm und anderen Pflegekindern nie verheimlicht. Erfahrungsgemäß gehen die Kinder gut mit dieser Situation um und artikulieren im Laufe der Jahre für sich selbst diesen Unterschied.
"Manche sprechen von zwei Mamas, andere differenzieren, sagen beispielsweise Mama und Mama Birgit", weiß Gabriele Jenschek von der Pflegekinderstelle.

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8.4.09 "Die Leute bewundern, dass wir unseren Glauben so konsequent leben"

Sich um andere kümmern, das ist den Stradtners wichtig. Deshalb leben auch Niko, 12, und Renée, 16, bei ihnen in der Familie. Die beiden Buben sind Pflegekinder. "So viele Kinder suchen eine Familie, da gehört es zu unserem Verständnis vom Christsein dazu, dass wir helfen", sagt Christine Stradtner.

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7.4.09 Zeit zu vergessen

Die Süddeutsche Zeitung schreibt: ´In Experimenten ist es US-Forschern gelungen, angstbesetzte Erinnerungen zu löschen - ohne Medikamente. Ein scheinbar simples Detail ist dabei entscheidend.``

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6.4.09 Traumatherapie

PD Dr. Claas-Hinrich Lammers: Also, wenn wir davon ausgehen, dass jemand gerade ein Trauma erlitten hat, was noch keine psychische Störung darstellt, dann braucht er einfach viel Unterstützung, Sicherheit, Gesprächsangebote, aber nicht aufgezwungene Gespräche. Bei den meisten Menschen gibt sich die Traumatisierung von selbst. Bei denen hingegen, die nach ein oder zwei Monaten noch eine traumatische Störung haben, das heißt, die immer wieder diese Bilder erleben, sich zurückziehen, weinen oder ängstlich sind, sollte eine spezielle Psychotherapie durchgeführt werden.

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3.4.09 Auch Pflegeeltern erhalten den Kinderbonus

Welche Grundbedürfnisse haben Kinder in Pflegefamilien? Dieser Frage geht der Themenabend für Pflegefamilien nach, zu dem der Pflegekinderdienst des Fachbereichs Jugend alle Adoptiv- und Pflegeeltern sowie Bewerber am Montag, 27. April um 20 Uhr, ins Bürgerhaus Bahnhof Avenwedde, Isselhorster Straße 248 einlädt. Die Referentin ist Sigrid Müller, Heilpraktikerin und Kinder-, Jugend und Familien-Therapeutin. Sie wird im Anschluss an ihren Vortrag auch für Fragen zur Verfügung stehen.

 

2.4.09 Auch Pflegeeltern erhalten den Kinderbonus

Die BAG KiAP informiert darüber, dass  auch Dauerpflegefamilien den im April zur Auszahlung fälligen Kinderbonus erhalten können, wenn sie kindergeldberechtigt für ihre Pflegekinder sind. Dafür dürfe ein familienähnliches Band zu den Herkunftseltern nicht mehr bestehen und die Kinder dürften nicht zu Erwerbszwecken im Haushalt der Pflegeeltern aufgenommen worden sein.

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1.4.09 Manchmal geht es sehr schnell

Am Morgen, als Thomas Kronich zur Arbeit aufbrach, wohnte er mit seiner Frau noch allein - am Nachmittag waren sie zu dritt. Ein nur wenige Wochen altes Baby gehörte fortan zur Familie. "Manchmal geht es sehr schnell, gerade wenn bei den leiblichen Eltern Gewalt im Spiel war", erzählt seine Frau Kerstin. Gemeinsam nehmen die Eheleute seit nunmehr fünf Jahren Kinder in Kurzzeitpflege, neun im Alter zwischen zwei Tagen und eineinhalb Jahren waren es bisher.

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´Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit zu haben.

        Milton Erickson

 

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